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Buchdorf

19.04.2018

Rathaus: Bau soll noch heuer starten

Das Anwesen Hauptstraße 39 in Buchdorf wird bald abgerissen. Zwischen der Stelle, an der dieses Gebäude steht, und der Raiffeisen-Volksbank-Filiale soll das neue Rathaus errichtet werden.
Bild: Widemann

Gemeinderat in Buchdorf befürwortet mehrheitlich den Bauantrag. Demnächst werden erste Gebäude abgerissen. Wie geht es mit der Arztpraxis weiter?

Der erste Bauabschnitt für das neue Dorfzentrum in Buchdorf rückt näher: Der Gemeinderat hat nun den Bauantrag für das Rathaus befürwortet. Demnächst soll auch ein Teil der bestehenden Gebäude abgerissen werden. Unklar ist indes, wie es mit der Arztpraxis weitergeht, deren aktueller Standort sich ebenfalls im Bereich des künftigen Zentrums befindet.

Die Pläne für das Rathaus sehen ein zweigeschossiges Gebäude vor, das an der Hauptstraße stehen soll. Das unterkellerte Bauwerk wird 24 Meter lang und 12 Meter breit. Im Erdgeschoss sind das Bürgermeister-Zimmer, ein Büro, ein Besprechungsraum, Toiletten und ein Sozialraum vorgesehen. Im Obergeschoss sind ein 95 Quadratmeter großer Sitzungssaal, ein 45 Quadratmeter großes Trauungszimmer und eine Küche geplant. Gegen den Bauantrag stimmten die drei Räte der PWG. Denen ist das Projekt zu groß dimensioniert. Vellinger hingegen sieht das Rathaus als „repräsentatives Gebäude für die ganze Gemeinde“.

Um Platz für den Neubau zu haben, wird das Anwesen Hauptstraße 39 bald abgerissen. Dies geschieht dem Bürgermeister zufolge wohl Ende April oder Anfang Mai. Ebenfalls abgerissen wird in den kommenden Wochen das ehemalige Raiffeisen-Lagerhaus im rückwärtigen Bereich. Vellinger hofft, dass mit dem Bau des Rathauses im Herbst begonnen werden kann.

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Zweiter Bauabschnitt in einem Jahr

Im Frühjahr 2019 soll der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt folgen. Auf dem Vorplatz des zweistöckigen Hauses, in dem derzeit eine Hausärztin tätig ist, soll ein Gebäude entstehen, in dem die Filiale der Raiffeisen-Volksbank, eine Arztpraxis und – „wenn es uns gelingt“ – eine Apotheke einziehen sollen. Ist dieser Komplex fertig – was laut Vellinger etwa eineinviertel Jahre dauern dürfte –, dann werde die Bank dorthin umziehen und die restlichen alten Bauwerke würden abgerissen. In diesem Bereich werde dann der Dorfplatz angelegt.

Das Haus, in dem die Allgemeinärztin Dr. Angela Lilla seit 2015 ihre Praxisräume hat, wird den Plänen der Kommune zufolge ebenfalls abgerissen. Dies ist schon länger bekannt. Jedoch hat die Gemeinde nun vorzeitig das Mietverhältnis gekündigt – und zwar zum 30. September, wie der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. Dies sei geschehen, nachdem es vonseiten der Mieterin „Klagen über Mängel“ gegeben habe. Vellinger betont, dass die Kommune der Medizinerin einen „Hinweis“ gegeben habe, wo die Praxis weitergeführt werden könnte. „Ein Investor baut in Buchdorf gerade etwas und würde Räume in gewünschter Größe zur Verfügung stellen“, so Vellinger.

Momentan sind in der Praxis an zwei Vormittagen pro Woche Sprechzeiten möglich. Bernd Lilla, der die Praxis seiner Frau managt, zeigt sich von der Kündigung überrascht: „Wir wurden vor den Kopf gestoßen.“ Man habe die Gemeinde auf Mängel an dem Gebäude aufmerksam gemacht. So drohe inzwischen der Balkon von dem Haus abzubrechen. Man habe der Kündigung widersprochen. Die brächte die Ärztin zeitlich in Bedrängnis. Alternative Räume müssten gewisse Voraussetzungen erfüllen. Auch die Kassenärztliche Vereinigung habe da mitzureden. Lilla weiter: „Das Bauchgefühl sagt uns: Die Gemeindeführung will uns nicht haben.“ Deshalb sei die Zukunft der Praxis in Buchdorf ungewiss: „Perspektivisch sehen wir nicht viele Chancen, dass wir hier bleiben.“

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