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24.10.2009

Gute Laune, Kurzweil und flotte Musik

Donauwörth Dass das Reimen dem Donauwörther Kulturamtsleiter Wolfgang Geiss Spaß macht, merkt man häufig seinen Pressetexten an. Doch dass er ganze Gedichte schreibt, um Künstler nach Donauwörth zu den Kulturtagen zu holen, das hätten sicher weder die Künstler selbst, in diesem Falle "Herbert und die Pfuscher", noch deren Publikum im Tanzhaus erwartet, wo Wolfgang Geiss die Gäste teilhaben ließ an seiner kreativen und offensichtlich erfolgreichen Art der Akquise.

"Herbert und die Pfuscher / sind bestimmt keine Warmduscher, / sondern knackige Mannsbilder /

--- oder sagen wir es milder: / bayerische Boys der besten Sorte / und darum kommen sie an magische Orte." (Hier nur der erste Vers als Kostprobe.)

"Diese Einladung ist ein Gedicht", hatte Hanns Meilhammer (den meisten bekannt als Herbert aus dem Kabarettduo "Herbert und Schnipsi") geantwortet und sofort zugesagt. Na, also!

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Jetzt war es so weit. "Herbert und die Pfuscher" brachten gute Laune, Kurzweil und flotte Musik an den "magischen Ort". "Woaßt wia des wehtuat?" lautete der Titel des Programms, das gar nicht wehgetan hat - höchstens dem Zwerchfell der lachenden Zuschauer. Hanns Meilhammer (Gesang, Gitarre, Klavier, Akkordeon, Tenorsaxofon), Hein Kraller (Klavier, Altsaxofon, Bass, Gesang), Markus Peilti (Bass, Gitarre, Tuba, Gesang) und Karl Burgstaller (Schlagzeug, Gesang) boten musikalische Abwechslung in den unterschiedlichsten Stilistiken der Unterhaltungsmusik mit bayrischen Texten, kabarettistischen Einlagen und ohne Scheu vor bodenloser Blödelei.

Gedichte aus Haar

Da war beispielsweise die schöne Ansage zu "Lyrik und Jazz" zu hören. Von einem Pianisten, der dachte, er sei ein Aborigine und spiele Didgeridoo. Davon, wie gut sich Gedichte in München Haar (für die Ortsunkundigen: dort befindet sich das Bezirkskrankenhaus) schreiben ließen… Ach, man kann es gar nicht beschreiben. Jedenfalls gelang die Überleitung zu dem Swingtitel "Saudumme Idee" perfekt, dessen Höhepunkt das "Aufenthaltsraumsolo auf dem elektrischen Didgeridoo" (Piano) darstellte. Der Pianist Hein Kraller schämte sich dabei nicht seiner völlig abgedrehten Gesten.

Dieser laut Herbert kulturell anspruchsvollsten Nummer", auch als "das Äußerste, was wir Ihnen heute Abend geben" bezeichnet, folgten noch viele weitere Beispiele der Musizier-, Fabulier-, Experimentier- und Persiflierlust der vier Musiker. "Weißt Du wia des wehtuat, Wuzerl" lud das Publikum zum "aktiven Mitjammern" ein. Worauf Herbert das Motto kundgab: "Lerne Jammern, ohne zu leiden, sonst macht´s keinen Spaß". "Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen", "Unter fremden Sternen", "La Paloma" im 5/8 Takt - was übrigens überraschend gut klingt - und Eigenkompositionen wie "A Navi hat a heut a jeder", das "Lied vom schnellen Fritz" oder "Wer sagt's em Chef?" brachten Stimmung in den betischten Tanzhaussaal. Bassist Markus Peilti erfreute mit souliger Stimme als Sänger von "Hallelujah, I Love Her So". Dann nahte das Ende. / Es klatschten die Hände. / Das war kein Sch… / Vielen Dank Wolfgang Geiss.

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