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Gundelfingen

05.03.2019

Feinstaubalarm in Gundelfingen: So verrückt war der Umzug

Mitarbeiter der „Medlinger Umwelthilfe“ haben die Feinstaubbelastung beim Umzug in Gundelfingen gemessen
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Mitarbeiter der „Medlinger Umwelthilfe“ haben die Feinstaubbelastung beim Umzug in Gundelfingen gemessen
Bild: Andreas Schopf

Beim Faschingsumzug in Gundelfingen geht es um die lokale und die große Politik. Die Beteiligten haben Glück mit dem Wetter.

Es waren nur noch wenige Minuten bis zum Umzugsstart in Gundelfingen, da fing es kräftig an zu regnen. „Oh nein“, rief ein verkleidetes Mädchen, und so wie sie befürchteten wohl alle Teilnehmer und Besucher des Gaudiwurms wettertechnisch das Schlimmste. Doch die Gundelfinger hatten Glück. Rechtzeitig zum Start des Zugs hörte der Regen auf. In der Folge fielen nur noch einzelne Tropfen vom Himmel.

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Gundelfingen: Stadtpolitik ist Thema beim Faschingsumzug

So konnten die Besucher ungestört die gut 100 teilnehmenden Gruppen verfolgen. Wie gewohnt war beim Umzug auch die Stadtpolitik Thema. Da war zum Beispiel der Storch – ein großes Anliegen in der Gärtnerstadt. Zuletzt hatte das Tier in Gundelfingen kein Nest, erst am Freitag kam der neue Horst aufs Rathaus. Eine Fußgruppe aus Echenbrunn kam in Storchen-Verkleidung und mit dem Schild: „Gibt’s a Nest oder nicht? Wir bringen unser Eigenes mit.“ Eugen Hander kam als „letzte Gundelfinger Rosenkönigin“ und hatte das Angebot dabei: „Schloss mit Rosenkönigin zu verkaufen.“ Eine Fahrt in einer „Gondel“ nahm Bürgermeisterin Miriam Gruß in Anspruch. Das Schild der Gruppe um Alexander Pfab lautete: „Sind die Brücken an der Brenz marode, egal – denn jetzt sind Gundeln Mode!“

Gut 100 Gruppen präsentierten sich beim Faschingsumzug in Gundelfingen.
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Glinke auf! Bunter Gaudiwurm zieht durch Gundelfingen
Bild: Andreas Schopf

In weißen Anzügen und mit Schutzmasken kamen die Mitarbeiter der „Medlinger Umwelthilfe“. Ihr Wagen wurde durch einen Diesel-Motor gezogen, der dicken, dunkelgrauen Rauch aus dem Auspuff pustete. Die Narren von den Faschingsfreunden Medlingen prangerten einen Feinstaubalarm in Gundelfingen an und belegten dies mit einem „Feinstaub-O-Meter“. Ebenfalls von den Faschingsfreunden Medlingen kam der Wagen mit dem Motto „Alice im Wunderland“. Beim Umzug in Donaualtheim bekam der Wagen von der Jury den ersten Preis, auch in Gundelfingen sorgte die Truppe – wie die anderen Teilnehmer auch – für gute Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern am Wegesrand.

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Gundelfinger haben Glück mit dem Wetter

Unter ihnen waren etwa Franziska und Marcus Deisler aus Gundelfingen. „Es ist etwas besonderes, den Umzug in der eigenen Stadt zu besuchen“, sagten sie. Froh waren sie über das wärmende Plüschkostüm, denn ein bisschen ungemütlich sei es angesichts des Wetters schon gewesen. „Aber es war beim Umzug auch schon mal deutlich kälter.“ Aus Augsburg angereist ist Andrea Lindinger. „Der Umzug und die Wagen in Gundelfingen sind schön“, sagte die 34-Jährige mit kunterbuntem Kostüm. Deshalb fahre sie gerne aus der Fugger- in die Gärtnerstadt. „Zumal in Augsburg sowieso nicht viel los ist zu Fasching“, sagte sie und lachte.

Wie viel Glück die Gundelfinger mit dem Wetter hatten, zeigte sich kurz nach Umzugsende. Da fing es wieder an, stark zu regnen.

Viele Bilder vom Gundelfinger Faschingsumzug finden Sie in unserer Galerie.

Bericht und Bilder vom Umzug in Holzheim finden Sie hier.

In diesem Jahr mussten die Glinken aus Sicherheitsgründen auf ihren Ausklang nach dem Umzug verzichten. Lesen Sie hier mehr dazu (Plus+)

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