Newsticker

Rekord-Neuinfektionen in den USA: Trump tritt mit Mund-Nasen-Schutz auf
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Chorprobe auf der Freilichtbühne

Musik

29.06.2020

Chorprobe auf der Freilichtbühne

Die erste Chorprobe seit März des Gospelchores Sternenfänger fand auf der Freilichtbühne in Donauwörth statt. Doch Singen im Freien in der Gruppe hat auch Tücken.
Bild: Judith

Der Gospelchor Sternenfänger beendet die Zwangspause und sucht Wege, dem „gefährlichsten Hobby der Welt“ – dem Singen – nachzugehen

Die Sehnsucht nach gemeinsamem Singen ist groß. Der Gospelchor Sternenfänger aus Donauwörth traf sich erstmals wieder zu einer Chorprobe.

Für die 50 Sänger brauchte es Überlegungen, denn die Räume der Kirchengemeinde reichen nicht aus, wenn man zwei Meter Abstand untereinander wahren muss. Chorleiter Hans-Georg Stapff entschied sich für einen Testlauf auf der Freilichtbühne. Letztlich war schon klar, dass nicht alle 50 Sänger kommen werden. Einige sind noch mit Problemen rund um Corona beschäftigt, durch Mehrarbeit oder durch zu pflegende Angehörige. Und einige waren spontan verhindert wegen anderer Dinge.

Fazit: Singen im Freien ist prima, aber man hört sich gegenseitig zu wenig. Man hört eigentlich nur sich selber, alle anderen sind „weit weg“. Letztlich kam dann auch ein Gewitterschauer vorbei und die Chorprobe wurde abgebrochen. Die Sternenfänger sind umgezogen in das evangelische Gemeindehaus, und die Probe wurde im Saal fortgesetzt. Weil nur knapp zwanzig Sänger anwesend waren, war dies mit zwei Meter Abstand möglich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Schnell war klar: Das gegenseitige Hören ist im geschlossenen Raum sehr viel besser. „Geschlossen“ ist hier allerdings relativ, denn alle Fenster standen offen, und reichliches Lüften ist das A und O des Hygienekonzeptes: Zwanzig Minuten Singen folgen zehn Minuten Lüften.

Nächsten Freitag will Chorleiter Stapff noch einmal mit seinen Sängern auf die Freilichtbühne gehen. Die Begeisterung für das „gefährlichste Hobby der Welt“ ist einfach zu groß, um sich von Hygieneauflagen den Spaß verderben zu lassen. „Vielleicht kann man sich an das ungünstige Hören gewöhnen“, sagt Stapff, der auch über eine tontechnische Unterstützung nachdenkt. Herkömmliche Chormikrofone helfen allerdings nicht wegen des Abstands. 50 Einzelmikrofone und ein ausgeklügeltes Monitorkonzept wären ein zu großer Aufwand.

Die Vision des Chorleiters ist, es ein „vor Corona“ geplantes Sommerkonzert trotz allem durchzuführen, wenn auch in verkleinerter Variante und im Freien. Musik soll wieder zurück in die Öffentlichkeit.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren