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Monheim

11.12.2019

Bühler bestätigt Verlagerung nach Tschechien

Die Firma Bühler Motor GmbH in Monheim baut viele Arbeitsplätze ab.
Bild: Wolfgang Widemann

In Monheim sollen 50 bis 70 Stellen gestrichen werden. Der Schritt soll schon Anfang 2020 vollzogen werden.

Die Bühler Motor Gruppe mit Stammsitz in Nürnberg hat nun offiziell bestätigt, dass ein Teil der Produktion am Standort Monheim in ein Werk nach Tschechien verlagert wird. Damit einher geht – wie bereits gemeldet – ein Abbau von Arbeitsplätzen in der Jurastadt. Dem Unternehmen sei es wesentlich, „eine sozialverträgliche Lösung für die betroffenen Mitarbeiter zu finden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

380 Mitarbeiter in Monheim

Zahlen werden in dieser nicht genannt. Bei einer Betriebsversammlung in der vorigen Woche hatte das Management angekündigt, durch die Maßnahmen würden voraussichtlich 50 bis 70 Stellen in Monheim gestrichen. Dort sind aktuell rund 380 Mitarbeiter tätig.

Die Verlagerung in das firmeneigene Werk in Hradec Kralove soll schon Anfang 2020 vollzogen werden. Bühler teilt mit, dass es sich um eine Baugruppe handle, die künftig dort hergestellt werden soll. In dieser Fabrik würden bereits seit über zehn Jahren ähnliche Baugruppen und Motoren hergestellte. Durch die Verlagerung würden „baugruppenspezifische Kompetenzen und Prozesse gebündelt“.

Bühler bestätigt Verlagerung nach Tschechien

Wettbewerbsfähigkeit absichern

Die neue Struktur dient der Firma zufolge dem Erhalt und der Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu heißt es in der Meldung: „In Zeiten von Konjunkturschwäche, folgenschweren Handelskonflikten und einem gravierenden Technologiewandel in der Automobilindustrie ist ein jedes Unternehmen in der Pflicht, seine Effizienz zu steigern, Produktionen zu konsolidieren und den Fokus auf die bestmögliche Nutzung von Flächen und Ressourcen zu richten, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit herzustellen beziehungsweise zu sichern.“

Den zweiten in der Betriebsversammlung genannten Grund für die angekündigten Schritte bestätigt Bühler ebenfalls. Die Prozesse müssten auch wegen des zunehmenden Kostendrucks der Kunden – das sind einige große Autokonzerne – effizienter gestaltet werden. Geschäftsführer Peter Muhr wird mit folgenden Worten zitiert: „Nur mit den eingeleiteten Maßnahmen wird es uns gelingen, auch in Zukunft für unsere Kunden ein starker und verlässlicher Partner zu sein.“

Bezüglich des Abbaus von Arbeitsplätzen in Monheim laufen nach Angaben von Bühler derzeit Verhandlungen, an denen die Unternehmensleitung, der Betriebsrat, die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband beteiligt sind.

Nach Informationen unserer Zeitung soll ein Sozialplan erstellt werden.

Lesen Sie hierzu auch: Bühler: Mindestens 50 Jobs fallen weg

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