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Kirchentag: Christen als Einheit in Vielfalt

Kirchentag: Christen als Einheit in Vielfalt
Kommentar Von Thomas Hilgendorf
10.12.2019

Es ist wohltuend, dass die zwei großen Volkskirchen in Donauwörth ein Zeichen der Einheit in der Vielfalt setzen wollen. 

Manchmal, wenn die Debatten in theologischen Fachkreisen zu menschlich-verkopft geraten, täte es gut (oder not), sich an die eigentlichen Bedeutungen wichtiger Begriffe zu erinnern. So etwa bei den – Gott sei Dank weniger gewordenen – Meinungsverschiedenheiten zwischen katholischen und evangelischen Christen.

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„Katholisch“ bedeutet ganz grundsätzlich „allumfassend“. „Kirche“ im Sinne des griechischen „ekklesía“ bedeutet „die Herausgerufenen“, beziehungsweise „Gemeindeversammlung“. „Evangelisch“ ist gemünzt auf das Evangelium, also die Gute Botschaft von Jesus Christus als Erlöser der Menschen.

Betrachtet man diese eigentlichen oder Ur-Bedeutungen, so können wohl alle Christen sich mit ihnen ganz grundsätzlich identifizieren: Die all- oder weltumfassende christliche Gemeinschaft, die zuvorderst das reine Evangelium zu predigen hat. Das ist nun einmal gesamt-christlich. Wer ein viel zitiertes Sprachbild anbringen möchte: Das ist Einheit in der christlichen Vielfalt. Insofern erscheint es folgerichtig, wenn aufrichtig glaubende Christen aus unterschiedlichen Gruppen (Konfessionen) sich auch stets respektvoll und achtsam als Geschwister bezeichnen. Und so ist es in der Tat wohltuend, dass die zwei großen Volkskirchen in Donauwörth ein Zeichen der Einheit in der Vielfalt setzen wollen mit dem Ökumenischen Kirchentag im kommenden Mai.

Kirchentag: Christen als Einheit in Vielfalt

Zu lange hat man sich in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten in manchmal doch recht lebensfernen, allzu akademischen und oftmals zu dogmatischen Debatten verstrickt – während es einem Christen doch zuvorderst darum gehen sollte, den Willen und Weg Jesu zu beherzigen.

Christus war nah bei den ganz normalen Menschen unterwegs – und weniger in theologischen Fachseminaren. Jesu Botschaft ist so aktuell wie vor 2000 Jahren. Es wird Zeit, dass wir Christen uns wieder viel stärker auf sie konzentrieren.

Lesen Sie dazu: Das ist beim ökomenischen Kirchentag geplant


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