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Kaisheim-Altisheim

07.11.2019

Schweinemast: Landwirt zieht Antrag zurück

Neben dem bestehenden Stall (Bild) bei Altisheim soll jetzt wohl doch keine Schweinemast betrieben werden. 
Bild: Wolfgang  Widemann (Archivbild)

Plus Bauer aus Altisheim rückt offenbar von Plänen für umstrittenen Schweinestall ab. Verfahren zog sich über Monate hin.

Für große Aufregung hat ein Landwirt aus Altisheim gesorgt, als er Anfang des Jahres einen Antrag für den Bau eines Stalls für bis zu 920 Mastschweine einreichte. Vor allem Bürger in Altisheim und Leitheim äußerten große Bedenken gegen das Vorhaben. Nun scheint dieses vom Tisch zu sein. Der Bauer hat seinen Antrag in der vorigen Woche zurückgezogen.

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Dies bestätigte Bürgermeister Martin Scharr in einer Sitzung des Gemeinderats Kaisheim auf eine Anfrage von Josef Mayer hin. Über die Gründe sei nichts bekannt.

In Altisheim und Leitheim formierte sich eine Initiative

Seit Jahren betreibt der Landwirt auf der Anhöhe über Altisheim einen Stall mit 210 Zuchtsauen. Dieser war 2012 genehmigt worden – und hatte damals ebenfalls die Gemüter erregt. Die jetzt beabsichtigte Erweiterung löste noch heftigere Diskussionen aus – vor allem, weil es sich nicht um eine Ferkelzucht, sondern um eine Mast handeln sollte. In Altisheim/Leitheim formierte sich deshalb auch eine Initiative. Hartnäckig hielt sich in den Orten das Gerücht, wonach ein Agrarkonzern bei dem Landwirt einsteigen könnte. Der Geschäftsführer der wiederholt genannten Reichertsweiler Ferkel GmbH dementierte, dass sein Unternehmen eine Geschäftsbeziehung mit dem Altisheimer Betrieb unterhalte.

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Landratsamt verlangte weitere Unterlagen

Derweil beschäftigte sich das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde mit dem Bauantrag. Das Verfahren zog sich über Monate hin. Dem Vernehmen nach sollte der Landwirt Unterlagen nachreichen. Deshalb wurde auch die Frist bis Ende Oktober verlängert. Kurz bevor sie ablief, teilte der Altisheimer der Behörde mit, dass er seinen Antrag zurückzieht. Das Verfahren werde jetzt eingestellt, so das Landratsamt auf Anfrage. Der Bauer habe seinen Schritt nicht begründet.

Der Kaisheimer Ortsverband der Grünen freut sich in einer Presseerklärung über die Entwicklung und bedankt sich unter anderem bei „allen engagierten Bürgern der Marktgemeinde Kaisheim“. (wwi)

Dazu lesen Sie auch: Schweinemast: Bauantrag wird Chefsache im Landratsamt Die Angst vor der „Schweine-Mafia“ Schweinestall sorgt für „große Unsicherheit“ Nun auch über 900 Mastschweine bei Leitheim Reichertsweiler: Kein Kontakt zu anderem Landwirt

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