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Höchstädt

10.02.2019

SSV Höchstädt: Wenn geistlich auf sportlich trifft

Daniel Ertl (links) und Wolfram Schrimpf bei der SSV Höchstädt.
Bild: Filzinger

Bei der SSV Höchstädt werden wichtige Ehrungen vorgenommen und es gibt einen wichtigen Appell.

Es war ein Abend voller Emotionen. Bei dem eine Person im Mittelpunkt stand: Josef Weiß. Der langjährige Sportförderer und maßgebliche Mitwirkende des Projekts Zukunft der SSV Höchstädt ist kurz vor dem ersten Ehrenamtsabend „seines“ Sportvereins in der Kim-Halle gestorben. Alle Anwesenden, allen voran Vorsitzender Jakob Kehrle, gedachten ihm und würdigten seine ehrenamtliche Arbeit über Jahrzehnte (lesen Sie hier einen Nachruf zu Josef Weiß). Er wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt – ebenso wie der Höchstädter Unternehmer Rudolf Kimmerle.

SSV Höchstädt: Josef Weiß und Rudolf Kimmerle werden Ehrenmitglied

In seiner Laudatio dankte Kehrle Kimmerle nicht nur für seine große finanzielle Förderung, sondern für die fachliche und tatkräftige Unterstützung in allen Bereichen. „Ohne dich wäre die größte ehrenamtliche Sportbaustelle zum Erliegen gekommen. Du hast uns mit deinem Engagement wieder unsere Zukunft gegeben, du hast unsere 55000 freiwilligen Arbeitsstunden und unser nun zehneinhalb Jahre andauerndes ehrenamtliches und finanzielles Engagement in und für die Stadt mit den Ortsteilen und ihre Bürger wieder ins rechte Licht gerückt. Nun gehen wir mit dir in die letzte Phase der dringend notwendigen Fertigstellung“, so Kehrle.

Die Vereinsreferentin der Stadt Höchstädt, Eva Graf-Friedel, dankte den vielen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit im Verein. Sie freut sich auf die angestrebte Fertigstellung des Projekts und animierte die jungen Mitglieder, sich im Vereinsleben zu engagieren. Bevor Kehrle zum nächsten Programmpunkt mit den Impulsvorträgen der beiden Höchstädter Pfarrer überleitete, dankte er dem Bläserquintett des Musikvereins Donauklang für die glänzende musikalische Untermalung des Abends.

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Zudem gab es noch einen besonderen Dank an den Pächter der vereinseigenen Pfalz-Neuburg-Stub‘n Maxim Karle, Inhaber des gleichnamigen Steinheimer Baugeschäfts Karle, für die kostenfreie Verpflegung der Veranstaltung. In seinem Vortrag ging Pfarrer Daniel Ertl auf die Bedeutung von Sport, Kultur und Religion in der Gesellschaft ein. „Es gibt zweckmäßigere Arbeiten als Sport zu treiben, er ist daher ursprünglich nicht sinnvoll. Sport, Kultur und auch die Religion schaffen aber zweckfreie Räume und dies ist gut so. Sie bilden einen Mehrwert für uns und die Menschen schlechthin.“

Projekt besteht nicht nur aus Zahlen

Pfarrer Wolfram Andreas Schrimpf sagte zum Projekt Zukunft, dass so ein Projekt nicht nur aus Zahlen bestehe, sondern eine Vision zugrunde liege. Sport ist ein Ort, wo Gemeinschaften leben und diese Vision benötigt Kraft, welche er den SSV-Mitgliedern wünsche und mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry untermalte: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.“

Die sportlichen Akzente setzten nach Anmoderation von Jugendleiterin Miriam Kehrle die Leistungsturnerinnen der SSV und die beiden Gewichtheber Dominik Kerimow und Elizabeth Zidek mit ihrem Trainer Lothar Ebermann. Der Abschluss der Vorführungen waren dann der Tanzsportabteilung Rock-’n‘-Roll und Boogie Woogie vorbehalten, wobei die United‘s mit einer Premiere ihren diesjährigen Meisterschaftstanz vorführten und die Boogie-Woogie-Paare einen tollen Schlusspunkt setzten.

Bei der von Gerald Maneth erstellten Präsentation der Höhepunkte des Vereins konnten die Anwesenden die Aktivitäten des vergangenen Jahres der Abteilungen Revue passieren lassen. In seinen Schlussworten gab Vorsitzender Kehrle bekannt, dass er im Dezember 2018 im Namen der SSV Höchstädt den Fertigstellungsantrag zum Projekt Zukunft Bürgermeister Gerrit Maneth übergeben hat. Kehrle betonte die „absolute Notwendigkeit“ der Umsetzung des letzten Bauabschnitts, welcher zur „dringenden Umsetzung des Sportkonzeptes der SSV Höchstädt“ benötigt wird.

SSV hofft auf positive Entscheidung des Stadtrats

Das Sportkonzept, welches vom Bayerischen Landessportverband immens unterstützt werde, spiegele sich deutlich in der Anforderung und Nachfrage nach Gesundheits-, Fitness-, Kursangebots-, Reha- und Medizinsport in Höchstädt und Umgebung. Ein zukunftsfähiges, auf die Bevölkerung mit allen Altersklassen abgestimmtes Sport- und Freizeitangebot in Höchstädt, sei nur mit „der Fertigstellung des Projekts Zukunft“ möglich. Die SSV hoffe auf eine positive Entscheidung des Stadtrats, heißt es in der Pressemitteilung. (sb, jfi)

Lesen Sie dazu auch: Höchstädt trauert um Josef Weiß

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