Newsticker

Spanien verhängt erneut Notstand und Ausgangssperre
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Noch schnelleres Internet

Breitband

05.02.2015

Noch schnelleres Internet

Wieso der Bürgermeister von einem „Luxusproblem“ spricht und was eine Nachbargemeinde mit einer möglichen Lösung zu tun hat

In großen Teilen der Gemeinde Genderkingen herrscht eine gute Breitbandversorgung. Darauf ist Bürgermeister Roland Dietz stolz. „Wir sind bei diesem Thema schon sehr weit fortgeschritten.“ Aber: Es geht immer noch ein bisschen besser. Deshalb befasste sich der Gemeinderat nun erneut mit dem Thema.

Das Gremium beschloss einstimmig, eine Voruntersuchung zum Ausbau des Breitbandnetzes – die Kosten dafür betragen 1640 Euro – in Auftrag zu geben. Damit soll genau ermittelt werden, wie viele förderfähige Haushalte es in der Gemeinde gibt – Voraussetzung dafür ist eine bisherige Übertragungsrate von 30 Megabit (MB) pro Sekunde. Dietz schätzt, dass dies für rund 40 Prozent der Haushalte gilt. Im Umkehrschluss wären 60 Prozent in Genderkingen bereits schneller im Internet unterwegs – teilweise mit bis zum 50 MB. Deshalb bezeichnet der Bürgermeister die Situation in seinem Ort eigentlich als „Luxusproblem“. Dennoch müsse man bereits jetzt in die Zukunft schauen. Dietz: „Wer weiß schon, wie sich die Technik entwickelt und was 50 MB in zehn Jahren noch sind?“

Daher habe man nun den ersten Schritt gemacht, um das Netz weiter zu verbessern. Die Ist-Analyse der beauftragten Firma werde einige Wochen in Anspruch nehmen, dann kommt das Thema erneut in den Gemeinderat. Dabei soll auch eine Kostenschätzung vorgestellt werden, so der Rathauschef. „Und dann müssen wir entscheiden: Machen wir es oder machen wir es nicht?“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Sollte sich das Gremium für eine Fortsetzung der Pläne aussprechen, dann kommt womöglich das benachbarte Niederschönenfeld ins Spiel. Wie Dietz berichtet, gibt es einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 50000 Euro, wenn zwei Gemeinden ein solches Projekt grenzübergreifend angehen. „Wieso nicht“, so die Meinung des Genderkinger Bürgermeisters dazu.

In Niederschönenfeld ist man allerdings bereits einen Schritt weiter, nachdem man dort schon im vergangenen Jahr die Möglichkeiten des Ausbaus und die genauen Kosten hatte ermitteln lassen. Der dortige Gemeinderat berät in seiner Sitzung am kommenden Montag über die weiteren Schritte – und dabei auch über eine mögliche Vereinbarung mit Genderkingen. (mwe)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren