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CD-Präsentation

28.06.2011

Sarah Straub: Sag’, was du vermisst …“

Vor einem originellen Bühnenbild trat Sarah Straub mit Band im Dillinger Stadtsaal zur Präsentation ihrer CD „Say what you’re missing“ auf.
Bild: Foto: Mayer

Pop-Konzert im Dillinger Stadtsaal

Dillingen Am Freitag vollendete Sarah Straub zusammen mit ihrer Band die Produktion ihrer ersten CD. In einem zweistündigen Konzert stellte sie das Album „Say what you’re missing“ im Dillinger Stadtsaal vor. Hierbei war eine Vielfalt an verschiedenen Stilen wie etwa Rock, Pop, Jazz oder Soul geboten, sodass man diese CD eigentlich nicht eindeutig zuordnen konnte. Doch laut Aussage von mehreren Bandmitgliedern sei sie hauptsächlich im Bereich Pop anzusiedeln.

Saal war restlos ausverkauft

Nachdem der restlos ausverkaufte Saal verdunkelt worden war, begann das Konzert mit einem nahezu musikalisch „heroischen“ Einzug, wie man es normalerweise von Einzügen der Boxer in den Kampfring vor einem Boxkampf kennt. Währenddessen kam Sarah Straub zunächst alleine auf die Bühne und begann das Konzert mit vier solistisch gesungenen und selbst am Klavier begleiteten Liedern.

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Am Anfang hielt sie den Ball zunächst flach, und brillierte schon zu Beginn des Konzerts mit eher ruhigen und bedachten Balladen. Hierbei konnte sie ihre Stimme voll und ganz entfalten und zeigen, dass sie einen sehr vollen Stimmklang, kombiniert mit einer äußerst sauberen Intonation, besitzt. Auch die schwierigen Blue Notes und weitere Verzierungen waren für die Sängerin kein Problem. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache von Sarah Straub, in der sie – wie sie selbst zugab – verständlicherweise ziemlich nervös war, folgte auf einer Leinwand eine Videopräsentation, die man sozusagen als „Making of“ der CD-Produktion verstehen konnte:

Produktion dauerte sieben Monate lang

Die Produktion dauerte sieben Monate lang (mehr als 400 Arbeitsstunden), in denen die sechsköpfige Band zwölf Songs aufnahm. Nach der Pause sang Sarah Straub nur noch zusammen mit der Band und verließ den Stil, den sie in der ersten Hälfte an den Tag legte. Denn nun kamen die Musiker bei Rock und Soul an. Aber nicht nur das Singen und Klavierspielen beherrschte sie; in der zweiten Hälfte des Konzerts gab sie noch ein gekonntes Saxofonsolo zum Besten! Auch eine Cellistin verfeinerte den rockigen Sound später mit dezenten Streicherklängen.

Bei den ausschließlich englischsprachigen Songs handelt es sich um selbst geschriebene Musik der 24-jährigen Psychologie-Doktorandin. Seit Sarah Straub zwölf Jahre alt ist, schreibt sie selbst Stücke und steht auch seitdem regelmäßig auf der Bühne. Ursprünglich wurden die Titel nur für Klavier und Gesang notiert. „Mit der Zeit ergibt sich dann in der Regel ein passendes Bandarrangement“, so Sarah Straub. Außerdem wollte sie keine „Teenie-Musik“ schreiben, sondern eher Musik für alle Altersklassen, was ihr durchaus gelungen ist: Das Publikum war breit gefächert; angefangen von zwölfjährigen Fans bis hin zu über 60-jährigen Musikbegeisterten. Produziert wurde die CD von der Medienproduktionsfirma „CreativeJam“, die auch das Konzert organisierte, da der Gitarrist der Band gleichzeitig einer der Produzierenden war. Auf den Titel kam Sarah Straub mit dem Hintergedanken, eigentlich alle Wünsche des Publikums mit der CD erfüllt zu haben; alle Gebiete wären bereits abgedeckt und der Titel, der übersetzt lautet „Sag’, was du vermisst!“, soll das Publikum indirekt zur offenen Kritik anregen, wenn noch weitere Wünsche offenstünden.

In Bezug auf den Titel wurde auch das Bühnenbild entsprechend gestaltet: Das Motto waren Puzzleteile, die teils schon zusammengesetzt waren und teils noch lose herumlagen. Die Lücken in dem angefangenen Puzzle symbolisierten dabei eben das, was noch fehlen könnte.

Mit drei Zugaben bravourös beendet

Zusammenfassend war dieses Konzert, das mit drei Zugaben beendet wurde, ein durchaus gelungener Auftakt einer beginnenden Karriere. Die junge Sängerin meisterte ihr erstes Konzert dieser Größenordnung mit Bravour und begeisterte ihr Publikum mit einer sehr sicheren Live-Performance.

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