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Lauingen

12.01.2020

Narrensprung: In Lauingen sind die Hexen los

Rund 2500 Hästräger sorgen beim Narrensprung für gute Laune. Eine neue Lauinger Maskengruppe feiert Premiere.

Die einen schnalzen mit ihren Peitschen und Ruten durch die Luft, die anderen stibitzen jungen Besuchern ihre Mützen und seifen sie mit Konfetti ein: Traditionell leitete der Narrensprung am gestrigen Sonntag die Fastnacht in der Region ein. Den Besuchern bot sich am Nachmittag ein buntes Spektakel.

Gekommen waren heuer rund 2500 Teilnehmer verteilt auf 56 Gruppen. Da wurden Hästräger in Baumwipfeln durch die Stadt gefahren und drei- bis vierstöckige Pyramiden vor dem Rathaus gebaut. Figuren wie die der Ulmer Donauhexen, erklärte Zunftmeister Alexander Wild, seien besonders schwierig: „Durch die Masken können die Hästräger nicht sehr viel sehen“, sagte er. Deshalb erfordere eine solche Figur viel Übung.

Beim Narrensprung in Lauingen gab es gleich zwei Besonderheiten

Gleich zwei Besonderheiten gab es beim Narrensprung in diesem Jahr: Zum ersten Mal wurden die Lauinger Hexen von ihrer neuen Maskengruppe, den Frühlingsnarren, unterstützt. Noch ist diese mit vier Hästrägern zwar relativ klein, vielen Besuchern sagte die neue Gruppe aber zu.

Narrensprung: In Lauingen sind die Hexen los

Und auch das war heuer anders als in den vergangenen Jahren: Die Hexen, Teufel, Bären und Füchse mit rot leuchtenden Augen stammten nicht wie sonst aus Schwaben, dem nahen Baden-Württemberg und dem Allgäu. Viele Hästräger kamen von noch weiter her. Angekündigt wurden sie so: „Heuer haben wir fast internationale Gäste dabei.“ Die Narren kamen etwa aus Ostbayern oder dem Main-Neckar-Gebiet nach Lauingen, um das 70-jährige Bestehen des örtlichen Faschings und 40 Jahre Lauinger Hexe zu feiern.

Bilder vom Narrensprung 2020 in Lauingen
33 Bilder
Bilder: In Lauingen sind die Narren los
Bild: Jonathan Mayer

Für die richtige Stimmung sorgten nicht nur Konfetti und Süßigkeiten. Die 56 verschiedenen Faschingsgruppen liefen auch mit viel Getöse, eigenwilligen Einlagen und traditionellen Schlachtrufen durch die Innenstadt. Die einen etwa riefen: „Strumpfkapp Ahoi!“, die anderen brüllten: „Luag it so – gang zua!“

Aber auch die musikalische Umrahmung durfte nicht fehlen: Neben dem Lauinger Bürgerwehrspielmannszug und der Fanfare Brass Band verwandelten etwa die Günzburger Blechbätsch’r Lauingen am Sonntag in eine Faschingshochburg.

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