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Stadtentwicklung

22.11.2018

Monheim wächst

In Monheims Kernstadt leben aktuell 3299 Bewohner – etwas mehr als noch im Jahr 2017. Wie sich die Stadtteile entwickelten berichtete Bürgermeister Günther Pfefferer bei der Bürgerversammlung.
Bild: Carmen Abwandner

Bei der Bürgerversammlung hat Rathauschef Günther Pfefferer interessante Zahlen dabei. Warum Autofahrer im Frühjahr Geduld haben müssen.

Nach neun Veranstaltungen in den Ortsteilen brachte Monheims Bürgermeister Günther Pfefferer mit der finalen Bürgerversammlung in der Kernstadt wieder seine alljährliche Herbsttour hinter sich, um die rund 50 gekommenen Einwohner über die aktuelle Situation zu informieren.

Pfefferer hatte einige interessante Zahlen parat. Die Einwohnerzahl Monheims lag Ende September bei 5092 Personen – 55 mehr als vor einem Jahr. In der Kernstadt leben aktuell 3299 Bewohner, dies sind 79 Frauen und Männer mehr als 2017. Insgesamt sei die Kernstadt somit gewachsen, während die Einwohnerzahl der Ortsteile zurückgeht. Dabei erwähnte der Bürgermeister zwei Beispiele: In Wittesheim ging die Zahl der Bewohner in den vergangenen 20 Jahren um 42 Personen zurück, in Flotzheim stieg sie im gleichen Zeitraum um 37 Bürger an.

Betriebe in der Stadt haben 2700 Arbeitsplätze

Bislang konnte die Verwaltung für dieses Jahr bereits 50 Geburten verbuchen, zwei mehr als im gesamten 2017. Dem stehen 52 Sterbefälle gegenüber. Bislang wurden im Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft 35 Ehen geschlossen (minus fünf im Vergleich zu 2017). Aktuell leben 29 anerkannte Asylbewerber in Monheim. „Die Lage hat sich normalisiert“, fasste Pfefferer zusammen. Was die Steuerkraft betrifft, belege Monheim im Kreis den vierten Platz. Die Betriebe in der Jura-Stadt kommen zusammen auf rund 2700 Arbeitsplätze.

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„Unser Kindergarten platzt fast aus allen Nähten“, so Pfefferer. Deswegen habe die Kommune nicht nur die Alte Turnhalle in der Schulstraße gekauft, um dort voraussichtlich 2020 eine neue Krippe zu errichten. Auch ein Waldkindergarten wurde als Alternative in Betracht gezogen und inzwischen vom Stadtrat befürwortet. Ausschlaggebend dafür, so der Bürgermeister, sei die „verblüffend positive Resonanz“ vonseiten der Eltern gewesen. Eingerichtet werden soll der Waldkindergarten ab kommenden Herbst am Mandele, als Ausweichraum dient das dortige Sportheim des TSV. Am 5. Dezember ist ein eigener Informationsabend zum Waldkindergarten angesetzt, bei dem das Konzept ausführlich vorgestellt wird.

Neubau der beiden Wasserbehälter kostet 3,45 Millionen Euro

Größtes Projekt der Kommune in diesem Jahr ist der Neubau der beiden Wasserbehälter. Dafür sind im Haushalt 3,45 Millionen Euro angesetzt. Im Behälter Nord wurde kürzlich bereits die Beprobung mit Wasser abgeschlossen, beim Behälter Süd soll dies möglichst noch in diesem Jahr erfolgen. Bis Mai dürfte die Maßnahme abgeschlossen sein. Da inzwischen alle städtischen Bauplätze vergeben sind, möchte man 2019 den dritten Abschnitt im Gebiet Osterholz angehen, informierte der Bürgermeister.

Das Historische Stadtfest im Juli bezeichnete Bürgermeister Pfefferer als „tolle Sache“. Die Stimmung sei trotz des Starkregens am zweiten Tag „gigantisch“ gewesen. Geärgert habe man sich nur über kurzfristig aufgetretene Auflagen für den Viehmarkt. Bereits in einer der kommenden Stadtratssitzungen soll entschieden werden, in welchem Jahr das nächste Fest ausgetragen wird.

Die Monheimer Feuerwehr erhält im Sommer eine Drehleiter (Kostenpunkt 650000 Euro, davon 250000 Euro Zuschüsse) – was jedoch auch mit zusätzlichen Aufgaben versehen ist. Der Bürgermeister dankte den Aktiven der Feuerwehr für ihr Engagement. Immerhin hätten sie bis zu 100 Einsätze pro Jahr. Rund 76 000 Euro gehen von der Stadt als Förderung an die Sportvereine. Auch den ehrenamtlichen Fahrern des SoMit-Busses dankte Pfefferer. Er informierte, dass möglichst bereits ab Dezember eine Tour quer durchs Stadtgebiet starten soll, um Interessierte zum freitäglichen Seniorenschwimmen ins Jurabad zu bringen.

Was das Jahr 2019 angeht, erläuterte Pfefferer, dass es im Frühjahr eine größere Baustelle am westlichen Ortseingang von Monheim geben wird. Dort steht die Sanierung der Wemdinger Straße an, in diesem Zuge erhält auch das neue, inzwischen erschlossene Industriegebiet eine Linksabbiegerspur.

Baustelle für acht Wochen

Im gleichen Zeitraum entsteht etwas außerhalb der Ortsgrenze an der Kreuzung Abzweigung Flotzheim/Abfahrt zur B2 ein neuer Kreisverkehr. Das Staatliche Bauamt Augsburg sieht an dieser Stelle nämlich einen Gefahrenpunkt. Für die gesamte Maßnahme von der Abzweigung von der Donauwörther Straße kommend bis zum neuen Kreisverkehr ist ein Zeitraum von acht Wochen geplant. „Uns wird es also nicht langweilig“, meinte Pfefferer auch mit Blick auf weitere Straßenbauprojekte sowie die anstehende Generalsanierung der Schulturnhalle.

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