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Mitmachaktion

30.04.2019

Jetzt kann es losgehen: "Von 0 auf 6"

Werner Kraus und Rainer Gratzel sind unsere Coaches. Sie trainieren mit unserem Schweinehund-Team und machen Sie für den Wertinger Stadtlauf fit. Das Wetter ist für die beiden Laufprofis keine Ausrede.
Bild: Tanja Ferrari

Schluss mit Ausreden – der Kampf gegen den inneren Schweinehund beginnt. Gemeinsam mit der Heimatzeitung und Experten trainieren unsere Leser sechs Wochen für den Wertinger Stadtlauf. Auf was es ankommt.

Jetzt gilt es! Den ersten Schritt im Kampf gegen den inneren Schweinehund haben knapp 30 Leserinnen und Leser unserer Zeitung bereits gemacht. Die Frauen und Männer aus dem Landkreis Dillingen haben sich bei unserer Lauf-fit-Aktion angemeldet. Das „Schweinehund-Team“ ist komplett, alle Startplätze sind belegt. Nun wird geschwitzt und fleißig trainiert. Denn das Ziel ist klar: Am Samstag, 15. Juni, starten die Teilnehmer unserer Aktion mit dem Titel „Von 0 auf 6“ beim Wertinger Stadtlauf.

Und der Name ist Programm. Binnen sechs Wochen sollen es die tapferen Läufer schaffen, die Sechs-Kilometer-Strecke durch die Zusamstadt zu bewältigen. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit, sondern viel mehr auf den Wettkampfgedanken „Dabei sein ist alles“ an. Professionelle Unterstützung bekommt unser Team dabei von den Lauftrainern Werner Kraus und Rainer Gratzel sowie bei medizinischen Fragen von dem Lauinger Sportarzt Harry Boehm.

Warum die ausgesuchte Strecke sich besonders gut eignet

Ab jetzt wird wöchentlich gemeinsam trainiert. Entlang der Donau in Dillingen sollen die Teilnehmer fit gemacht werden. Werner Kraus erklärt, warum die Strecke dafür perfekt ist. „Die Strecke ist gut, weil sie keine Unebenheiten hat.“ Ein weiterer Vorteil der Route sei, dass sie im Abstand von 200 Metern Schilder habe, um die zurückgelegte Distanz anzuzeigen, erzählt der 69-Jährige. Damit es nicht gleich nach dem ersten Lauftraining bereits Muskelkater gibt und der innere Schweinehund mit seinem Gejammer überwiegt, planen er und Gratzel auch Intervalltrainings. „Kurze Laufzeiten, lange Gehzeiten – das ist der Plan für den Anfang“, so Kraus. Auch Sportarzt Harry Boehm hält diese Vorgehensweise für richtig. „In sechs Wochen fit zu werden, ist mit dem richtigen Training ein machbares Ziel“, sagt er.

Harry Boehm
Bild: Boehm

Seit 20 Jahren läuft er selbst, erzählt der 53-Jährige. Während der beruflichen Ausbildung habe er nicht ganz so viel Zeit für den Sport gehabt, später konnte er das Laufen allerdings wieder aufnehmen. „Es gibt nur Vorteile dabei“, sagt er. Man fühle sich besser, sei leistungsfähiger und ausgeglichener. Auch die gesundheitlichen und präventiven Aspekte seien ein angenehmer Nebeneffekt.

Worauf Teilnehmer achten sollten

Dass das Laufen kein Alter kennt, gefällt auch Rainer Gratzel, der als Sportlehrer am St.-Bonaventura-Gymnasium in Dillingen unterrichtet hat. „Ich habe selbst erst mit 40 so richtig zum Laufen gefunden“, erzählt der 66-Jährige. Inzwischen sei er mit seinem Laufkollegen Kraus bestimmt schon insgesamt zwei Mal um die Welt gelaufen, wenn man alle Kilometer zusammenrechne, sagt er und muss lachen. Laufen könne jeder, egal ob jung oder alt, groß oder klein.

Solange es keine gesundheitlichen Einschränkungen gebe, sei das überhaupt kein Problem, bestätigt auch Sportarzt Boehm. „Bei einer Schwangerschaft oder Herz- und Gelenkproblemen sollte man vorher seinen Arzt kontaktieren“, rät er. Bei der Laufausstattung könnten die Teilnehmer nicht viel falsch machen, erklärt Boehm weiter. Kleidung solle vor allem nicht zu eng sein und bequem. Eine Federung sei bei den Laufschuhen von Vorteil.

Beim Laufen spielt die Wetterlage keine Rolle

Dass viele Menschen schlechtes Wetter als Ausrede benutzen würden, um nicht trainieren zu müssen, findet Werner Kraus besonders amüsant: „Beim Laufen gibt es kein schlechtes Wetter.“ Dafür gebe es multifunktionale Kleidung und den altbekannten Zwiebellook, bei dem man mehrere dünne Lagen übereinander trage. Außerdem sei der Weg an der Donau perfekt für regnerische Tage. „Die Bäume stehen so günstig, dass sie ein Dach bilden und vor Regen schützen“, erklärt Kraus und schmunzelt.

Einen Tipp, den Sportmediziner Boehm den Schweinehund-Läufern noch auf den Weg geben möchte: Auf die Ernährung achten. „Ein bis zwei Stunden vor dem Training sollten die Teilnehmer nichts mehr essen.“ Irrtümlicherweise würden viele Menschen denken, dass man mit leerem Magen nicht laufen könne, doch das sei ein Mythos. Wenn der Körper das Essen verdauen müsse, sei die Blutzirkulation nicht in den Muskeln und man werde schneller müde, so Boehm. Ansonsten soll einfach ganz normal gegessen werden, rät der Sportmediziner.

Dass die Läufer ausreichend trinken würden und vielleicht in den nächsten Wochen auf die Schokolade verzichten und stattdessen möglichst vitamin- und proteinreich essen, wäre ideal.

Lauf fit Ziel ist es, beim Wertinger Stadtlauf die Sechs-Kilometer-Runde zu schaffen. Der Stadtlauf der LG Zusam findet am Samstag, 15. Juni, ab 17.30 Uhr statt.

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