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Bissingen

02.06.2015

Gemeindearchiv als Anziehungspunkt

Zahlreiche Besucher kamen wieder zum Tag der offenen Tür im Gemeindearchiv Bissingen. Manche kamen mit ganz konkreten Anfragen, andere wollten einfach mal schauen, was sie über ihren Wohnort oder über manche vergangenen Ereignisse alles finden können.

Viele Besucher kamen nach Bissingen, um sich umzuschauen

Bissingen Rund 50 Besucher in zweieinhalb Stunden: Der Andrang war wieder einmal groß beim Tag der offenen Tür im Gemeindearchiv Bissingen. Zwei Mal im Jahr öffnet das Archiv der Marktgemeinde die Türen für die Öffentlichkeit.

In den Räumlichkeiten des alten Feuerwehrgerätehauses in der Premauerstraße werden neben den Schriftzeugnissen der ehemals 18 selbstständigen Ortsteile der heutigen Gemeinde Bissingen auch die Sammlungen der ehemaligen Ortsarchivare und Schulleiter Johann Hoesch und Friedrich Hartmann sowie weiterer Heimatforscher aufbewahrt. Im öffentlichen Bereich, der im Erdgeschoss untergebracht ist, dokumentieren eine heimatkundliche Bücherei, eine Ecke mit zwei Regalen zu den Schriftstellern aus dem Kesseltal und ein eigener Bereich für Ahnenforscher die Historie des Kesseltales und seiner näheren Umgebung.

Hinzu kommt eine umfangreiche Sammlung von Fotos, Postkarten und Sterbebildern, die alleine mehr als 70 Ordner umfasst. Ergänzt werden die Schrift- und Bildersammlungen durch fünf Vitrinen, in denen unter anderem alte Bücher, Münzen und Geldscheine, ehemalige Stempel aus Bissingen und den Ortsteilen, aber auch Hinterlassenschaften aus dem Dreißigjährigen Krieg und der Schlacht von 1704 zu besichtigen sind.

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Immer wieder ein „Hingucker“ sind der alte Kirchenspieß von Bissingen oder die Dokumentation der Baupläne einer Eisenbahn durch das Kesseltal. Die drei Archivbetreuer Helmut Herreiner, Nikolaus Keis und Simon Knaus hatten alle Hände voll zu tun, die Anfragen der vielen interessierten Besucher zu beantworten.

Die Mehrzahl von ihnen stammte aus dem unteren und dem oberen Kesseltal und interessierte sich unter anderem für die Feld- und Wegkreuze, die Bauten des Sebastian Schertlin in Bissingen und Oberringingen, die Geschichte einzelner Gehöfte und Ortsteile, für die Historie des örtlichen Handwerks oder auch für die Kirchenbauten im Kesseltal. Es hatten aber auch eine Reihe auswärtiger Besucher aus Orten wie Wörnitzstein, Rohrbach, Erlingshofen oder Zöschingen den Weg ins Bissinger Archiv gefunden, die sich informieren wollten.

Für diejenigen, die in Sachen Ahnenforschung nähere Fragen hatten, waren Nikolaus Keis und Maria Hurler kompetente Ansprechpartner. Auf großes Interesse stießen auch die alten Fotos, die Anton Meyer aus Diemantstein auf seinem i-Pad in digitaler Form mitgebracht hatte und die er dem Archiv ebenfalls zur Verfügung stellen wird. Ihm galt der Dank von Archivpfleger Helmut Herreiner und von Bürgermeister Michael Holzinger ebenso wie allen Personen, die den Bestand des Gemeindearchivs schätzen und immer wieder erweitern. (pm)

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