Donauwörth

13.07.2018

Eine packende Show zum Jubiläum

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12 Bilder
Als untrennbares Quartett performen: (von links) Florian Seiler, Jakob Roßmann, Julian Haschner und Daniel Furthmüller.
Bild: Izso

Zum 20. Geburtstag begeistert die Musical Company des Gymnasiums Donauwörth mit der Produktion „Saturday Night Fever“. Es gibt viel Witz, Erotik und Action.

Kurz nach 23 Uhr hält es keinen Gast mehr in der Aula des Donauwörther Gymnasiums auf seinem Platz. Das Publikum steht. Es bringt mit seinem Applaus die Anerkennung für rund 70 Akteure auf und neben der Bühne zum Ausdruck, die bei dem Jubiläumsstück „Saturday Night Fever“ mitgewirkt haben. Und das völlig zu Recht. Zweieinhalb Stunden boten die jungen Schüler eine packende Show. Die Bühne wurde in eine Disco verwandelt, in der Dialoge und Handlungen abliefen, während im Hintergrund kräftig weitergetanzt wurde.

Lockere und ausgelassene Stimmung herrschte und die Akteure sorgten durch die mit viel Wortwitz gespickten Dialoge und ihrem souveränen Auftreten dafür, dass dem ein oder anderen Gast immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wurde. Eingesetzt von spektakulären Lichteffekten und einer aufwendig installierten Technik, die im Zusammenspiel mit dem Bühnenbild, das die Darsteller in eine Nachtmeile in New York stellte, war ständig Leben auf der Bühne.

Kooperation mit der Stiftung

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Bei der Gestaltung des Bühnenbildes konnten sich die Schüler außerdem auf die Mithilfe von Elvis Petzak von der Stiftung Sankt Johannes verlassen, der mit dem Bau der Seitwände, im Rahmen der Kooperation der Schule mit der Stiftung, maßgeblichen Anteil an einem schönen Ambiente auf der Bühne hatte. Auf dieser wurden auch Ohrwürmer der Bee Gees, wie die Klassiker „Night Fever“ und „Stayin’ Alive“ performt, begleitet von einer gewohnt herausragenden Musicalband.

Teils wurde im Laufe der Handlung durch verbalen Sprachgebrauch auch einmal ein derberer Ton angeschlagen, für Lacher, Action und Erotik war aber ebenfalls gesorgt, sodass eine bunte Mischung für den Zuschauer entstand. So wurde beispielsweise mitten im Nebel eine Schlägerei inszeniert, bei der nur noch die Umrisse der Darsteller zu sehen waren, ein Protagonist verunglückte im Stück tödlich und auch Zurückweisungen in der Liebe gehören bei Saturday Night Fever zum Programm. Ergänzt von zahlreichen sozialen Problemen, wie Armut, Drogen oder Alkohol und dem Wunsch nach einem besseren Leben, werden die Betrachter bei all der Feierstimmung auch zum Nachdenken gebracht.

Die Geschichte des 19-jährigen Italo-Amerikaners Tony Manero, der von einem besseren Leben träumt und der im Rahmen der Handlung auf einen Tanzwettbewerb hinarbeitet, wird durch viele Nebenhandlungen begleitet, die vom streng katholischen Elternhaus Tonys auch Gesellschaftsschichten aufzeigen, bei denen es härter zugeht.

Bunte Kostüme

Reibungslos nimmt das Stück seinen Lauf, Kulissen werden rasch ausgetauscht und kaum steht das Ensemble wieder vollzählig vor den Zuschauern, kennt jeder seinen Platz bei Choreografien und Tänzen. In ihren bunten, aufwendig gestalteten Kostümen, die für jeden einzelnen Darsteller angepasst, umgenäht und auch mehrmals während des Auftritts gewechselt wurden, sorgte das Ensemble zusätzlich auch noch für viel Abwechslung bei der Optik.

Die Hauptdarsteller überzeugten durch tänzerisches, schauspielerisches, aber vor allem durch gesanglich extrem hohes Niveau bei ihren Einzelauftritten. Hierbei stellten Daniel Furthmüller (Tony), Carla Luxenhofer (Stephanie), Juliana Keller (Annette) und Franziska Orgis als Clubsängerin ihre Qualitäten unter Beweis. Selbstbewusst und mit großer Bühnenpräsenz schafften sie es bei ihren Einzelakten immer wieder aufs Neue, sich den Applaus der begeisterten Gäste abzuholen. Im Zusammenspiel mit den anderen Akteuren konnte man als Betrachter kurzerhand vergessen, dass es sich um ein Musical handelt, bei dem nur Schüler auf der Bühne und hinter dem Technikpult stehen.

Stimmung schwappt über

Die Stimmung schwappte immer mehr auf das Auditorium über, Songs der Bee Gees wurden wiederholt performt und die Aula wurde immer mehr ein Bestandteil der Disco auf der Bühne, die durch Clubsängerinnnen, dem ganzen Ensemble und sämtlicher Lichteffekte nahezu realistisch zu existieren schien. Daran hatten die jungen Menschen auf der Bühne mit ihrer Ausstrahlung einen beträchtlichen Anteil, es wirkte keinesfalls so, als müsse jeder genau an seinem Platz stehen, sondern als werde einfach locker gefeiert.

Vielseitig zeigten die Schüler ihre Klasse, egal ob bei Tänzen, den mitreißenden Songs oder einfach mit ihren Dialogen, die oft zu einem Lachen, aber auch zum Nachdenken beim Publikum führte.

Ihrem guten Ruf, den sie sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte erarbeitet hat, konnte die Company auf jeden Fall bei der Premiere gerecht werden und machte durch ihren Auftritt Werbung dafür, sich erneut dieses Stück anzusehen. Es wurde rasch deutlich, dass viel geübt und trainiert wurde, was von der voll besetzten Aula im Gymnasium mit einem kräftigen Applaus belohnt wurde. Wie gesagt: Es ist kurz nach 23 Uhr, als es keinen mehr auf seinem Stuhl hält ...

Weitere Aufführungen: 14., 15., 16., 19., 20., 21., 22. und 23. Juli, 20 Uhr in der großen Aula des Donauwörther Gymnasiums (Eingang über die Adalbert-Stifter-Straße). Kartenreservierung unter Telefon 0906/706560.

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