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Triathlon

17.07.2020

Solo für Daniela

Dani Unger absolviert auch zu Corona-Zeiten ihre Triathlons.
Bild: N. Lehr

Wie Familie Unger ihr eigenes Ausdauersport-Event inszeniert und zelebriert

Dass Triathleten ein bisschen extrem denken, scheint vielen klar. Aber gerade in der momentanen, ebenso extremen Corona-Situation erwachsen aus Kreativität und Spaß am Sport bei so manchen Athleten besondere Events und Leistungen. Etwa bei Daniela Unger vom TV Lauingen. Während ihr Verein den VR-Triathlon 2020 nun endgültig absagen musste, absolviert die sportliche Frau ihre Ausdauerevents erfolgreich „solo“.

Kürzlich stand Daniela Ungers aktueller Saisonhöhepunkt auf dem Programm: „Ich habe meine eigene Mitteldistanz absolviert – und dieses Mal tatsächlich als Non-stop-Triathlon!“, erklärt sie: „Das waren erst 1900 Meter Schwimmen im Rissesee in 33:42 Minuten mit Wechselzone im Garten meiner Schwiegereltern, dann ging es direkt auf die 80-Kilometer-Radstrecke in Richtung Langenau und nach 2:22 Stunden in die Wechselzone zwei im Mühlenweg.“ Als Abschluss lief sie die 21 Kilometer des Halbmarathons auf einer Wendepunktstrecke Richtung Gartnersee in 1:41 Stunden. In dieser Mitteldistanz enthalten war nebenbei eine olympische Duathlon-Distanz, die bei Ironman als virtuelles Rennen aufgezeichnet wurde (Unger Platz neun unter 260 internationalen Triathletinnen).

Bereits beim vorausgegangenen „Virtual Race“ hatte Daniela Unger das Gefühl, dass es „hintenraus doch etwas einsam war“ – und deshalb für ihr neues Rennen einige Familienmitglieder und Freunde eingeladen, doch bei diesem Spaß mitzumachen und ihr an der Strecke etwas Verpflegung zuzureichen, damit sie ihre Wasserflasche nicht immer im Gebüsch verstecken muss.

Als Daniela Unger dann auf die Laufstrecke ging, war sie überwältigt: Sie fand nicht nur ihre eigene Verpflegungsstation mit Wasser, Suppe, Obst und Energieriegeln vor, sondern wurde darüber hinaus mit Jubeln, Pfeifen und Fanpostern angefeuert. Streckenweise radelten sogar ihre Kinder – wie bei Wettkämpfen an der Führungsposition üblich – abwechselnd auf dem Fahrrad mit einem Schild „erste Frau“ vor ihr her. Oder Freunde begleiteten Daniela, um sie zu „pacen“.

„Ich bekam wirklich das volle Programm: Abkühlung durch Wasserpistolen und Schwämme und am Ende den Zieleinlauf mit Zielteppich und selbst kreierter Medaille! Klasse! Das war ein ganz besonderes Triathlonerlebnis“, sagt Daniela Unger und stellt fest: „Viele behaupten ja, dass Humor zum Erhalt der Gesundheit mindestens genauso wichtig ist wie Sport.“ (pm/dz)

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