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Donauwörth

30.09.2020

Gymnasium Donauwörth rüstet sich für die Zukunft

Bagger und andere größere Baumaschinen sind rund um das Gymnasium Donauwörth seit Jahren ein vertrauter Anblick. Kein Wunder, denn das Gemäuer samt Innenleben ist in die Jahren gekommen. Große Teile stammen aus den 1950er Jahren. Jetzt wird generalsaniert.

Plus In Donauwörth beginnen die Arbeiten im Bauabschnitt eins, vier weitere sollen folgen. Der Direktor mahnt, dass künftig nicht am Schulbau gespart werden dürfe.

Das Häufchen Sand vor dem markanten Flügel des Gymnasiums mit seiner pittoresken Turmuhr ist freilich nur ein kleines Symbol für das, was hier Großes in den kommenden Jahren passieren soll. Der Schulbau, der in Teilen noch aus den 1950er Jahren stammt, wird gründlich auf Vordermann gebracht, im Behördendeutsch: generalsaniert. Das kostet eine beachtliche Summe Geld, die es aber Wert sein sollte, wie Schulleiter Karl Auiniger bei dem Spatenstich zu Bauabschnitt eins am Montagnachmittag betonte.

Stellvertretend für Landrat Stefan Rößle beschrieb Claudia Marb die beeindruckenden Eckdaten des Projektes: 25 Millionen Euro Gesamtkosten, davon 8,8 Millionen für die ersten beiden Bauabschnitte zur Generalsanierung der Schule, an der aktuell 1042 Kinder und Jugendliche in 30 Klassen von 90 aktiven Lehrern unterrichtet werden.

Ein Großteil der Gebäude stammt aus den 1950er Jahren

Der Großteil der Gebäude ist in den den späten 1950er Jahren errichtet und bereits durch verschiedene Baumaßnahmen mehrfach umgebaut worden. An der Berger Allee war 1985 ein Erweiterungsneubau (violetter Flügel) entstanden. Ein Neubau mit sechs Klassenzimmern wurde 1994 an den orangen Flügel angebaut. In den letzten 15 Jahren wurden unter anderem der grüne Flügel (Fachräume; bis 2006) errichtet, der Pausenhof neu- sowie das Erd- und Obergeschoss des gelbens Flügels umgebaut. Zwischen 2006 und 2007 wurde zudem das Zentralgebäude mit Aula und Mensa neugebaut, anschließend – bis 2011 – die Dreifachturnhalle und der nördliche Verbindungsbau zum violetten Flügel.

Um auch die restlichen Gebäudeteile zu sanieren und auf zeitgemäßen Stand zu bringen, hatte der Kreistag bereits im Jahr 2018 beschlossen, eine Generalsanierung für die verbleibenden Gebäudeteile durchzuführen. „Auf der Basis eines Musterklassenzimmers wurden die neuen Räume und die Ausstattung mit Möblierung und technischen Geräten geplant, sodass die Planung auch den Anforderungen, die sich aus einem zeitgemäßen digitalen Unterricht ergeben, gerecht wird“, erläuterte Marb.

Der Generalsanierung wird in fünf Bauabschnitten durchgeführt:

  • Bauabschnitt 1 (violetter Flügel): September 2020 bis August 2021. Die ersten sechs Klassenzimmer können wohl zum Schuljahresbeginn 2021/22 bezogen werden.
  • Bauabschnitt 2 (blauer Flügel): August 2021 bis Dezember 2022.
  • Im Anschluss sollen die weiteren Bauabschnitte 3 bis 5, die den orangen, roten, türkisen und gelben Flügel umfassen, begonnen werden.

Schulleiter Auinger mahnte die Relevanz der Maßnahmen mit Nachdruck an: „Das Anliegen wird nun endlich umgesetzt. Es ist eine Notwendigkeit.“ Viele Fenster ließen sich zuletzt nicht mehr öffnen, in anderen Räumen saßen die Schüler zuletzt „mit Jacke und Mütze“ im Unterricht. Die Maßnahmen der Sanierung müssten wie angedacht bis zum Jahr 2025 allesamt umgesetzt werden – es dürfe auch coronabedingt keine Einsparungen an dieser Stelle geben: „Wir wollen unseren Schülern teure Containerlösungen ersparen, nur weil Maßnahmen gestreckt werden.“ In den folgenden Monaten und Jahren geht es mitunter darum, aus kleineren Räumen größere zu machen, die technisch auf dem neuesten Stand sind.

Digitalisierung und neues Heizsystem am Gymnasium Donauwörth

Die Digitalisierung erfolgt am Gymnasium in den kommenden Monaten indes auf zwei Wegen: Es werden aktuell 25 interaktive Touch-Display-Systeme mit dazugehörigen Whiteboard-Klapptafeln beschafft, die eine Verbindung von analogem und digitalem Unterricht ermöglichen sollen. Parallel werden derzeit 80 Tablets inklusive Zubehör im Rahmen des Sonderbudgets Leihgeräte gekauft. Zur zukünftigen Wärmeerzeugung ist ein Pelletkessel als Führungskessel verbunden mit dem bereits eingebauten Gas-Brennwert-Kessel als Spitzenlastkessel eingebaut. Der Pelletkessel ist für eine Heizleistung von 400 kW ausgelegt. Durch die neue Heizanlage wird somit fossile durch regenerative Energie ersetzt.

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