Bürgerversammlung

24.10.2019

Ein Jahr der Baustellen

In der Gemeinde Huisheim wird weiterhin saniert und erneuert. Trotzdem werden die Bürger entlastet

Nach Gosheim hat nun auch Huisheim eine sanierte und neu gestaltete Ortsdurchfahrt. Das über zwei Jahre laufende Mammut-Projekt wurde im Sommer abgeschlossen und bestimmte 2019 die Abläufe in der Gemeinde, wie Rathauschef Harald Müller bei der Bürgerversammlung bilanzierte. Doch an anderer Stelle in der Gemeinde wird weitergearbeitet. Zudem verkündete der Bürgermeister gewisse finanzielle Entlastungen für die Einwohner.

„Irgendwie waren wir alle involviert“, meinte Müller mit Blick auf die Sanierung der Huisheimer Ortsdurchfahrt. Anhand zahlreicher Bilder machte er klar, welch „wahnsinnige Veränderung“ sich durch die Sanierung ergeben habe. Der Bürgermeister dankte den Anliegern, die Flächen abgetreten haben.

Insgesamt kostete die Sanierung der Ortsdurchfahrt 3,4 Millionen Euro, wovon die Gemeinde etwa 525000 Euro zu tragen hat. „Was wir für dieses Geld bekommen haben, das kann sich wirklich sehen lassen“, zeigte sich Müller erfreut.

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„Mit die schönste Veränderung“ der Ortsdurchfahrt ist für Müller im Bereich der Sebastianskapelle entstanden. Eine „herausfordernde Maßnahme“ war dieses Jahr auch der Neubau von Wasserleitungen im Außenbereich. Durch diese Investitionen – ebenfalls mit hohen Zuschüssen versehen – habe man „Werte für Jahrzehnte geschaffen“. Auch auf weitere Ereignisse des Jahres ging Müller in seiner Präsentation ein: Der erste Wander- und Genusstag sei „eine richtig schöne Sache“ gewesen. Der Musikverein Huisheim-Gosheim feiert kommendes Jahr sein 25-jähriges Jubiläum samt Bezirksmusikfest. In der Sualafeldhalle wurde in die Elektroerneuerung sowie in neue Weichbodenmatten investiert, derzeit entsteht ein Behinderten-WC.

Im Huisheimer Kindergarten wie auch im Grundschulverband mit Fünfstetten werden aktuell jeweils 66 Mädchen und Buben betreut. Im Kindergarten steht zum Januar weiterer Zuwachs an. Deswegen überlege man, so informierte Müller, ob das Kindergartengebäude einen Anbau erhalten soll.

Im Baugebiet „Kapellenfeld“ sind laut Müller derzeit nur noch drei – bereits reservierte – Plätze frei. Aktuell laufen erste Verhandlungen über eine mögliche Erweiterung. Da im Gemeindegebiet rund 50 Bauplätze ungenutzt sind, appellierte Müller an die Mitbürger, eventuell Bereitschaft für einen Verkauf zu zeigen. Während die Ortsdurchfahrt abgeschlossen ist, wird in einigen Straßen bereits seit Monaten gearbeitet. Müller informierte über die Notwendigkeit der Projekte. Die Straßen würden 2019 noch winterfest gemacht, ehe die Arbeiten im Frühjahr weitergingen.

Der Bürgermeister präsentierte auch einige Zahlen. Wegen Rückzahlungen sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 333000 auf gut 20000 Euro eingebrochen. Als „ärgerlich“ empfindet Müller die Kreisumlage in Höhe von 770000 Euro. Trotz „intensiver Baumaßnahmen bei der Wasserversorgung“ und einer Preissteigerung bei Rieswasser sei keine Erhöhung bei den Kosten der Wasserversorgung notwendig. Als der Bürgermeister auch noch verkündete, dass zum 1. Januar die Gebühren der Abwasserbeseitigung laut Gemeinderatsbeschluss von 3 Euro auf 1,94 Euro pro Kubikmeter sinken, gab es Applaus. Zudem verkündete Müller, dass die vierte Rate bei den Verbesserungsbeiträgen nicht gezahlt werden muss. Die Pro-Kopf-Verschuldung der 1650-Einwohner-Kommune sei auf rund 800 Euro gesunken.

Beim Blick auf das kommende Jahr erwähnte der Rathauschef den Abschluss des Breitbandausbaus und die Sanierung des Friedhofs. Eine neue Homepage für die Gemeinde sei derzeit in Arbeit. Angedacht ist eine Lagerhalle für die örtlichen Vereine. Rund 200 Besucher verfolgten die Ausführungen des Bürgermeisters. Sein Wunsch sei, mit dem Einsatz der Bevölkerung für den Heimatort ein kleines Vorbild für andere Kommunen im Kreis zu sein, so Müller.

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