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Haushalt 2011

21.04.2011

Gut 30 Prozent des Trinkwassers gehen verloren

Werner Siebert
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Werner Siebert

Gemeinde Fünfstetten möchte schadhafte Stellen im Leitungsnetz reparieren und weitere Projekte anpacken

Fünfstetten Die Wasserleitungen in der Gemeinde Fünfstetten sind undicht. Durch Schäden an den Rohren im Untergrund gehen über 30 Prozent des Trinkwassers verloren, das aus den Brunnen der Kommune gefördert wird. Der Gemeinderat will darauf reagieren und heuer Leitungen reparieren lassen. Das ist eines der Projekte, die im Haushalt der Kommune enthalten sind. Die Räte haben nun den Etat für 2011 verabschiedet.

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„Unsere Wasserverluste sind zu hoch“, stellte Bürgermeister Werner Siebert fest. Vor fünf Jahren seien noch rund zehn Prozent des Trinkwassers im Boden versickert, jetzt sei die Quote viel höher. Mittlerweile habe man sechs Stellen gefunden, an denen es Lecks gebe – entweder, weil die Rohre veraltet seien oder weil sie unsachgemäß verlegt worden seien. Nach dem Willen des Gemeinderats sollen nicht nur Wasserleitungen neu verlegt werden, sondern auch ein Stück des Kanals in der Westendstraße. 200000 Euro sind dafür veranschlagt.

Die Kommune wolle auch Straßenabschnitte sanieren, auf denen der Frost den Asphalt mürbe gemacht hat. Dies sei an etwa 25 Stellen im Gemeindegebiet der Fall, so Siebert. Die Spanne der Schäden reiche von kleineren Löchern bis hin zu einem rund 300 Meter langen maroden Teilstück der Ortsverbindungsstraße zwischen Fünfstetten und Gosheim.

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Vollendet werden soll dem Bürgermeister zufolge die Sanierung der Mehrzweckhalle und des Trinkwasser-Hochbehälters. Das Ziel, die Dächer von gemeindeeigenen Gebäuden mit Photovoltaikanlagen zu bestücken, lasse sich nach derzeitigem Stand wohl nur auf der Mehrzweckhalle verwirklichen. Beim Rathaus stelle sich die Denkmalschutzbehörde quer – was Siebert nicht nachvollziehen kann.

Die geplanten Maßnahmen könne die Gemeinde verwirklichen, ohne neue Schulden machen zu müssen. Dies gelingt nach Angaben von Siebert, obwohl die finanziellen Rahmenbedingungen schlechter würden. Soll heißen: „Die Einnahmen sinken insgesamt und die Ausgaben steigen.“

388000 Euro an den Landkreis

Wichtigste Einnahmequelle ist der Einkommenssteueranteil von schätzungsweise 500000 Euro. Vom Freistaat fließen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 231000 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen liegen voraussichtlich bei 80000 Euro. Auf der anderen Seite muss die Gemeinde eine Umlage von 388000 Euro an den Landkreis abführen. Der Verwaltungsgemeinschaft Wemding werden 84000 Euro überwiesen, dem Schulverband über 50000 Euro. Um die Projekte zu finanzieren, kann die Kommune auch auf Rücklagen zurückgreifen. Der Schuldenstand pro Kopf soll am Jahresende rund 375 Euro betragen – ein recht geringer Wert im Vergleich zu anderen Kommunen.

Insgesamt hat der Fünfstettener Haushalt ein Volumen von circa 2,8 Millionen Euro. Eine Million Euro davon entfallen auf den Vermögensetat. (wwi)

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