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19.12.2020

Kräftiges Weihnachtsgeld für Mertingen

Warum die Kommune 3,5 Millionen Euro vom Freistaat erhält

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte sich Jörg Baumgärtner nicht wünschen können: Der Kämmerer der Gemeinde Mertingen erhielt gestern die aktuellen Kontoauszüge und durfte jubilieren, denn die Bayerische Staatsregierung hatte der Kommune eine stattliche Summe überwiesen. Auch im Gemeinderat gab es Staunen: Exakt 3,44 Millionen Euro erstatte Bayern der Gemeinde für den Steuerausfall durch die Corona-Pandemie.

„Wir werden Geld verlieren“, hatte der Kämmerer vor einem halben Jahr berichtet. Von einer „gefährlichen Bilanz“ nach unten war seinerzeit im Gemeinderat die Rede. Und Bürgermeister Veit Meggle gab sich realistisch: „Die Einnahmesituation stellt sich alles andere als erfreulich dar.“ Man stehe allerdings nicht vor dem Bankrott, hatte Meggle erklärt, schließlich verfüge Mertingen auch noch über andere Einnahmequellen. Die Corona-Pandemie hatte bei den Unternehmen in Mertingen zu erheblichen Verlusten geführt, sodass die kalkulierten Gewerbesteuereinnahmen fehlten.

Es sei ihm nicht bange, werde sich die Situation doch möglicherweise bereits wieder zum Ende des Jahres verbessern, erklärte der Bürgermeister damals im Gemeinderat. Zwischenzeitlich hatte Kämmerer Baumgärtner die zu erwartenden Verluste aufgelistet und summiert. Sein Ziel: Von der Staatsregierung, wie angekündigt, einen Ausgleich zu erhalten.

10,2 Millionen Euro hätten die Kommunen im Landkreis aus dem Sonderfonds der Regierung erhalten. Mit 3,44 Millionen Euro habe Mertingen den mit Abstand höchsten Ausgleich erhalten. Das sei aber der Tatsache geschuldet, „dass bei uns ziemlich viel weggebrochen ist“. Die anderen Kommunen hätten ganz offensichtlich nicht so signifikante Einbrüche zu vermelden gehabt. (bih)

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