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Kaisheim

23.11.2016

Nachhaltige Arbeit in den heimischen Wäldern

Freuen sich über die nachhaltige Arbeit in den heimischen Wäldern: (von links) WBV-Förster Bernd Tiroch, 2. WBV-Vorsitzender Hans Wiedenmann, Karl Winter (Pfarrwald Schaffhausen), WBV-Vorsitzender Alois Michel und Zertifizierungskontrolleur Winfried Stech.
Bild: Werner Diemer

Forstbetriebe in der Region halten sich an Standards zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Wozu Verbraucher aufgerufen werden.

Die Waldflächen von den Mitgliedern der Waldbesitzer-Vereinigung (WBV) Nordschwaben sind nahezu allesamt zertifiziert. Um die PEFC-Standards zu halten beziehungsweise zu erhöhen, erfolgen immer wieder stichprobenartig Kontrollen vor Ort in den Wäldern. Heuer war es bei der WBV wieder soweit. In 19 Mitgliedsbetrieben, die im ganzen Donau-Ries-Kreis nach dem Zufallsprinzip aus verschiedenen Betriebsgrößen ermittelt wurden, wurde der unabhängige Kontrolleur Winfried Stech vorstellig.

Ein wichtiger Punkt bei der Kontrolle war die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften sowie das Verwenden von Sonderkraftstoff und Bio-Kettenöl zum Schutz der Umwelt. Ganz wichtig war dem Kontrolleur auch die Bestätigung, dass keine gentechnisch veränderten Pflanzen verwendet werden. Das Vermeiden von flächigem Befahren sowie die Vielfalt der Baumarten waren weitere Kontrollpunkte.

Bezüglich der Vielfalt könnte nach Angaben des WBV die natürliche Waldverjüngung dem Forstbesitzer vieles abnehmen, allerdings sei „nicht in allen kontrollierten Forstbetrieben ein angepasster Wildbestand zu verzeichnen“. Betriebe mit hohem Verbiss der kleinen Bäume würden angehalten, ihre Stimme zu erheben und auf angepasste Wildbestände hinzuwirken. Vielfach sehe man den entstandenen Schaden im Wald nicht, da der Prozess, das die Vielfalt verschwindet, schleichend ablaufe. Bei den Keimlingen und kleinen Pflanzen seien zum Beispiel Eichen oft noch vorhanden, würden dann beim Weiterwachsen durch Verbiss beeinträchtigt oder ganz weggefressen.

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Bei der letzten Station im Kirchenwald von Schaffhausen (Gemeinde Mönchsdeggingen) zeigte sich WBV-Vorsitzender Alois Michel zufrieden, konnte ihm Winfried Stech doch eine gute Entwicklung der nordschwäbischen Wälder bescheinigen, insbesondere dass die Wälder nicht durch menschliche Hand ausgeräumt würden. Die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Wälder konnte laut Pressemitteilung in allen Betrieben bestätigt werden.

Das „PEFC“-Zeichen findet sich zunehmend auf Produkten und sollte dem WBV zufolge von allen Verbrauchern stärker nachgefragt werden. „Die hiesige Waldwirtschaft findet unter der vielfach kritischen Beobachtung unserer Öffentlichkeit statt, bei Verwendung von Holz aus anderen Erdteilen hat man trotz eines Labels zur Zertifizierung oft keine Gewissheit über dessen Umwelt- und Gesellschafts-Verträglichkeit,“ so Vorsitzender Alois Michel. Der rief die Verbraucher dazu auf, heimisches Holz stärker nachzufragen.

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