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Entwicklungshilfe

06.02.2019

Oberndorf will Schule in Namibia finanzieren

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Landrat Stefan Rößle besucht in Namibia eine der Schulen, die der Landkreis finanziert hat.
Bild: Rößle

Die Gemeinde und die Grundschule unterstützen die Initative von Landrat Stefan Rößle und müssen knapp 40.000 Euro zusammenbringen. Wie der Stand des Projektes ist.

Petra Wirth, Rektorin der Grundschule Oberndorf, weiß selbst, wie die Lage in Afrika ist. Nach ihrem Urlaub dort und dem Besuch einer dortigen Schule mit verheerenden Zuständen wurde sie von der Idee bestärkt, sich der Schulbauinitiative von Landrat Stefan Rößle anzuschließen. Bereits im Juli 2018 entschlossen sich daraufhin die Grundschule Oberndorf und die Gemeinde Oberndorf gemeinsam mit der Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help“ und dem namibischen Verein Kaokoland eine Schule im Norden von Namibia zu bauen. Die Kosten: 39200 Euro.

Unternehmen, Vereine und Organisationen helfen zusammen

Beim Sommerfest der Grundschule im vergangenen Jahr wurden fleißig Spendengelder gesammelt sowie ein handsignierter Fußball von Manuel Neuer versteigert. Ein Flohmarkt sowie der Verkauf der selbst gemalten Weihnachtskarten der Grundschüler stockten den Betrag auf. Bürgermeister Eberle berichtete über den Stand, der bisher eingegangenen Spendengelder in Höhe von rund 10500 Euro für das geplante Schulprojekt. Firmen und Vereine haben bereits gespendet. Das Adventskonzert des Jugendchors „Cantiamo“ gemeinsam mit dem Projektchor und der Flötengruppe der Grundschule brachte einen Erlös von 500 Euro und beim „Wintergrillen“ des VfB Oberndorf, Sparte Fußball erwirtschaftete man einen Spendenbetrag in Höhe von 1000 Euro. Am 5. Juli ist ein Benefizkonzert im Fuggerschloss geplant, bei dem die bekannte Musikgruppe „Soul Train Music“ auftritt und auf die Hälfte ihrer Gage zugunsten der „Oberndorfer Schule“ verzichten wird. Zudem gibt es bei einer Tombola einen tollen Preis zu gewinnen.

20 Projekte wurde aus dem Landkreis schon verwirklicht

Mit Hilfe eines Films machte anschließend Landrat Stefan Rößle auf die erschreckende Bevölkerungsexplosion in den kommenden Jahrzehnten aufmerksam. Weltweit nimmt die Bevölkerung jährlich um etwa 80 Millionen zu. In Afrika wird sich die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf voraussichtlich 2,5 Milliarde Menschen verdoppeln. Bildung hilft den Menschen in Afrika ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die Geburtenrate zu senken, der Benachteiligung von Frauen entgegenzutreten, Frieden zu sichern und letztendlich Fluchtursachen zu bekämpfen. Durch seine Schulbauinitiative wurden inzwischen innerhalb von zwei Jahren 43 Schulprojekte deutschlandweit initiiert, davon 20 aus dem Landkreis Donau-Ries. Davon sind 24 Schulen bisher komplett finanziert und für 19 Schulen werden noch Spendengelder gesammelt.

Mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help und deren verlässlichen Partnern vor Ort wird laut Landratsamt sichergestellt, dass die Spendengelder 1:1 an der richtigen Stelle ankommen und ausschließlich für das Schulprojekt verwendet werden. Gebaut wird nur in den afrikanischen Ländern, die sich als verlässlich erwiesen haben. Zudem wird nur auf staatlichen oder gemeindlichen Grundstücken gebaut. Überwiegend werden die errichteten Schulen vom jeweiligen Staat unterhalten und dieser verpflichtet sich auch, Lehrkräfte bereitzustellen und deren Anstellungen zu sichern. Der Bau erfolgt mit heimischen Baumaterialien. Unter der Schirmherrschaft von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller will man mit einer Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ bauen. (pm)

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