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Verkehr

01.09.2016

Mit dem Handy auf dem Fahrrad?

Während dem Radfahren das Handy nutzen?
Bild: dpa/Warnecke

Nachrichten schreiben, Telefonieren oder Musikhören – wir klären, was erlaubt ist und was nicht

Überall wo man geht: Die Menschen sehen überall nach unten – auf das Display ihres Handys. Und auch am Fahrrad sieht man immer mehr Personen, die eine Hand am Lenker haben und in der anderen das Smartphone halten. Grund genug nachzufragen, was das verkehrsrechtlich bedeutet. Antworten gibt Thomas Scheuerer, Dienststellenleiter der PI Donauwörth.

Darf ich mein Smartphone auf dem Fahrrad nutzen?

Scheuerer: Das kommt drauf an. Wer sein Handy zum telefonieren ans Ohr hält oder nur noch eine Hand frei hat, weil er sein Smartphone benutzt, kann sich nicht mehr ausreichend auf den Verkehr konzentrieren und macht sich strafbar. Auch lautes Musikhören mit Kopfhörern ist nicht erlaubt.

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Welche Strafe droht?

Scheuerer: Wer auf dem Fahrrad telefoniert und erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von 25 Euro rechnen. Wer während des Radelns laut mit Kopfhörern Musik hört, muss zehn Euro zahlen, egal ob die Kopfhörer an ein Handy oder einen MP3-Player angeschlossen sind.

Ist der Führerschein in Gefahr?

Nein, wer mit dem Handy auf dem Fahrrad erwischt wird, muss sich grundsätzlich keine Sorgen um seinen Führerschein machen. Nur bei einer massiven Verkehrsgefährdung könnte sich die Führerscheinstelle einschalten. Einen solchen Fall habe ich aber in meiner zehnjährigen Dienstzeit hier in Donauwörth noch nicht erlebt.

Momentan ist die App Pokemon Go in aller Munde. Man könnte annehmen, dass seit der großen Begeisterung für das Spiel mehr Leute mit Handy am Lenker unterwegs sind.

Scheuerer: Ich glaube nicht, dass mehr Leute ihr Handy auf dem Fahrrad nutzen als in den letzten Jahren. Im Sommer steigt die Zahl wegen des guten Wetters natürlich immer ein bisschen. Es ist mir aber wichtig zu betonen, das wir durchaus wichtigere Dinge zu tun haben, als Handysünder zu bestrafen. Wenn die Leute einsichtig sind, kann man es da auch einmal bei einer Verwarnung belassen.

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