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Rain-Bayerdilling

30.01.2020

Feuerwehr: Georg Riehl erhält das Bundesverdienstkreuz

Aus den Händen von Staatssekretärin Carolina Trautner hat Georg Riehl am Donnerstagvormittag in Augsburg das Bundesverdienstkreuz am Bande samt Urkunde erhalten.
Bild: Heger

Plus Der 65-Jährige war zuletzt als Kreisbrandinspektor verantwortlich für über 40 Feuerwehren. Wer ihn vorgeschlagen hat, das weiß der Bayerdillinger mittlerweile.

Am 2. September ist bei Georg Riehl ein Schreiben aus München eingegangen. Absender war das Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Als Riehl den Brief las, staunte er nicht schlecht: Er sollte das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland bekommen.

„Das kam überraschend. Ich habe damals ja überhaupt nicht gewusst, dass ich überhaupt vorgeschlagen wurde“, sagt der 65-Jährige aus dem Rainer Ortsteil Bayerdilling. Am Donnerstagvormittag war es dann so weit: Im Rokokosaal der Regierung von Schwaben fand die Verleihung statt, die Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner vornahm.

Seit 46 Jahren bei der Feuerwehr

Riehl, der pensionierte Kreisbrandinspektor, wirkte insgesamt 46 Jahre bei der Feuerwehr mit. 1971, mit 17 Jahren, war er den Kameraden in seinem Heimatort beigetreten. Im Laufe der Jahrzehnte ging er den Weg vom Kommandanten in Bayerdilling über den Kreisbrandmeister bis hin zum Kreisbrandinspektor für den Bereich Donau/ Lech. In dieser Funktion umfasste sein Aufgabenbereich die Führung von über 40 Feuerwehren.

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„Im bayerischen Feuerwehrwesen hat Georg Riehl mit seinem jahrzehntelangen Einsatz in verschiedenen Aufgabenbereichen und durch die Übernahme von verantwortungsvollen Funktionen bleibende Spuren hinterlassen“, sagte Trautner bei ihrer Laudation in Richtung des Ordensträgers. „Auch bei den Hochwasserereignissen der jüngeren Vergangenheit war er als örtlicher Einsatzleiter aktiv und hat dazu beigetragen, dass viele Sach– und Personenschäden begrenzt oder sogar verhindert werden konnten“, so Trautner weiter.

Vorschlag des Kreisbrandrats

Dass Riehl ausgezeichnet wurde, geht auf eine Initiative von Kreisbrandrat Rudolf Mieling zurück. „Er hat mich einfach vorgeschlagen“, weiß Riehl mittlerweile. Für das Bundesverdienstkreuz kann prinzipiell jeder vorgeschlagen werden – freilich werden längst nicht alle Anregungen auch umgesetzt. Riehl habe schon mehrere Auszeichnungen seitens der Feuerwehr erhalten, unter anderem das Bayerische Steckkreuz. Die jüngste sei aber freilich eine ganz besondere: Es freue ihn sehr, nun auch Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande zu sein. Neben seiner Frau begleiteten Riehl am Donnerstag auch Bruder, Schwester, Tochter und Schwiegersohn nach Augsburg. Nach der Rückkehr in die Heimat gab es noch eine kleine Feier beim Schwarzwirt.

In seiner Zeit als Kommandant und Kreisbrandmeister für die Kreisbrandinspektion Donau-Ries habe Riehl Beispielhaftes geleistet, betonte Sozialstaatssekretärin Trautner weiter. Und auch in seiner Funktion als Kreisbrandinspektor sei er stets vorbildlich gewesen. „Noch heute steht er als Ehrenkreisbrandinspektor mit Rat und Tat zur Seite“, schloss Trautner ihre Laudatio.

Seit drei Jahren in Rente

Seit knapp drei Jahren ist Riehl nun in „Feuerwehrrente“. Über all die Jahre, während der er neben dem Beruf als Industriemeister sehr oft im ehrenamtlichen Dienst für die Feuerwehr war, sei vieles angefallen. Nun habe er Zeit, gewisse Dinge anzugehen. Beispielsweise habe Riehl – praktisch aus dem Nichts heraus – angefangen, Bienen zu züchten.

Zur Feuerwehr war er damals, vor knapp 50 Jahren, auch spontan gegangen, erinnert sich der Bayerdillinger: „Ich wurde einfach gefragt. Eigentlich hätte man 18 Jahre alt sein müssen, aber es war Not am Mann.“ Nach drei bis vier Jahren sei er dann schon zum Gruppenleiter aufgestiegen – der erste Schritt in einer langen und erfolgreichen Karriere im Feuerwehrwesen.

Georg Riehl blickt angesichts der hohen Auszeichnung sowohl wehmütig, als auch auf die Zeit stolz zurück: „Es ging schon viel unter die Haut. Besonders bei Unfällen mit Kindern. Das geht schon ans Ganze. Natürlich gab es auch viele schöne Dinge: Wenn man beispielsweise jemanden rettet und dann kommt derjenige am nächsten Tag wieder fit aus dem Krankenhaus.“

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