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Wertingen

31.05.2019

Von Wertingen aus auf dem Weg zur nächsten Prüfung

Zum Abschluss stellten sich alle Studierenden mit den Lehrkräften (vorne sitzend) und Ehrengästen zum Erinnerungsfoto auf. Mit auf dem Bild Schulleiter Magnus Mayer (rechts), Dr. Cornelia Stadlmayr und Semesterleiterin Monika Weber (sitzend Vierte und Fünfte von links).
Bild: Brigitte Bunk

18 Frauen haben an der Wertinger Landwirtschaftsschule neben Familie und Beruf eine umfassende hauswirtschaftliche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Mit besten Voraussetzungen gehen die 18 Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung in den nächsten Wochen in die staatliche Hauswirtschaftsprüfung. Immerhin – wie Schulleiter Magnus Mayer lobend erwähnte – haben alle Studierenden der Abteilung Hauswirtschaft an der Wertinger Landwirtschaftsschule einen hervorragenden gemeinsamen Notendurchschnitt von 1,51 geschafft. Von Dr. Cornelia Stadlmayr, der Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft, bekamen die Absolventinnen bei der Schulschlussfeier im Festsaal des Wertinger Schlosses ebenfalls viele Komplimente.

Mehrfachbelastung für Wertinger Absolventinnen

Der „gute und fitte Jahrgang“ war auch für sie ein besonderer: „Das ist der erste Kurs, den ich von Anfang an begleiten durfte.“ Sie hob die Mehrfachbelastung heraus, unter der die Frauen standen, die vor dem Unterricht ihre Familien versorgten, Kinder in den Kindergarten oder in die Schule brachten und danach noch in die Arbeit gingen beziehungsweise sich um die Kinder, Eltern und Schwiegereltern kümmerten. Sie bestätigte ihnen: „Sie als angehende Hauswirtschafterinnen haben bewiesen, dass Sie es schaffen! Eine Mehrfachbelastung auszuhalten, sich auf die Schule konzentrieren und dabei noch gute Noten schreiben.“ Wichtig war ihr, zu betonen: „Das geht nur, wenn man ein Netzwerk von Freunden und Partnern und Familie hat. Und Sie hatten trotzdem noch die Muße für kreative Deko oder ausgefallene Kochrezepte.“

Am 14. September 2017 hatten die 18 Frauen die Teilzeitschule begonnen: 74 Dienstage, an denen den ganzen Tag Unterricht erfolgte, und 65 Donnerstage, an denen die Frauen einen halben Tag vor Ort waren. Insgesamt 670 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis. Der Schwerpunkt lag dabei in der Küchen-, Haus- und Textilpraxis, wie Dr. Stadlmayr ausführte. Zusätzlich sechs Exkursionen, beispielsweise ins Seniorenheim St. Klara oder in die Krankenhausküche in Wertingen, dazu drei Seminare liegen hinter den Absolventinnen: ein Ökolandtag, ein Haushaltstechnikseminar und ein persönlichkeitsbildendes Seminar mit Selbstbehauptungskurs für Frauen. Einen Tag der offenen Tür haben sie gemeinsam gestemmt, bei dem sie schon einen Teil ihrer Nachfolgerinnen an der Landwirtschaftsschule kennenlernten. Denn der neue Kurs startet im September. Viele Ideen aus Haus, Küche und Garten haben sie in der Zeit mitgenommen und selbst eingebracht.

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Wertingens Bürgermeister wünschte frohe Feste

Stellvertretender Landrat Alfred Schneid meinte: „Was wäre ein Fest ohne Hauswirtschaft?“, und wünschte ihnen viele frohe Feste. Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier hatte die Ehre, den Besten ihre Preise zu verleihen. Bei der Bekanntgabe der Noten staunten die Gäste. Mit einem hervorragenden Notendurchschnitt von 1,0 schloss Susanne Kischkat aus Burgau die Schule ab. Gleich vier weitere Absolventinnen zählen mit der Durchschnittsnote 1,11 zu den Besten: Jessica Kinzel aus Hirschbach, Eva Klein aus Winterbach, Brigitte Mayrböck aus Hettlingen und Karin Schätzle aus Herbertshofen. Semesterleiterin Monika Weber meinte: „Lassen Sie Ihr Wissen sacken, sortieren Sie aus, suchen Sie aus, was Sie für sich brauchen.“ Weiter riet sie ihnen: „Seien Sie stolz auf das, was Sie gelernt haben, geben Sie Ihr Wissen weiter, pflegen Sie die Freundschaften, die Sie geschlossen haben. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Freundschaften halten.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Gruppe „Vierklang“.

Infotag: Am Montag, 1. Juli, findet von 19 bis 20 Uhr ein weiterer Infotag an der Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, statt. Die Anmeldung ist bis zum 26. Juni telefonisch unter 08272/8006-100 oder per E-Mail poststelle@aelf-wt.bayern.de möglich. Nähere Informationen gibt es unter www.aelf-wt.bayern.de

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