Newsticker

Koalitionsausschuss einigt sich auf milliardenschweres Konjunkturpaket
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Eine musikalische Weihnachtsbotschaft

Auftritt

20.12.2019

Eine musikalische Weihnachtsbotschaft

Ein Adventskonzert mit verschiedenen Musikgruppen fand in der Pfarrkirche St. Vitus in Glött statt. Besucher konnten nicht nur weihnachtliche Melodien genießen.
Bild: Bernhard Probst

Besucher des Glötter Adventskonzerts können sich ein besonderes Licht mit nach Hause nehmen

Ein Adventskonzert diverser Musikgruppen aus Glött und Umgebung fand am 15. Dezember, in der dortigen Pfarrkirche St. Vitus statt. Dabei stellten der Chor Crediamo und die Blaskapelle Glött nicht nur ihr eigenes Können, sondern auch ihren Nachwuchs und natürlich die weihnachtliche Botschaft in die Mitte.

Eröffnet wurde das Konzert von einer Fanfare aus traditionellen deutschen Weihnachtsliedern der Jungmusiker der Blaskapelle. Den eigentlichen Anfang des Abends bildete die Chorgemeinschaft Glött, ein gemischter Chor, unter der Leitung von Petra Dietrich, deren Darbietung aus dem modern-besinnlichen „Still und Leise“, Lorenz Maierhofers bekannten „Wieder naht der heilige Stern“ und einem Arrangement des Evergreens „Leise rieselt der Schnee“ des renommierten Arrangeurs Carsten Gerlitz bestand. Letzterer Satz mit seinem fugenartigen Intro und den wunderschönen polyfonen Einsätzen wurde von den Sängern und Sängerinnen auf wunderbare Weise und mit erstaunlicher Homogenität dargebracht. An wem die Weihnachtsstimmung bisher vorbeigegangen war, der wird sie an dieser Stelle ziemlich sicher gefunden haben.

Danach ergriff Pfarrer Joseph Kühn mit besinnlichen Gedichten von dem berühmten Religionsphilosophen Andreas Knapp das Wort und lud somit die Konzertgänger indirekt zur Selbstreflexion ein. Gefolgt wurde er vom Nachwuchs des Chors Crediamo, der zeigt, wie viel Potenzial in dessen Kinder- und Jugendarbeit steckt. Die musikalischen Nesthäkchen überzeugten mit zwei tollen Beiträgen aus der Feder des Salzburger Redaktionspädagogen Kurt Mikula, die sie mit einem Xylofon, einem Bass-Xylofon, einem Metallofon und einem Glockenspiel im Sinne der orffschen-musikpädagogischen Tradition begleiteten. Und Carl Orff wäre stolz gewesen, hätte er gesehen, dass seine Vision vom Schaffen eines unkomplizierten Musizierens für Kinder so wundervoll umgesetzt wurde – den Kids stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Ein Kind verändert die Welt“ tönt es da, „und ist es noch so klein“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Für den nächsten Block kam der große Crediamo-Chor zu dem Kleinen. Es folgte die fetzige Hymne „Weihnachtszeit“, die beiden Chöre in einem gospelartigen Call and Response-Duett zum besten gaben, welche Rolf Zuckowski zum Hit machte. Darauf stimmten sie den Tiroler Klassiker „Es wird scho glei dumpa“ an. Verfeinert wurde die Darbietung durch eine Zither und eine Gitarre, die vor dem inneren Auge die verschneiten Alpen erscheinen ließen.

Crediamo, der Chor, der neben dem jährlichen Glötter Adventskonzert auch Gottesdienste, Hochzeiten, Firmungen gestaltet, verwandelte Felix Mendelssohns legendäres „Hark! The Herald Angels Sing“ in ein Gospel-Feuerwerk mit einer schmissigen Klavierbegleitung und Congas, sowie einer Gitarrenbegleitung.

Gesungen wurden die Strophen abwechselnd auf Deutsch und Englisch. Im Zeichen von Gospelmusik ging es weiter: Vom amerikanischen Komponisten Lloyd Larson gab es „An Advent Gospel“ zu hören.

Der Auftritt der Blaskapelle Glött unter dem Dirigat von Carsten Hamaleser füllte die Kirche mit wundervollen Klangsphären, die aus einem „Classical Canon“, einem jubilierenden Medley aus geistlichen und weltlichen Weihnachtsdauerbrennern und einer herzerwärmenden Version von Josh Grobans „You Raise Me Up“ bestanden.

Letztere wurde von Thomas Aber veredelt, der als Solist am Saxofon brillierte.

Pfarrer Kühn, der den Abendsegen erteilte, brachte auch das Licht von Betlehem mit, das er frisch vom Aussendungsgottesdienst, der am Nachmittag des Konzerttages in Augsburg stattfand, erhielt. Am Ende des Konzertes standen schon die Kerzen bereit, mit denen die Konzertbesucher sich das Licht mit nach Hause nehmen konnten. Als das gemeinsame Schlusslied „Süßer die Glocken nie klingen“ von Chor, Blaskapelle und Publikum angestimmt wurde, war man sich einig, dass man dem Herrn Pfarrer nur recht geben kann, wenn er sagt: „Melodien bewegen. Abende wie diese zeigen das.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren