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Donauside-Festival in Dillingen

22.06.2017

Von Indie bis Folkrock - mitten im Dillinger Schlosshof

Mainfelt.
4 Bilder
Mainfelt.
Bild: Joe Hoelzl

Der Dillinger Schlosshof wird am 22. Juli gerockt. Neue Bands mit unterschiedlichen Musikstilen laden ein zum Tanzen, Feiern und Mitsingen – da ist für jeden was dabei.

„Die Leute werden Dinge sehen, die sie entweder schon lange nicht mehr oder noch nie gesehen haben“, sagt Jakob Amr, Sänger der Band Leoniden. Die fünf Jungs der Indie-Band aus Kiel versprechen auf dem Donauside-Festival, das am 22. Juli zum zweiten Mal im Dillinger Schlosshof stattfindet, eine wilde und unterhaltsame Show. Zur Band gehören auch noch Djamin Izadi am Keyboard, Bassist JP Neumann und die Brüder Lennart und Felix an Gitarre und Schlagzeug. „Uns gibt es schon seit zehn Jahren mit wechselnder Besetzung“, erzählt der Sänger. Damals beschlossen sie auch, ihr erstes Album zu schreiben. Insgesamt saßen die Jungs zwei Jahre an ihrem Debütalbum. Jeder Song wurde von vorne bis hinten durchgekaut. Sie seien eine autonome Band, die fast alles selbst macht. Im Februar kam ihr Debütalbum „Leoniden“ raus. Seitdem ist die Band gefragt – so auch in Dillingen.

Vor jedem Auftritt seien sie immer pessimistisch und wollen, dass alles perfekt läuft. Das merkt man auch am langwierigen Entstehungsprozess ihres Albums. Jakob erzählt: „Wir wollen keine Band sein, die in fünf Jahren noch Songs von ihrem alten Album spielt, deswegen sitzen wir schon an neuen Ideen“. Die Lieder der Jungs sind teils wild, teils rockig oder gehen in Richtung Punk. „Wir haben schon einige Konzerte gespielt, aber es ist trotzdem jedes unterschiedlich und immer noch überwältigend“, findet der Sänger. Jedes Leoniden-Konzert ist anders, denn eine einheitliche Show werde irgendwann langweilig. „Damit überraschen wir uns immer wieder selber und verlieren nicht unseren Spaß an der Sache, denn das ist das Wichtigste“.

Musik begleitet auchLotte schon ihr ganzes Leben. Als kleines Kind wollte sie wie ihre große Schwester Geige spielen, aber „als ich meine erste Gitarre bekam, hab ich mich sofort verliebt und angefangen zu spielen und zu singen“. Mit etwa 13 Jahren schrieb die Sängerin und Songwriterin ihre ersten eigenen Lieder. Anfangs sang sie noch auf Englisch. „Ich hab mich hinter englischen Texten immer ein wenig versteckt“, meint Lotte. Daher beschloss die Ravensburgerin, auf Deutsch umzusteigen, um ihren Gefühlen besser Ausdruck verleihen zu können. Sie verarbeitet in ihren Liedern, was sie beschäftigt oder erlebt. „In meinem ersten Song Auf beiden Beinen geht es darum, nach vorne zu schauen. Um Freiheit, aber gleichzeitig das Bedürfnis nach Geborgenheit. Darum die Welt zu entdecken und mutig zu sein“, erklärt die Sängerin. Auch Lotte war mutig, als sie für die Musik ihr Studium abbrach. „Ich war sowieso die ganze Zeit schon so hin- und hergerissen“. Zu Beginn war Lotte, so tritt die Sängerin, die eigentlich Charlotte heißt auf, in verschiedenen Bands und hatte auch ihre eigene. „Aber irgendwann wollte ich mich einfach selbst mit Musik beschäftigen und nun stehe ich allein mit meinem Liebling – meiner Gitarre – auf der Bühne.“ Lotte freut sich schon, in Dillingen zu spielen, auf die anderen Bands und sich inspirieren zu lassen. „Auf Dillingen wartet schöne, emotionale Pop-Musik und die ganze Bandbreite an Gefühlen.“

Auf ihren Auftritt beim Donauside freut sich auch die österreichische Band Nihils aus Waidring in Tirol. „Wir haben voll Bock“, sagt Bandmitglied Thomas. Nihils gibt es schon etwa zwölf Jahre. Lange Zeit waren sie zu viert, doch seit zweieinhalb Jahren besteht die Band aus Sänger Ramon Riezouw, Florian Nothegger an der Gitarre und Drummer Thomas Lackner. „Wir sind vor allem gespannt auf die Location und freuen uns auch, die Killerpilze spielen zu sehen“, sagt Thomas. Die drei Jungs verbindet eine lange Freundschaft. Sie kennen sich seit dem Kindergarten. „Als wir die Band gegründet haben, haben wir auch zusammen die Instrumente gelernt“, erzählt der Drummer. Anfangs war es nur ein Hobby, doch daraus hat sich mehr entwickelt. Nun haben die Jungs ihr erstes Album „Perspectives“ rausgebracht. „Die Themen für unsere Songs nehmen wir aus unseren Leben raus, wie es uns gerade trifft.“ An den Liedern arbeiten sie immer gemeinsam, Sänger Ramon schreibt die Texte. Die Songs vom Album gab es schon eine Zeit lang vorher, doch seitdem sie zu dritt sind, hat sich die Arbeitsweise geändert. „Wir haben die Songs umgeschrieben und arbeiten jetzt viel mit Synthesizer“, erklärt der 27-Jährige. Beim Donauside darf sich das Publikum also auf Electro-Pop („aber doch mehr so’ne Mischung aus allem“) freuen.

Die Band Mainfelt ist am 22. Juli ebenfalls am Start. „Viele vergleichen uns mit den Mumford & Sons“, sagt Sänger und Songschreiber Patrick Strobl. Das nervt manchmal, findet der 31-Jährige. „Aber mit einer Band verglichen zu werden, die schon mehrere Grammys gewonnen hat, ist auch nicht so schlecht.“ Stilistisch lässt sich die Band aus Südtirol dem Folkrock zuordnen. Dazu darf getanzt werden, wie’s gefällt, meint Strobl. „Viele stampfen zu unserer Musik mit den Füßen.“ In Dillingen wollen die Künstler Lieder vom alten und neuen Album spielen. „Und eine Cover-Nummer.“ Mit den Killerpilzen, die zusammen mit dem Kulturring Dillingen und unserer Zeitung das Festival organisieren, steht die Band in gutem Kontakt. „Wir verstehen uns wahnsinnig gut und haben uns schon einige Male bei Konzerten getroffen.“ Ob sie mal zusammen die Bühne rocken wollen, ist nicht ausgeschlossen. „Da könnte man drüber nachdenken.“ Was ist von Mainfelt am 22. Juli zu erwarten? Strobl: „Eine energiegeladene Show und gute Laune ist garantiert.“

Beim Donauside-Festival, bei dem auch ein Teil an die Kartei der Not gespendet wird, sind auch die Hip-Hop Gruppe Silent Session und Indie-Folk Band Dude Spencer aus Lauingen dabei. Außerdem darf sich Dillingen auf die Überraschungsband Take Off Your Shirts aus Regensburg freuen. Für fette Beats sorgt „DJ Dertypmitdembart“ aus München – und selbstverständlich werden auch die Killerpilze an diesem Abend als Höhepunkt die Bühne rocken. Diese Künstler stellen wir auf unserer nächsten k!ar.text-Seite vor.

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