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Höchstädt

22.05.2019

Teure Toiletten und laute Straße: Das beschäftigt die Stadt Höchstädt

Die Mitglieder des Hauptverwaltungs- und Grundstücksausschusses der Stadt Höchstädt haben sich unter anderem mit dem Lärm an der Bushaltestelle Schwennenbach beschäftigt.
Bild: Stadt

Der Belag in Sonderheim, zu viel Lärm an der Haltestelle Schwennenbach und eine Allee im Höchstädter Stadtpark: Was sich ändert.

Mehr als drei Stunden haben die Mitglieder des Hauptverwaltungs- und Grundstücksausschusses der Stadt Höchstädt am Montagabend getagt. Bürgermeister Gerrit Maneth teilte nach der Sitzung die Beschlüsse mit.

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Adolph-Kolping-Kita Zwei Jahre gab es in der Kindertagesstätte eine integrative Gruppe, kurz I-Gruppe. Fünf Kinder, die integrative Unterstützung brauchten, waren in der Einrichtung untergebracht. Dafür gab es eine Zusatzkraft. Nun hat der Ausschuss beschlossen, dass diese Zusatzkraft künftig nicht mehr eingeplant wird, die I-Gruppe damit nicht mehr besteht. „Aufgrund der hohen Anmeldezahlen in allen Kindergarten mussten wir überlegen, wie wir alle Kinder unterbekommen. Das geht nur, wenn wir keine extra I-Gruppe mehr machen“, so Maneth. Denn pro Gruppe sind 25 Kinder zugelassen, ein integratives Kind zählt doppelt. Weil künftig weniger „I-Kinder“ in Adolph Kolping sind, rentiert sich laut Maneth keine extra Gruppe. „Dafür teilen wir die I-Kinder in den Regelgruppen auf. So kriegen wir alle Kinder unter und die Einzelintegration, wie sie auch in Don Bosco stattfindet, ist trotzdem gewährleistet“.

Sonderheimer Straße Der Belag ist zu laut. Der Streit um die Kreisstraße ist hochgekocht, weil sowohl der ehemalige Stadtrat Karlheinz Hitzler als auch die amtierende Rätin Annett Jung unterschiedliche Umfragen in dem kleinen Stadtteil unternommen haben. Hinzu kamen Anregungen aus der Bürgerversammlung. Maneth: „Die meisten Themen waren schon zur Prüfung beim Landratsamt, nun haben wir ein Ergebnis.“

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Dieses wurde am Montag besprochen. Demnach sei aus Sicht des Landkreises alles nach entsprechender Norm erfolgt. Wenn die Stadt einen neuen Straßenbelag wünsche, dann müsse sie diesen selbst zahlen. „Das ist für uns so nicht hinnehmbar“, sagte Maneth nach der Sitzung. Deshalb habe man entschieden, dass er mit Rätin Jung im persönlichen Gespräch mit Landrat Leo Schrell einen Antrag abgeben will. „Wenn wir einen anderen Belag bekommen, sind die Themen wie Verkehrsinsel oder Tempo 30 vermutlich hinfällig“, so der Bürgermeister. Davon abgesehen, seien diese beide Maßnahmen ebenfalls vom Landkreis abgelehnt worden.

Bushaltestelle Schwennenbach Anwohner haben sich beschwert, dass es an der Haltstelle oft zu laut sei. Nicht nur wegen der Schulkinder, sondern auch, weil Jugendliche sich dort abends aufhalten, erläutert Maneth. „Wir sind so verblieben, dass wir an der Haltestelle einen Hinweis anbringen, dass auf die Anwohner Rücksicht genommen werden soll. Außerdem wollen wir ein Anschreiben an die Vereine machen, dass sie diese Infos weitergeben“, so der Bürgermeister.

Stadtpark Höchstädt Damit die Liebe Wurzeln schlägt – so wird oftmals ein sogenannter Hochzeitshain bezeichnet. Und den könnte es bald im Stadtpark Höchstädt geben. Die Ausschussmitglieder folgen damit dem Wunsch der Bürger. „Uns war wichtig, dass es für die Stadt kostenneutral gestaltet wird“, so Maneth. Das Bauamt erarbeite nun ein Konzept, wie eine mögliche Baumallee aussehen könnte, welche Kosten auf die Paare zukommen und welche Baumarten sich dafür eignen.

Komposttoiletten „Müssen – aber ökologisch. Stille Örtchen zwischen Donau, Iller und Alb“ lautet ein Leader-Projekt über das die Höchstädter abstimmten. Doch die angebotenen Komposttoiletten waren dem Ausschuss zu teuer: 3200 Euro für ein Häuschen für zwei Jahre, ab dem dritten Jahr kommen Kosten für Wartung und Unterhalt dazu. Zum Vergleich: Aktuell hat die Stadt Höchstädt vier mobile Toilettenhäuschen – eines kostet im Jahr 400 Euro. Mit allem drum und dran. „Wir bleiben dabei und haben gleich beschlossen, ein Häuschen abzuschaffen“, so Maneth.

Falschparker sollen künftig, speziell in der Herzogin-Anna-Straße, mehr kontrolliert werden. Zusätzlich soll ein entsprechendes Schreiben der Stadt verfasst werden, das gegebenenfalls an die Windschutzscheibe kommt.

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