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26.04.2017

Integration in Höchstädt

Bald gibt es noch ein Möbellager

Christine Schrell sagt es deutlich: „Ich hoffe nicht, dass es eine neue Welle gibt. Sonst könnten wir ein echtes Problem bekommen.“ Denn die Zahl der Menschen, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit um Flüchtlinge und Asylbewerber kümmern, nimmt ab. „Das ist ein landkreisweites Problem. Diese Aufgabe ist eine sehr aufreibende Arbeit“, so Schrell, die seit eineinhalb Jahren in der Stadtverwaltung die Fäden beim Thema Integration zusammenhält. Bei der Stadtratssitzung stellt sie die aktuellen Zahlen und Projekte vor. Demnach gibt es in Höchstädt sieben sehr aktive Asylhelfer, drei davon geben jede Woche Deutschunterricht. „Das verdient allerhöchsten Respekt. Sie überlegen sich jede Woche etwas Neues.“ Einzigartig im Landkreis sei auch der Arbeitskreis Integration, bei der sich Vertreter von Stadt, Schule und Kirche sich treffen und austauschen – „das ist Gold wert“.

Zu einem ihrer Lieblingsprojekte zählt derzeit die Idee „Rothosen United“. Höchstädts Ex-Trainer René Böhm will ein besonderes Flüchtlingsprojekt auf die Beine stellen: Er will mit ihnen auf dem Sportgelände der SSV Sport treiben. Kommen dürfe jeder, der wolle, eine Mitgliedschaft im Verein sei keine Voraussetzung. „Auch Flüchtlinge von umliegenden Gemeinden sind willkommen. Das erste Training findet am 3. Mai statt. Wir freuen uns sehr“, so Schrell. Große Freude löste auch die Nachricht aus, dass das Möbellager des BRK, das bislang in Dillingen war, künftig in Höchstädt integriert werden soll. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte das Rote Kreuz, dass das Lager in der Herzogin-Anna-Straße, im ehemaligen Schlecker-Gebäude, geplant ist.

Aktuell leben in der Gemeinschaftsunterkunft „Kohlplatte“, die vom Bezirk Schwaben betrieben wird, 34 nicht anerkannte Personen und zehn sogenannte Fehlbeleger – Flüchtlinge, die in einer Wohnung leben dürften, arbeiten gehen, aber in der Unterkunft bleiben. In den dezentralen Unterkünften sind 20 nicht anerkannte Personen und weitere neun Fehlbeleger untergebracht. 50 Flüchtlinge leben in einer eigenen Wohnung. (sb)

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