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Donauwörth

25.11.2019

Donauwörth: Stadtladen soll in das Obergeschoss

Das Obergeschoss der Reichsstraße 39/41Möglicher Stadtladen-Standort
Bild: Helmut Bissinger

Plus Der Gesellschafterrat des genossenschaftlichen Projektes in der Donauwörther Innenstadt gibt eine Zielmarke vor. Doch es gibt noch ein großes Fragezeichen.

Der Donauwörther Stadtladen soll in das Geschoss über den Filialen der Buchhandlung Rupprecht und des Modegeschäftes Bonita in der Reichsstraße ziehen. Das beschloss der Gesellschafterrat des genossenschaftlich von Bürgern getragenen Projektes, wie CID-Geschäftsführerin Christiane Kickum auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt. Dennoch gibt es noch ein Fragezeichen.

Offene Frage als „Prämisse“

Jene offene Frage sieht Kickum als „Prämisse“, also als Bedingung dafür, dass das Lebensmittelladen-Projekt in einem ersten Stock der Donauwörther Hauptgeschäftsmeile verwirklicht werden kann: Auch zur Reichsstraße hin muss demnach ein Aufzug installiert werden. Hierzu seien in den kommenden Wochen noch einige weitere Fragen zu klären. Technisch allerdings – wie auch finanziell – sei das Ansinnen des nachzurüstenden Lifts „realistisch“.

An den Kosten für einen Aufzug soll der Stadtladen nicht scheitern

Man rechne mit dafür aufzubringenden Kosten in Höhe von etwa 30000 Euro, so Kickum. Die CID-Geschäftsführerin, die zu den Initiatoren des Projektes eines genossenschaftlichen Marktes in der Innenstadt gehört, blickt indessen weiter optimistisch auf das Vorhaben– und: „Der Oberbürgermeister steht hinter dem Projekt.“ Zudem habe man die Frage der Fluchtwege mit der Verwaltung geklärt, Kickum sagt, sie gehe davon aus, dass ein Bauantrag „zeitlich zügig“ behandelt werde und sie sei sich sicher, dass eine etwaige Verzögerung „sicher nicht am Bauamt“ liegen werde.

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Gibt es Alternativen?

In der jüngst stattgefundenen Gesellschafterversammlung der Aktiven des Stadtladen-Projektes seien erneut alle irgendwie möglichen Alternativen durchexerziert worden.

Dabei habe es sich um Ladenflächen im ehemaligen Nettomarkt neben dem Ärztehaus Maximilium, um das vormalige „Oh Là Là“, die Ex-Filiale von „Gina Laura“, den neuen „Engelhof“ (alle drei in der Reichsstraße) sowie um Räume im Ried gehandelt. Schnell habe sich herauskristallisiert, dass diese Flächen „zu klein sind oder nicht in unser Budget passen“, so Kickum. Die Mindestgröße seien 250 Quadratmeter. Diese müssten vorliegen, da auch ein Bistro zusätzlich zum reinen Ladengeschäft eingerichtet werden solle. Man brauche das Bistro schlicht und ergreifend auch deshalb, „damit die Marge passt“, sprich: Es muss eben kostendeckend gewirtschaftet werden.

Nicht nur bio und regional

Deshalb könne in dem künftigen Sortiment auch „nicht ausschließlich auf bio und regional“ gesetzt werden, sondern sämtliche Produkte zur Deckung des täglichen Gebrauchs angeboten werden – und das zu Preisen, die denen eines herkömmlichen Lebensmittelladens gleichen müssten. Dennoch werde gewiss ein Fokus auf den Attributen „bio“ und „regional“ liegen.

In der Gesellschafterversammlung sei des weiteren darüber gesprochen worden, was mit dem Rest der über 500 Quadratmeter großen Fläche im ersten Stock der Reichsstraße 39/41 geschehen könnte. Ideen gibt es: Wie berichtet, denkt man über einen „Unverpackt-Laden“ nach. Ein solches Geschäft gibt es beispielsweise in Nördlingen. Dort werden Waren angeboten, die – ganz klassisch – direkt aus großen Behältnissen in wiederverwendbare Trageutensilien gefüllt werden. Hinzu kommt eine neue Idee: Die Stadtjugendpflege spreche sich seit Längerem für ein „Jugendcafé“ aus. Dort können Schüler nach dem Unterricht ihre Hausaufgaben machen und etwas essen, oder sich einfach gemeinsam aufhalten – ohne Konsumzwang. Kickum betont, dass ein solches Café um 18 Uhr schließen würde und dort keine Partys oder Konzerte erlaubt wären.

Kunden in den ersten Stock locken

Das Ladenprojekt im Obergeschoss werde noch viel Kreativität erfordern, auch was die direkte Außenwirkung angeht. Schilder, Stopper, sowie sichtbare weitere Werbung, die mit Beleuchtung arbeitet, müsse installiert werden, um die Kunden in das Obergeschoss zu locken.

Für die Mitarbeit im künftigen Laden gebe es „einen Pool an Interessenten“ – „wir gehen bald in die Akquise“, berichtet Kickum. Sie bleibe dabei, dass die Eröffnung – im Falle der Realisierbarkeit des Aufzuges und eines auch ansonsten reibungsfreien Ablaufes – noch im ersten Halbjahr 2020 realistisch sei.

Lesen Sie den Kommentar von Thomas Hilgendorf:


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