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Gemeinderat

09.01.2020

Wird Berghausen bald ein richtiger Ortsteil von Blindheim?

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Bauwünsche in der kleinen Splittersiedlung Berghausen. Weil diese aber im Außenbereich liegt, ist kein Baugebiet vorgesehen. Das könnte sich nun ändern – und aus der Siedlung könnte zudem ein richtiger Ortsteil von Blindheim werden.
Foto: Mathias Rogler

Plus Weil die kleine Splittersiedlung im Außenbereich liegt, ist ein Baugebiet eigentlich nicht möglich. Der Wunsch ist aber da – auch in Sachen Kreuzungsentschärfung an der B16.

Die Kreuzung an der B16 nahe Blindheim ist bei Ortsansässigen aufgrund von mehreren schweren Unfällen schon lange als Gefahrenherd bekannt. Nun besteht für die Gemeinde die Chance, eine direkte Anbindung an die Bundesstraße voranzutreiben, die am Ort vorbeiführt. „Durch den Bau der Umfahrung wäre auch die Kreuzung weg“, erklärte Bürgermeister Jürgen Frank am Dienstagabend bei der Gemeinderatssitzung. „Jedoch wird es für Blindheim während des Umbaus der B16 durch Umleitungen eine stark erhöhte Verkehrsbelastung geben“, führte er weiter aus.

Großer Lärmpegel durch Lastwagen

Abgesehen davon war ein weiterer Grund für die einstimmig entschiedene Unterstützung des Vorhabens durch den Gemeinderat, dass nach dem Bau der Umfahrung ein Großteil des Verkehrs, der im Moment durch die Ortschaft fahren muss, um auf die Bundesstraße zu gelangen, verschwinden würde. Das betrifft vor allem Lastwagen, welche den größten Lärmpegel mit sich bringen. Aber auch weniger Autos im Ort würden den Anwohnern und ihren Kindern den Weg, beispielsweise in die Kinderkrippe oder zur Gemeindehalle, erleichtern.

Ein weiteres größeres Thema für den Rat war die allmähliche Notwendigkeit eines neuen Flächennutzungsplanes. „Der sollte eigentlich alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden, unserer ist jedoch schon etwas älter“, erklärt der Bürgermeister. Auch würde durch die Erarbeitung eines neuen Planes entschieden werden, wie es mit der Gemeinde in den nächsten Jahren weitergehen soll. Auf diese werden Kosten von rund 100000 Euro zukommen, Frank spricht von einer Dauer von mindestens zwei Jahren.

Ein kleines Baugebiet am Wald

In diesem Zuge wurde auch über ein kleines Baugebiet in der Splittersiedlung Berghausen diskutiert, da laut Bürgermeister in den vergangenen Jahren oft Bauwünsche in besagtem Ort an ihn herangetragen wurden, aktuell besteht zudem ein konkreter Bauwunsch. „Das Problem dabei ist, dass Berghausen eine Splittersiedlung ist, deshalb im Außenbereich liegt und laut Flächennutzungsplan kein Baugebiet vorgesehen ist“, erklärt er den anwesenden Bürgern und Ratsmitgliedern. Da Wohngebiete direkt an vorhandene Gebiete des Innenbereichs angebunden werden müssen, müsste Berghausen also im Zuge des neuen Flächennutzungsplans als Ortsteil deklariert werden.

Geschieht das, zählen die bereits bestehenden Gebäude als Innenbereich und das neue Wohngebiet, bestehend aus mindestens vier Bauplätzen, kann realisiert werden. Geplant ist es an der Waldseite der Straße zwischen Berghausen und Sallmannsberg, außerdem sollen nur Bergheimer oder ehemalige, die in den Ort zurückkehren wollen, ihre Bauvorhaben dort verwirklichen dürfen.

Lebenshilfe Dillingen wird finanziell unterstützt

Die Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus wurde ohne Gegenstimmen vom Blindheimer Gremium angenommen. Da eine Baulücke besteht, wurde auch der Bauantrag über ein Wohnhaus mit Garage angenommen.

Die Stellungnahme der Gemeinde Blindheim zur Änderung eines Bebauungsplanes im Wertinger Ortsteil Gottmannshofen und zur Aufstellung eines Bebauungsplanes in Brachstadt bei Tapfheim beinhaltete keine Gegenstimmen, da diese die Belange der Gemeinde nicht beeinträchtigen, so Bürgermeister Frank. Zudem wurde einem Spendenantrag der Lebenshilfe Kreisvereinigung Dillingen in Höhe von 500 Euro stattgegeben.

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