Newsticker

Österreich verhängt Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten von 7. Dezember bis 10. Januar
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Sonderheimer wollen auch ein neues Feuerwehrauto

Sonderheim

09.11.2018

Sonderheimer wollen auch ein neues Feuerwehrauto

Die Anschaffung eines solchen oder ähnlichen neuen Feuerwehrfahrzeugs, wie es etwa die Oberbechinger Floriansjünger haben, fordert die Sonderheimer Wehr von der Stadt Höchstädt.
Bild: Horst von Weitershausen

Doch die Stadt hat keine finanziellen Mittel, und Rathauschef Gerrit Maneth hat auch eine andere Meinung. Außerdem fehlt es an Bauplätzen im Ort.

„Warum hat die Stadt kein Geld für ein neues Feuerwehrfahrzeug?“ Diese Frage stellte einer von den rund zehn anwesenden Feuerwehrleuten bei der Bürgerversammlung im Gasthof Zur alten Donau in Sonderheim. Er sei empört darüber, dass über 100000 Euro für einen Wanderweg um das Schloss ausgegeben werden sollen, doch für ein neues Einsatzfahrzeug der Sonderheimer Feuerwehr die Finanzen fehlen würden – obwohl dies eine Pflichtaufgabe der Stadt sei. Bürgermeister Gerrit Maneth verwies auf seine vorausgegangene Antwort an Kommandant Andreas Pollity, dass nach Rücksprache mit Kreisbrandrat Frank Schmidt und Höchstädts Kommandanten Stephan Karg die Anschaffung eines gut erhaltenen gebrauchten Fahrzeugs für die Sonderheimer Wehr ausreiche. Für ein neues Fahrzeug fehlten der Stadt einfach die Mittel, so der Rathauschef.

Verein und Feuerwehr bestehen auf Anschaffung eines neuen Fahrzeuges

Vereinsvorsitzender Friedrich Linder sagte dazu, dass Verein und aktive Sonderheimer Feuerwehr auf der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs bestehen. Denn bei einem gebrauchten Fahrzeug könne man sich nie sicher sein, welche versteckten Mängel früher oder später auftreten werden. „Darüber muss der Stadtrat endgültig entscheiden“, sagte Gerrit Maneth, fügte jedoch nochmals hinzu, seiner Meinung nach reiche ein gut erhaltenes gebrauchtes Fahrzeug vollkommen aus.

Im weiteren Verlauf der Bürgerversammlung wurde das vom Bürgermeister in seinem Vortrag angesprochene Problem eines Baugebiets in Sonderheim thematisiert. Hier müsse sich die Stadt einfach besser um die Beschaffung von Bauplätzen bemühen, hieß es aus dem Kreis der rund 30 Versammlungsbesucher. „Die Problematik liegt bei den Grundstückseigentümern“, sagte der Bürgermeister. An denen hätten sich bereits seine drei Vorgänger im Bürgermeisteramt die Zähne ausgebissen, keiner habe Flächen verkaufen oder tauschen wollen. „Dies stimmt nicht“, meldete sich Rupert Lippert zu Wort. Er sei bereits seit über 20 Jahren bereit, mit der Stadt über Flächen für ein Baugebiet zu verhandeln, doch seien bei seinen Vorgängern die Gespräche immer ohne Ergebnisse abgebrochen worden. Ich werde diese Vorgänge prüfen und mich gegebenenfalls bei ihnen melden, versprach Rathauschef Maneth. In diesem Zusammenhang meldete sich Ortssprecherin Anett Jung zu Wort. „Es geht einfach nicht weiter so, noch mehr Flächen aus der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung herauszunehmen“, sagte sie auch in ihrer Funktion als Kreisbäuerin. Vielmehr sollte auch in Sonderheim die Förderinitiative der Bayerischen Staatsregierung „Innen statt Außen“ im Rahmen der Städtebauförderung Anwendung finden und somit für Bauplätze innerhalb von Sonderheim sorgen.

Sonderheim: Die Geschwindigkeit soll gedrosselt werden

Ein weiteres Thema war die Anregung aus dem Zuhörerkreis, an beiden Ortseinfahrten der Kreisstraße jeweils eine Insel wie beispielsweise in Deisenhofen zu errichten, um die Geschwindigkeit des Verkehrs zu drosseln. Gerrit Maneth versprach, diese Anregung dem Stadtrat vorzulegen.

Begonnen hatte der Bürgermeister seinen Vortrag mit der Einwohnerentwicklung. Demnach lebten, Stand 1. Oktober des Jahres, 219 Einwohner in Sonderheim. Nach einem Blick auf das laufende Haushaltsjahr und die Finanzen wurden von Gerrit Maneth Maßnahmen in Sonderheim angesprochen. So sei die Dorferneuerung, von 2002 bis 2008 durchgeführt, endgültig abgeschlossen worden und an der Jordanbrücke müsse ein neues, höheres Geländer angebracht werden.

Lesen Sie auch: B16: Deisenhofen lässt nicht locker

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren