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Dillingen

11.05.2018

Projekt Golfturnier: Aller Anfang war aufregend

Redakteur Andreas Schopf beim DZ/WZ-Turnier zugunsten der Kartei der Not.
Bild: Karl Aumiller

Nach sechs Wochen Crashkurs spielt unser Redakteur sein erstes Golfturnier. Dabei lernt er schnell die Tücken der Sportart kennen – gerade im Sandbunker.

Da stehe ich also. Der erste Abschlag bei meinem ersten Turnier. Und ganz viele Gedanken gehen durch den Kopf. Vor sechs Wochen das erste Mal einen Golfschläger in die Hand genommen. Die Platzreife absolviert, im Training fast 1000 Bälle geschlagen. Und am Abend zuvor eine solide Generalprobe, von der ich mich jetzt, in diesem Moment, genau an einen Satz meines Trainers Markus Grimminger erinnern kann: „Glaube nicht, dass das im Turnier genau so klappen wird.“

Offenbar sieht man mir an, dass ich unaufgeräumt bin. „Nicht so viel nachdenken“, sagt Anna Sieglinde Grimminger, die Mutter meines Trainers und in meinem „Flight“ eingeteilt, also meiner Gruppe, bevor ich mir den Auftakt-Ball bereitlege. „Einfach machen.“

Meine Taktik für das DZ/WZ-Turnier: Weniger ausholen, dafür sicherer treffen, gerade am Anfang. Das klappt. Ich erwische den ersten Ball, er fliegt zumindest ein Stück, und die erste Anspannung fällt ab.

Es läuft zunächst so, wie ich es mir erhofft hatte. An den ersten vier Löchern sammle ich einige Punkte. Dann kommt das fünfte Loch – und ein erstes Tief. Der Ball will einfach nicht in der Nähe des Ziels liegen bleiben. Neun Schläge brauche ich insgesamt, das gibt keine Punkte. Ich versuche mich neu zu fokussieren. An den nächsten beiden Löchern brauche ich jetzt wieder nur fünf Schläge. So könnte es weitergehen, denke ich mir. Aber am achten und vorletzten Loch ist erneut der Wurm drin. Erst landet der Ball im Aus, dann im Sandbunker. Von dort bekomme ich ihn nicht mehr heraus. Wieder keine Punkte.

Mir wird bewusst, wie sehr ich mich in diesem Moment ärgere. Meine Teilnahme am Turnier ist nur ein Experiment, ohne ernsthaften Anspruch. Aber irgendwie hat mich trotzdem der Ehrgeiz gepackt. Ich gebe noch einmal alles und schaffe zum Abschluss erneut fünf Schläge. Das war es. Mit insgesamt 54 Schlägen kann ich mein Handicap zwar nicht verbessern, aber zumindest bestätigen. In der Netto-Klassenwertung lande ich auf Platz 16.

Kaum ist der letzte Ball im Loch, kommt ein bisschen Wehmut auf. Die vergangenen Wochen einschließlich des Turniers waren etwas Besonderes. Ich habe spannende Eindrücke auf dem Platz gesammelt, den Reiz der Sportart Golf kennengelernt, dazu nette und hilfsbereite Menschen. Ob ich weitermache mit dem Golf? Keine Ahnung. Spaß gemacht hat es auf alle Fälle. Und es ging um eine gute Sache.

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11.05.2018

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