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13.02.2015

Einsatz in der Nacht der Narren

Bereitschaftsleiter Rainer Kammergruber vom BRK Kreisverband Dillingen.
Bild: Horst von Weitershausen

Das BRK hilft beim großen Umzug heute Abend in Dillingen. Im Schnitt rücken die Einsatzkräfte mehr als 30 Mal aus

Wenn heute Abend über 100 Gruppen durch die Dillinger Innenstadt ziehen, sind nicht nur Narren aktiv: Im Einsatz ist auch die Bereitschaft des BRK Kreisverbandes Dillingen. Schon seit Anfang der Woche laufen dort die Vorbereitungen für die große Faschingsveranstaltung. 45 ehrenamtliche BRK-Helfer werden mit dafür sorgen, dass alles gut über die Bühne geht. „Da haben wir einiges im Vorfeld zu organisieren“, sagt Bereitschaftsleiter Rainer Kammergruber beim Besuch der DZ in der Dillinger BRK Bereitschaftszentrale und verweist dabei auf einen Einsatzplan, in dem die Strecke des Nachtumzugs durch die Stadt Dillingen eingetragen ist.

Dort sind auch die einzelnen Abschnitte gekennzeichnet, wo die sieben Fußstreifen in der heutigen Narrennacht unterwegs sein werden. Alle stehen dann in ständiger Funkverbindung mit der Einsatzleitung in der mobilen Leitstelle. Diese befindet sich mit zwei Einsatzfahrzeugen auf dem Parkplatz an der Großen Kreuzung beim Dänischen Bettenlager und hält die Kommunikation mit den Einsatzkräften und der Außenwelt aufrecht.

Neben den Fußstreifen stehen laut Kammergruber noch drei Krankenwagen, zwei Notfallkrankenwagen, ein Rettungswagen und ein Arzt im Notarztfahrzeug mit der mobilen Leitstelle in Verbindung, um sofort zum angegeben Einsatzort zu fahren. „Wie die Erfahrungen der vergangnen Jahre gezeigt haben, müssen die BRK-Helfer während des Nachtumzugs und der Nachtveranstaltung 35 bis 40 Mal ausrücken“, sagt der Bereitschaftsleiter. Bei den Einsätzen war außer einer Geburt schon fast alles an Verletzungen und sonstigen Gründen dabei. Die Hauptrolle spielen erfahrungsgemäß alkoholbedingte Verletzungen wie Schnittwunden, Knochenbrüche und Sturzverletzungen. Aber auch ein Suizidversuch und diverse Herzerkrankungen sind schon gemeldet worden.

„In der Regel müssen die Einsatzkräfte in dieser Nacht rund zehn Mal das Krankenhaus in Dillingen ansteuern“, sagt Kammergruber, ansonsten könnten die Verletzungen vor Ort in der extra für dieses Event eingerichteten Sanitätsstation im Eichwaldbad behandelt werden. Dort werden auch Liegen aufgestellt, wo der eine oder die andere seinen Rausch ausschlafen kann. In diesem Zusammenhang dankt Rainer Kammergruber besonders den Donau-Stadtwerken Dillingen-Lauingen für die Hilfe und Bereitstellung der Räume im Eichwaldbad, was eine schnelle Versorgung der Verletzten oder Alkoholgeschädigten möglich macht.

Doch nicht nur beim Nachtumzug sind die ehrenamtlichen Dillinger BRK-Helfer im Einsatz. Sechs Helfer unterstützten die Lauinger Kollegen beim gestrigen „Hexentanz“ und elf begleiten am Samstagnachmittag den Umzug der „Hallo Wach“ in Donaualtheim. „Ein recht anstrengender Einsatzmarathon“, sagt Bereitschaftsleiter Kammergruber, weshalb die BRK-Bereitschaft Dillingen nicht nur für die Faschingszeit noch ehrenamtliche Helfer gebrauchen könnte.

Mehr dazu im Internet unter

www. bereitschaft-dillingen.de

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