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Ausstellung

28.11.2016

Kunst als zweites Leben im Schloss

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2 Bilder
Gegenständliches Malen ist die Passion von Helmut C. Walter. Oft hat er schon im In- und Ausland ausgestellt. Nun präsentiert er seine Exponate im kurfürstlichen Schloss in Rain.

Helmut C. Walter und Heinz Franke präsentieren ihre Werke in Rain. Warum diese Vernissage für die Stadt einen Neuanfang bedeutet

Dieser Ausstellung würde nur noch eine gute Fee fehlen, um ein Märchen zu realisieren. Diese Aussage eines Besuchers, der ins kurfürstliche Schloss kam und die Werke von Helmut C. Walter und Heinz Franke bewunderte, entstand aus einer Emotion. Zustande kam dieser Vergleich, als Franke vor einer Holzskulptur stand und den Gast fragte: „Was sehen sie darin?“ Der Begriff Harmonie sei zu oberflächlich, antwortete der Mann und so kam der Vergleich mit Gepetto zustande, der aus einem Stück Holz die Figur Pinocchio herstellte, die eine Fee dann zum Leben erweckte.

Franke schmunzelte und gab zu, dass eine gewisse Ähnlichkeit in der Arbeitsweise bestehe. Aus Bäumen, die ihm die Menschen bringen oder die er selber sieht, fertigt er Figuren und Formen. Bescheiden sagt er über das Lob, das er erhält: „Die Natur ist der Künstler, nicht ich.“ Und doch ist Fantasie gefragt, um Totholz in Engel und Liebespaare zu verwandeln und damit quasi ein zweites Leben zu schaffen. Teilweise sind diese so groß wie Menschen, manche aber auch nur höchstens etwa einen halben Meter hoch. Sehr spät habe er mit der Kunst angefangen, erzählt er, denn in seinem Beruf als leitender Angestellter bei der Firma Drossbach in Rain fand er dafür keine Zeit. Anders dagegen verhält es sich bei Walter.

Er malt schon immer, und das Beste, was ihm jemand als Kind schenken konnte, seien Stifte gewesen. „Nur wollte ich nie ganz von der Kunst leben“, sagt Walter, denn finanziell sei dies ein enormes Risiko. So verdiente er seinen Lebensunterhalt als Kunsterziehungslehrer. Nebenbei malte er aber schon immer. Nie ist er vom Gegenständlichen abgewichen. Die meisten seiner Bilder malt er in seiner Lieblingsfarbe Blau. Früher war Walter auch viel im Ausland unterwegs. Unter anderem stellte er auch im Europa-Parlament in Strasbourg aus.

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Dieses Mal jedoch zeigt er seine Exponate in seiner Heimat Rain, wo sie sich mit den fließenden und weichen Linien der Holzskulpturen zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Und wo könnten sie das besser, als in diesem Raum im kurfürstlichen Schloss, das eben erst renoviert wurde? Zweiter Bürgermeister Leo Meier, der diese Frage stellte, zeigte sich stolz, zwei so renommierte Künstler in Rain begrüßen zu dürfen. Die Vernissage sei für die Stadt Rain etwas Besonderes, denn sie sei ein Anfang. „Das Schloss soll zu einem Zentrum, zwar nicht nur, aber vor allem für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen werden“, versprach Meier. Für einen Laien sei Kunst ja immer schwierig zu beurteilen.

Kunst provoziere und wecke dadurch Gefühle bei den Menschen. „In diesem ehrwürdigen Gebäude ist das besonders intensiv zu spüren“, beschrieb Leo Meier. Seinen musikalischen Beitrag zur festlichen Atmosphäre lieferte Stephan Holstein, der Saxofon und Klarinette spielte. "Kommentar

Die Ausstellung im Kurfürstlichen Schloss in Rain findet auch noch am kommenden Wochenende statt. Geöffnet ist am Samstag, 3. Dezember, und Sonntag, 4. Dezember, jeweils von 11 bis 17 Uhr.

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