Newsticker

Bayern: Rund 50.000 Reisende lassen sich freiwillig auf Corona testen
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Gemeinderat Bissingen: Neue Fotovoltaik-Anlage?

Bissingen

25.06.2020

Gemeinderat Bissingen: Neue Fotovoltaik-Anlage?

Wo soll die neue Fotovoltaik-Anlage in Bissingen hin?
Bild: womue, Adobe Stock, Symbolbild

In Bissingen geht es um die Frage, wo die Anlage entstehen soll.

Im Bissinger Gemeinderat stellte Johannes Strasser die Möglichkeit vor, auf landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten Freiflächen-Fotovoltaikanlagen zu errichten. „Vor 2017 war es nicht möglich, auf Ackerflächen Fotovoltaikanlagen aufzustellen, aber oft ist die Sonnenstrahlung auf diesen Flächen sehr hoch“, erklärte der Gundelfinger Energiefachmann den Ratsmitgliedern. Den Beschluss hat die Bayerische Staatsregierung im Mai getroffen. Außerdem soll damit die Wasser- und Winderosion vermindert werden. Bis zu 200 Anlagen im Jahr sind ab Juli auf landwirtschaftlichen Flächen möglich. In Oberfranken und in der Oberpfalz hätten bereits viele Landwirte diese Möglichkeit ergriffen, nicht jedoch in unserer Region. Nun liege allerdings eine Anfrage aus dem Ortsteil Tuifstädt vor.

Wo soll die neue Fotovoltaik-Anlage in Bissingen hin?

Es geht um zwei Flächen, sie liegen in Schutzgebieten, Gehölze auf einer der Flächen sind als Biotope kartiert und werden nicht beeinträchtigt. So könnte eine beachtliche Anlage mit 4,7 Megawatt errichtet werden. Auf Nachfrage von Ulrich Reiner erklärte Strasser, dass lediglich fünf Hektar für diese Leistung gebraucht würden, weil in den vergangenen zwei Jahren die Module stärker geworden seien. Auch eine ehemalige Deponie auf Diemant-steiner Fläche ist im Gespräch. Und weil Strasser die Bürger mitnehmen möchte, könnte auch eine Bürgerbeteiligung angestoßen werden, wobei er eine ordentliche Rendite für die Anleger erwartet – so wie bei der Energiegenossenschaft in Bachhagel.

Die Anträge kommen in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen erneut auf die Tagesordnung. Die weiteren Themen:

Gemeinderat Bissingen: Neue Fotovoltaik-Anlage?

Erschließungsbeiträge

Wie viel die Bürger bei der Ersterschließung ihrer Straße bezahlen müssen, wird in der Erschließungsbeitragssatzung geregelt. Im Jahr 1993 wurde diese in Bissingen letztmals geändert. Nun wurde sie entsprechend der Mustersatzung des Gemeindetags der gültigen Rechtslage angepasst. Dieter Gerstetter fragte, ob die Gemeinde keine Entscheidungsmöglichkeit hätte, sondern an die Mustersatzung gebunden sei. Geschäftsführer Arne Spahr erläuterte, dass in der Rechtsprechung oft diese Satzung zitiert werde und die Gemeinde somit auf der sicheren Seite sei. Unter anderem wird künftig, wenn das Grundstück an zwei Straßen liegt, bei jeder zwei Drittel der Grundstücksfläche abgerechnet. Angepasst werden auch die Nutzungsflächen der Vollgeschosse. Wie bei der Wasser- und Abwassersatzung wird sie auf 0,25 statt 0,3 festgelegt. Flächen im Innenbereich, wo kein Bebauungsplan gilt, werden nun voll einberechnet. Vorher war eine Tiefenbegrenzung zugrunde gelegt.

Geschäftsführer geht

Dass dies eine der letzten Satzungen sei, die Geschäftsführer Arne Spahr vorbereitet hat, erklärte Bürgermeister Stephan Herreiner mit Bedauern. Aber auch mit Verständnis, weil Spahrs Arbeitsplatz in Rainau-Buch bei Ellwangen künftig näher an seiner Heimat sein wird.

Ortssprecherwahl

Die Ortssprecherwahl konnte laut Bürgermeister Herreiner bisher noch nicht durchgeführt werden, weil er noch keine rechtssichere Auskunft hat, wann, wo und wie dies erfolgen dürfe. „Ich will dabei keinen Formfehler machen“, betonte er.

Hackschnitzelbunker

Zustimmung bekamen die gestellten Bauanträge. Eine Heizzentrale mit Hackschnitzelbunker darf im Baugebiet Westfeld in Bissingen gebaut werden, auch ein Güllebehälter im Ortsteil Gaishardt.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren