Newsticker
RKI-Chef Wieler: "Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten"
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Der Startschuss zum Stadtladen fällt wohl bald

Donauwörth

11.01.2019

Der Startschuss zum Stadtladen fällt wohl bald

Der Dorfladen – wie hier in Fünfstetten – als Vorbild für einen Stadtladen? Weit hergeholt ist das nicht. In diesem Sinne gelten die kleineren Gemeinden den größeren Kommunen wie Donauwörth durchaus als Vorbild.

Plus Es ist ein ehrgeiziges Projekt in Donauwörth: Bürger eröffnen in der Innenstadt einen Markt für Bürger. Der Standort dürfte bald feststehen.

Für einen Senior mit Anfang 80 ist der Weg zum Supermarkt länger geworden, jedenfalls wenn er in der Innenstadt wohnt. Zwei Märkte, ein Discounter und eine Drogerie, haben ihre Pforten geschlossen. Donauwörth ohne Lebensmittelmarkt in der Innenstadt – dieses Bild könnte allerdings bald schon der Vergangenheit angehören. Ein „Stadtladen“ soll im Laufe des Jahres Realität werden. Erste Zahlen weisen darauf hin, dass das bürgerschaftlich organisierte Projekt Wirklichkeit wird.

84000 Euro von benötigten 100 000 wurden bereits gesammelt

100000 Euro müssen her. Das wäre der Grundstock für das genossenschaftlich betriebene Geschäft. 84000 Euro haben die Organisatoren um Christiane Kickum von der City-Initiative Donauwörth (CID) bereits gesammelt. Bis Ende des Monats soll der Restbetrag bereitstehen. Kickum zeigt sich optimistisch: „Ich denke, wir können schon bald Nägel mit Köpfen machen.“ Will heißen, mit der konkreten Umsetzung des ehrgeizigen Projektes kann begonnen werden. Fehlt nur noch die passende Immobile. Die soll, man habe sich inzwischen festgelegt, auf jeden Fall in der Reichsstraße als der Hauptgeschäftsmeile Donauwörths angesiedelt sein, erklärt Kickum weiter. Aus der Bürgerschaft sei dieser Wunsch mit Nachdruck geäußert worden.

Lesen Sie hierzu auch: Geldgeber für Stadtladen gesucht

Drei Standorte kommen infrage

In Frage kämen dort derzeit drei Standorte, wovon zwei in der engeren Auswahl stünden. Man kann nur mutmaßen, dass es sich bei einem der Objekte um das vormalige Ladengeschäft der Drogeriekette Müller unterhalb des Münsterplatzes handelt.

Zu konkreten Liegenschaften will die City-Managerin aufgrund laufender Verhandlungen mit potenziellen Vermietern allerdings noch nichts sagen. Kickum jedoch ist guter Dinge, bereits in der kommenden Woche der Öffentlichkeit einen Standort präsentieren zu können.

In den vergangenen Tagen hätten sich per Email eine ganze Reihe interessierter Bürger gemeldet, die noch Anteile an dem Genossenschaftsprojekt zeichnen wollten, sagt Kickum. Die Initiatoren zehrten dabei nach wie vor von den gut besuchten Informationsveranstaltungen im Sommer und Herbst – trotzdem bräuchte es noch einige Interessierte, die sich mit Anteilszeichnungen einbringen.

Lebensmittel und Drogerieartikel sollen verkauft werden

Die Donauwörther City-Managerin erklärt, dass das Sortiment des künftigen Ladens zum einen eine Grundversorgung an Lebensmitteln und Drogerieartikeln vor allem für die Menschen in der Innenstadt abdecken sollte. Zum anderen müsse sich der Markt durch eine eindeutige Regionalisierung profilieren. Sprich: Im Stadtladen sollen hauptsächlich Produkte aus der Region – also aus dem Kreis Donau-Ries und den angrenzenden Landkreisen – angeboten werden.

Hierfür führten die Organisatoren bereits intensive Gespräche mit 40 Direktvermarktern, meist aus der Landwirtschaft. Von Milch über Gemüse, Fleisch, Käse, Kartoffeln und Eier sollen allem voran regionale Produkte angeboten werden, mitunter auch spezielle Schmankerln wie Büffel- und Schafsfleisch.

Die entscheidende Phase zur Umsetzung des Stadtladens steht an

„Wir wollen uns absetzen von den Discountermärkten und verstärkt Regionales und Bioprodukte anbieten“, erklärt der Sprecher des Arbeitskreises Stadtladen, Hubert Gerstmeier. Eine Bürgerbefragung, auf welche die Initiatoren 1400 Antwortbriefe erhielten, habe, wie Christiane Kickum hinzufügt, diesen Wunsch der Bürger offenbart. Danach wolle sich das Team richten.

In diesem sind aktuell gut 30 Aktive beteiligt. Diese arbeiteten bereits fleißig an der Organisation des Sortiments und an der möglichen Gestaltung des künftigen Geschäfts. Zwischen 150 und 200 Bürger hätten bereits Anteile – im Durchschnitt sind es pro Inhaber zwei – gezeichnet, sagt Gerstmeier.

Sowohl Gerstmeier als auch Kickum sind sich sicher, dass das Projekt „Stadtladen“ nun, sobald der wirtschaftliche Grundstock steht, endgültig in die entscheidende Phase eintreten kann.

Interessierte an dem Genossenschaftsprojekt „Stadtladen“ wenden sich an die CID-Geschäftsstelle in der Rathausgasse 1 in Donauwörth; Email: cid@donauwoerth.de; Telefonnummer: 0906/789103.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren