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Konzert

26.02.2018

Musik mit Leidenschaft, Melancholie und Temperament

Maria Christina Furtado und Band bei ihrem äußerst hörenswerten Konzert „Latin Heart“ im Schlosskeller von Höchstädt.
Bild: Horst von Weitershausen

Maria Christina Furtado und Band verwandeln den Höchstädter Schlosskeller in eine Latin-Heart-Bar

Trotz der Entfernung von mehr als 9500 Kilometern in ihre Heimatstadt Cali in Kolumbien feierte Maria Christina Hurtado nach den Worten von Moderatorin Barbara Sagel mit ihrer Band im Schlosskeller von Höchstädt ein Heimspiel. Ein Heimspiel, weil die gebürtige Kolumbianerin mittlerweile in Höchstädt lebt, dabei jedoch weiterhin die Musik ihrer lateinamerikanischen Heimat im Blut hat. Musik, die auch bei ihrem Konzert „Latin Heart“ im ausverkauften Schlosskeller von Höchstädt den Besuchern unter die Haut ging.

Allein schon der Konzerteinstieg mit dem Swing-Song „Fly me to the moon“ sorgte beim Publikum sofort für gute Stimmung, die bei den mit großer musikalischer Leidenschaft vorgetragenen Songs der neuesten CD „Siempre Brilla el Sol“, zu Deutsch „Immer scheint die Sonne“, noch gesteigert wird. Dabei wechseln sich in ihren Liedern und Texten südamerikanisches Temperament und Melancholie als Hommage an ihre kolumbianische Heimat ab. Hier zeigt sich das „Latin Heart“, das Maria Christina Furtado seit ihrem Studium der Musikpädagogik in der südamerikanischen Heimat nicht mehr losgelassen hat. Einfühlsam und nuancenreich sind ihre Kompositionen, in denen sie spanische und südamerikanische Musikkulturen verbindet. Eine Mischung aus Latin-Jazz, Bossa nova, Salsa Music, Flamenco und Rumba erfüllt dabei den Schlosskeller, wodurch sich auch eine besondere Atmosphäre der leidenschaftlichen südamerikanischen Melancholie unter den Besuchern breitmachte.

Und wenn die Band nach dem einfühlsamen „Lluiva de Abril“ (frischer Aprilregen) sowie dem Song mit dem deutschen Text „Die innere Stimme“ von Maria Christina Furtado Ritchie Valens Ohrwurm „La Bamba“ anstimmt, dann wechselt die Stimmung wieder in die sprichwörtliche Fröhlichkeit einer spanischen Tapas-Bar und macht sich im Kellergewölbe breit.

Zu loben ist in diesem Zusammenhang nicht nur der Gesang von Maria Christina Hurtado, sondern auch ihr Können an Gitarre und Keyboard. Vervollständigt von ihrer großartigen Band mit Florian Schmaler an Saxofon, Klarinette und Querflöte, Thomas Höpfner (Drums) und Holger Havlin (Bass) sowie Barbara Sagel, die neben ihrer Moderation auch als Background-Sängerin fungiert. Nicht zu vergessen Tontechniker Rainer Basan, der den Latin-Heart-Sound hervorragend in das Kellergewölbe zauberte.

Vom Publikum wurde jedenfalls die lateinamerikanische Seele verstanden. Diese Seele aus Revolution, Melancholie, Temperament, Leidenschaft und Lebensfreude. Maria Christina Furtado und Band präsentierten diese mit Stolz und Freude ihrem Höchstädter Publikum, und ohne Zugaben kamen sie nicht von der Bühne. Lang anhaltender Beifall für dieses „Latin-Heart“ Konzert.

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