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Porträt

16.02.2018

Ein Leben für die Musik

Musiker und Sänger durch und durch: Heinrich Speer ist in Oberndorf eine Institution.
Bild: Helmut Bissinger

Heinrich Speer ist eine kulturelle Institution und mit 80 Jahren weiterhin der Motor des Männergesangvereins. Wie seine Enkelinnen in die Fußstapfen des Großvaters getreten sind.

Oberndorf Man sagt so leicht, das musikalische Talent sei ihm in die Wiege gelegt worden. Aber letztlich muss man dieses Talent auch nutzen. Heinrich Speers Weg war aber doch vorgezeichnet. Wann hat schon mal ein 14-Jähriger die Orgel bei einer Roratemesse gespielt? Heinrich Speer aus Oberndorf, der in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag feierte, hat mit seinem Orgelspiel schon seinerzeit die Besucher der Pfarrkirche St. Nikolaus erfreut.

Auch und besonders, als er vor 62 Jahren dann ganz offiziell Organist wurde. Heinrich Speer ist seither zu einer kulturellen Institution in Oberndorf geworden, ein echtes Original.

Seit 1955 bis heute leitet Speer den Kirchenchor – und zuverlässig und pflichtbewusst spielt er auch heute noch während jeder Messe in Oberndorf die Orgel. Die Diözese Augsburg verlieh ihm für seine Verdienste um die „musica sacra“ hohe Auszeichnungen. Speer freut sich, wie er sagt, darüber, aber wichtiger ist ihm der Kontakt zu den Gläubigen. Aber auch die Zusammenarbeit mit Pfarrer Ivan Novosel sei ihm ein Antrieb.

„Es macht mir einfach Spaß“

„Es macht mir einfach Spaß, in der Musik Erfüllung zu finden“, sagt Speer im Hinblick auf seine vielfältigen Engagements in seinem Heimatort. Über 40 Jahre spielte er in der Trachtenkapelle mit, trug neun Jahre sogar die musikalische Verantwortung. Gerne erinnert er sich an zwei Musikkassetten, die unter seiner Regie aufgenommen wurden. Für seine Verdienste ernannte ihn die Trachtenkapelle zum Ehrenmitglied. Damals sei er viel, vor allem an den Wochenenden, unterwegs gewesen. Mittlerweile tritt er etwas kürzer.

Speer ist aber auch beim Männergesangverein Liederkranz Ehrenmitglied. In diesem Verein ist er seit 65 Jahren Mitglied. 1952 war er dem Chor beigetreten und spielte von Anfang an auch dort eine führende Rolle. Als Klavierbegleiter seines Vaters war er immer mit in der Verantwortung für die musikalische Qualität des Männerchors. Nach und nach übernahm er die Rolle des Chorleiters von seinem Vater – und er übt sie bis heute seit 40 Jahren aus. „Es war ein einmaliges Erlebnis“, blickt Speer auf das Jubiläumskonzert im vergangenen Jahr zurück. Auch mit 80 Jahren ist er noch Motor des Männergesangvereins.

Wer über Heinrich Speer berichtet, landet irgendwann ganz zwangsläufig bei seinen Enkelinnen. Luisa Hänsel ist die eine. Sie studiert in Nürnberg Jazzgesang und leitet den Jugendchor in Oberndorf. Die andere ist Lea Hänsel. Sie studiert in Hannover Klarinette. Eine weitere Enkelin ist Jasmin Hänsel. Sie spielt im Donauwörther Münster immer wieder mal die Orgel.

Auf die Enkelinnen ist Speer natürlich besonders stolz. Luisa Hänsel versteht es, die jungen Menschen in Oberndorf für das Singen zu begeistern, während Großvater Heinrich Speer die Stimmen der älteren Vereinsmitglieder zum Klingen bringt. „Es ist schön, dass sich die jungen Menschen beruflich der Musik zugewandt haben“, freut sich Speer. Unterstützt wurde der Jubilar in all den Jahrzehnten von seiner Frau Helga. Mit ihr ist er seit über 50 Jahren verheiratet.

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