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Tapfheim

22.02.2018

Jetzt will sie erst einmal zur Ruhe kommen

Bei einem Festakt wurde die Rektorin der Grundschule in Tapfheim in den Ruhestand verabschiedet: (von links) Schulamtsdirektorin Renate Heinrich, Rektorin Rosa Bahr und Bürgermeister Karl Malz.
Bild: Helmut Bissinger

Rektorin Rosa Bahr in einem feierlich-heiteren Rahmen verabschiedet.

Zuerst will sie mal zur Ruhe kommen. Bei ihrem Abschied ging es aber noch einmal rund. Erst im Ruhestand wird sich der Wunsch von Rosa Bahr erfüllen. Noch keinen Plan für die „Zeit danach“ habe sie sich gemacht, bekennt sie. Dass trotz dieser schönen Aussichten bei der Verabschiedung in der Aula der Schule in Tapfheim ein wenig Wehmut über allem lag, hat seinen Grund. Die Schule ist für die scheidende Rektorin zu einer Heimat geworden.

Der Ruhestand hat in der Regel die Eigenschaft, unliebsame Momente des Arbeitslebens vergessen zu machen. Um dies noch zu verstärken, baten Rosa Bahrs Kolleginnen, doch in „Rosas Bahr“ Platz zu nehmen und einen Cocktail zu schlürfen, während Schüler der vierten Klasse mit „Freude schöner Götterfunken“ einen kurzweiligen Festakt einleiteten.

Alles war angerichtet: Das Blechbläserquintett der Vereinigten Musikkapelle sorgte für den musikalischen Part, Inga Schaudinn-Schöne und Sarah Spring für die begleitenden Worte. Sie waren es auch, die Rosa Bahr die „Goldene Tafel in der Kategorie Lebenswerk“ verliehen. Es war fast wie bei der Verleihung der Goldenen Kamera.

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Der Rektorin bescheinigte Bürgermeister Karl Malz auch im Namen seines Vorgängers Alfred Stöckl, immer zum Wohle der Kinder gehandelt zu haben. Zunächst als Konrektorin (ab 1997) und dann als Rektorin (seit 2006) habe sie große Herausforderungen gemeistert, gerade als von 2009 bis 2011 die Schule im laufenden Betrieb umgebaut worden sei. Ein „bewegender Einschnitt“, so Malz, „war es auch, als wir die fünften und sechsten Klassen abgeben mussten.“ In einer sich ständig verändernden Schullandschaft und einer immer intensiver werdenden Bürokratie habe Rosa Bahr mit Leidenschaft ihr Ansinnen verfolgt, Kinder für das Leben zu formen.

„Alles was passiert, hinterlässt Spuren“, sagte Schulamtsdirektorin Renate Heinrich. Sie skizzierte den beruflichen Weg Bahrs, die eine Pädagogin gewesen sei, die sich um die Tapfheimer Grundschule verdient gemacht habe. „Beliebt, geschätzt und geachtet“ sei sie gewesen, so Heinrich, bei den Kollegen, beim Elternbeirat und bei den Schülerinnen und Schülern. Es sei bewundernswert, wie Rosa Bahr die Schule geleitet und gestaltet habe. Sie habe das Ansehen des Lehrerberufs auch in der breiten Öffentlichkeit gefördert. Als Nachfolgerin, die zum 1. August ihren Dienst als neue Rektorin antritt, stellte Heinrich Alexandra Kammer von der Mangoldschule in Donauwörth vor.

Für den Elternbeirat dankten Holger Bergner sowie in Gedichtform Martina Lang. Amüsant wurde es bei einem Überraschungsbeitrag des Kollegiums. Mit bewegten Worten dankte Rosa Bahr und ließ ihr Berufsleben Revue passieren. Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach 42 Jahren in den Ruhestand. Als sie als Rektorin begann, sei es ihr wichtig gewesen, ein Wohlfühlklima zu schaffen. Dass ihr das gelungen sei, bescheinigten Rosa Bahr anschließend beim Empfang viele.

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