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Theater

30.11.2017

Von Tretminen-Entschärfern und entschiedenen Maulkorb-Gegnern

Kaminkehrermeister Rainer Schwarz leistet dem von einem Hund gebissenen Postboten Edgar Eilig erste Hilfe. Hundeliebhaberin und Ehefrau Barbara Schwarz schaut dabei ob der heruntergelassenen Hose entsetzt zu.
Bild: Horst von Weitershausen

Die Zwergbachbühne sorgt für Lachsalven beim Publikum

Sie waren gut drauf bei ihrer Premiere, die Darsteller der Zwergbachbühne Bachhagel. Mit Spielwitz und Humor wurden die Rollencharaktere im Dreiakter „Vorsicht! Bissiger Hund“ von Wolfgang Bräutigam vom gesamten Ensemble gekonnt umgesetzt.

Spielt doch die Verbreitung und Beseitigung der Hinterlassenschaften von Hunden in der Gemeinde Bachhagel ebenfalls eine tragende Rolle, was von Regisseur Ludwig Seeger mit Charme in so einigen Szenen der Aufführung geschickt eingeflochten wurde.

In der unterhaltsamen Komödie mit Vorkommnissen, die aus dem wahren Leben gegriffen sind, können sich Hundefeinde und Hundebesitzer in all ihren Facetten wie in einem vorgesetzten Spiegel wiedererkennen. Bereits mit dem Öffnen des ersten Vorhangs hat Oma Specht (Moni Graf) durch den koketten Umgang mit ihrer Vergesslichkeit die Lacher des Premierenpublikums auf ihrer Seite.

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Enkelin Heidi Schwarz (Marisa Greiner) setzt auf die Bauernschläue der Oma, denn sie soll ausgerechnet ihrem Vater, dem Kaminkehrermeister Rainer Schwarz (Nobbe Wörle), und ihrem Freund, dem Postboten Edgar Eilig (Manne Hochmüller), beibringen, dass sie sich einen Hund anschaffen wird. Denn der Kaminkehrermeister ist ein erbitterter Hundefeind, denn jedes Mal, wenn er von der Leiter steigt, sind seine Schuhe voller Hundedreck. Ebensolch liebe Mühe hat auch der Postbote mit den Vierbeinern, musste doch auf der Flucht vor Beißattacken der Hunde bereits die eine oder andere Hose von ihm Federn lassen. Als sie daraufhin zum Leidwesen des Pfarrers (Willi Pittner) und der Ehefrau des Kaminkehrers Barbara Schwarz (Steffi Schilling) sowie der Tierärztin Ingrid Heil (Evelin Brauckmann) den Verein „Die Tretminenentschärfer“gründet wird es turbulent und zugleich spaßig auf der Bühne.

Dazu sorgen Metzgermeister Heinz Semmel (Walther Höfle) und Gemeindediener Gerhard Rat (Ralf Baß) sowie die vermeintlichen Hundefängerin Elvira (Anja Leder) für von Lachsalven begleitete Situationskomik auf der Bühne. Ob es zwischen den verfeindeten Hundelagern doch noch zum Happy End kommt, wird trotz lang anhaltendem Schlussbeifall nicht verraten.

Wer neugierig ist, sollte es sich nicht nehmen lassen, die gelungene und sehenswerte Theateraufführung am Freitag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, oder Sonntag, 3. Dezember, 17.30 Uhr, zu besuchen.

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