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03.04.2010

Spurensuche in der Künstlerkolonie

Donauwörth Pünktlich zum Osterwochenende und zur Ferienzeit beginnt im Käthe-Kruse-Puppen-Museum die Saisoneröffnung. Das Museum kann über die Feiertage und in den Osterferien von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die neue Sonderausstellung "Käthe Kruse am Lago Maggiore - Beginn einer künstlerischen Karriere" auf Hochtouren. Eröffnung: 8. Mai.

Museumsleiterin Gudrun Reißer recherchierte bisher in Berlin und München und transportierte persönlich die hoch versicherten Leihgaben - Puppen und Dokumente - persönlich nach Donauwörth.

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Für die Ausstellungsvorbereitungen stand dieses Mal auch ein Auslandseinsatz mit auf dem Programm. Mit Fotograf Stefan Sisulak war Reißer vier Tage im schweizerischen Tessin: in Ascona am Lago Maggiore. Käthe Kruse, damals noch Käthe Simon, lebte dort von 1904 bis 1909 mit ihren beiden Kindern Maria und Sophie zuerst in der reformerischen Künstler- und Freidenkerkolonie "Monte Verità", (Berg der Wahrheit) und schließlich im "Roccolo", einem Vogelstellerturm, oberhalb von Ascona.

Renovierungsbedürftig

Spurensuche in der Künstlerkolonie

Auf Käthes Spuren erkundeten und fotografierten Reißer und Sisulak die noch vorhandenen Gebäude und trafen sich mit dem eigens aus Bern angereisten Wissenschaftler und besten Kenner des "Monte Verita", Dr. Andreas Schwab. Er nahm sich für eine ausgedehnte Führung durch die heute geschlossenen und renovierungsbedürftigen Gebäude Zeit.

Ein weiteres Bonbon ergab sich bei dem Besuch: Der 1838 in Donauwörth geborene und heute europaweit geschätzte Theosoph, Schriftsteller, Freimaurer und Esoteriker Dr. Franz Hartmann (Tafel in der Kapellstraße) lebte ebenfalls in Ascona. Er wollte nämlich 1889 auf dem Berg Monescia oberhalb des Lago Maggiore, vor der Gründung der Freidenkerkolonie "Monte Verità", ein theosophisches Kloster gründen. Im heutigen modernen Bildungszentrum Monte Verità ist Hartmann ein fester Begriff. (gure)

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