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09.02.2018

Kammermusik der Extraklasse

Das Ludwig-Hornung-Ensemble tritt in Dillingen auf

Der Kulturring Dillingen veranstaltet am Samstag, 17. Februar, um 20 Uhr im Festsaal des Schlosses ein bemerkenswertes Konzert. Musiker der Augsburger Philharmoniker und der Dillinger Orchestervereinigung treten erstmals in einer neu gebildeten Kammermusikgruppe auf. Das Ludwig-Hornung-Ensemble spielt dabei ein erlesenes Programm mit selten zu hörenden hochkarätigen Werken der Kammermusik des 19. und 20. Jahrhunderts.

Quasi als Nachklang zur Karnevalszeit gilt der Tango für Streichquintett und Klavier des zeitgenössischen argentinischen Komponisten Ezequiel Diz. Dieser hat über das Internet Kenntnis darüber erhalten, dass sein „Allegro Tanguero“ in Dillingen aufgeführt wird und globale Verbindung mit Ludwig Hornung aufgenommen. Der verdienstvolle Dirigent der Dillinger Orchestervereinigung wirkt beim Kammermusikabend sowohl als Primarius an der Violine wie auch an der Viola mit.

Dank seiner Tätigkeit als Konzertmeister bei den Augsburger Philharmonikern konnte Ludwig Hornung mit René Corrêa (Cello) und Herbert Engstler (Kontrabass) weitere Orchestermusiker für das neue Ensemble begeistern. Die beiden Violinistinnen Kirsten Oppenauer und Cornelia Rauch-Ernst stammen aus der Dillinger Orchestervereinigung wie auch der Zweite Vorsitzende Günther Englert am Klavier.

Der künstlerische Leiter Ludwig Hornung weiß, welch große Musikalität im Dillinger Pianisten steckt. Schon mehrmals hat Englert mit profunder Werktreue, elegantem Anschlag und technischer Brillanz auch in kleiner Besetzung überzeugt. Seine Begleitkunst mit Instrumental- und Vokalsolisten wird von diesen hoch gerühmt. Deshalb konnte Hornung keinen besseren regionalen Klavierspieler finden für das Klaviertrio H-Dur op.8 von Johannes Brahms. Das Jugendwerk des Komponisten hat dieser im Alter nochmals aufgegriffen und stark überarbeitet. Es ist ein kraftvolles Werk mit volksliedhafter Melodik, lyrischem Ausdruck und optimistischem Finale.

Erstmals in Dillingen zu hören ist das Klavierquintett „Owl“ (Eule) von Stefan Schäfer, das der Komponist als Auftragsarbeit für die Stadt Qickborn 2006 geschaffen hat. Der in Ulm geborene Solobassist bei den Hamburger Philharmonikern hat sich von der Eule im Stadtwappen inspirieren lassen und mit dem Quintett eine Musik fern jeder sterilen Atonalität entwickelt, die durch die Bereiche Klassik, Jazz und Pop „swingt“. Die versierten Musiker garantieren mit Ensemblegeist, Leidenschaft und Poesie eine herausragende Aufführung. (gw)

für die Veranstaltung gibt es im Bürgerbüro der Stadt Dillingen, im Internet und an der Abendkasse.

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