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Kommunalwahl 2020

22.01.2020

Jürgen Sorré möchte in Donauwörth vom Beobachter zum Gestalter werden

Jürgen fordert ein ganzheitliches Konzept zur Stadtentwicklung, kein kopfloses Herangehen an nur für sich stehende Einzelprojekte.

Plus Jürgen Sorré will Nachfolger von Oberbürgermeister Armin Neudert werden. Der Parteilose sieht Donauwörths Potenzial nicht ausgeschöpft.

Das Gute vorweg: Donauwörth habe „prima Voraussetzungen“ um zukunftsweisende Ideen umzusetzen. Da ist sich Jürgen Sorré sicher. Doch eines sei auch klar, meint der 44-jährige Parteilose aus Berg: Die Stadt habe „wesentlich mehr Potenzial als gehoben wird“. Ein Stück weit habe die Stadt, in der er zeitlebens zuhause ist, „den Anschluss verloren“.

Der Großen Kreisstadt gehe es zwar auch aufgrund der Arbeitsplatzdichte gut, sie könne aber weitaus „lebendiger“ werden – und das generationsübergreifend. Donauwörth dürfe nicht zu einer Schlafstadt werden, sowohl für die Jüngeren als auch die Älteren müssten unbedingt Treffpunkte geschaffen werden, da sonst das Gemeinschaftsleben irgendwann brach liege, ist sich der zweifache Familienvater sicher. Lange Zeit war er interessierter Beobachter der Kommunalpolitik, nun hat er sich entschlossen selbst aktiv zu werden.

Realismus aus neuen Ideen heraus

„Dazu muss ich nicht Politik studiert haben“, betont Sorré, der Politik gut gemischt aus neuen Ideen und Realismus betreiben möchte. Sorré strebt eine engere Kooperation der Stadt mit der hiesigen Wirtschaft an, etwa mit Airbus. Sorrés Hauptschlaglichter sind darüber hinaus:

Innenstadt: Das Tanzhaus – gleich ob saniert oder neu gebaut – verlange in erster Linie ein „vernünftiges Nutzungskonzept“. Es dürfe keine Dopplungen der Infrastruktur von Tanzhaus und Multifunktionshalle geben (ganzheitliches Gesamtkonzept). Die Innenstadt verlange eine Mischung aus Gastronomie , Handel und kulturellen Attraktionen: „Ich sehe mich hier als Vermittler zwischen der Stadt, den Immobilieneigentümern, der Geschäftswelt und den Bürgern.“

Bürgernähe: Bauprojekte alleine machten aber die Stadt nicht lebendig, hier gelte es, die Stadtgemeinschaft mit ihren Vereinen, Initiativen, Organisationen und Kirchen aktiver mit ins Boot zu holen. Das Ehrenamt brauche einen festen städtischen Ansprechpartner, der auf breiter Basis helfe und aufzeige, was möglich ist – und nicht betone, was nicht gehe, so Sorré. Jährliche Stadtteilversammlungen seien „eine Selbstverständlichkeit“, die Stadt müsse offener und transparenter arbeiten. Ideen von Bürgern müssten „mit offenen Armen“ aufgenommen anstatt abgewehrt werden. In der Stadtverwaltung müsse es zudem fortan ein funktionierendes „Beschwerdemanagement“ geben.

Freizeit/Kultur: Sorré will, dass Donauwörth „seinen Status als Dorf ohne Nachtleben“ verliert. Die Stadt könne zwar selbst keine Gastronomiebetriebe und Clubs betreiben, aber interessierten Gründern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zudem sollen Donau und Wörnitz „erlebbarer“ werden, das Projekt City River , über das neue Zugänge zu den Flüssen geschaffen werden sollen, sei ein guter Anfang. (hilg)

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