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Vortrag

01.03.2018

Was tun für ein gesundes Sprunggelenk?

Bei Sprunggelenksproblemen braucht der Fuß Halt.
Bild: Florian Schuh

Die Beschwerden können verschiedene Gründe haben. Was eine Expertin rät

Ein falscher, ein unbedachter Schritt, und schon ist man umgeknickt. Die Folge: Das Sprunggelenk schmerzt. Ganz wichtig ist dann eine schnelle und natürlich richtige Diagnostik, denn dann kann dem Patienten auch zügig geholfen werden, ohne lästige Operation, sondern meistens auf konservativem Weg. Das sagt Dr. Susann Borgwardt, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie in Donauwörth. In gerade einmal fünf Prozent aller Fälle sei eine Operation notwendig, „bei einem Bruch ist sie natürlich nicht umgänglich“.

Sie referiert am heutigen Donnerstagabend, 1. März, zum Thema „Gut zu Fuß – Ein Leben lang! Was tun bei verletztem Sprunggelenk?“. Denn Probleme mit dem Sprunggelenk können vielfältige Ursachen haben. „Das kann daher kommen, dass man sich das Sprunggelenk verdreht, kann aber auch aufgrund einer Lähmung, bedingt durch einen Schlaganfall oder Ähnliches, auftreten“, so die Fachärztin.

Wenn Bänder in Mitleidenschaft gezogen werden, muss immer zuerst geschaut werden, welches Band genau betroffen ist. „Wir haben drei Bänder im Sprunggelenk. Das vordere Band ist sehr wichtig, gerade bei Leistungssportlern. Da wird häufiger operiert, eine schnelle Reha schließt sich an“, erklärt die Expertin. Anders ist es, wenn der Außenknöchel betroffen ist. Hier werde die Verletzung eher gekühlt und ruhiggestellt. Hochlegen sorgt dafür, dass der Bluterguss und die Entzündung zurückgehen. „Außerdem arbeiten wir hier mit kleinen Bandagen, die ein Drehen des Gelenks verhindern, das Strecken und Beugen aber ermöglichen“, so Borgwardt.

Bei einem Schlaganfall oder Ähnlichem kann es zu einer halbseitigen Lähmung des Körpers kommen, was dazu führt, dass der Fuß nicht mehr belastbar ist. „Dadurch geht natürlich auch die Muskulatur zurück“, sagt die Ärztin. Es kann zu einer Spastik kommen, die übrigen Muskeln verkrampfen also. Das hat häufig einen Knorpelschaden zur Folge. Mittels verschiedener konservativer Wege kann aber auch das behandelt werden. „Es gibt die Möglichkeit, orthopädische Maßschuhe zu verordnen, auch in der Physiotherapie gibt es Maßnahmen.“ Der letzte Ausweg ist eine Versteifung des Gelenks, dadurch kann sich der Patient zumindest noch selbst auf den Beinen halten und sein Leben meistern und ist nicht auf einen Rollstuhl und Hilfe von anderen angewiesen.

Doch nicht immer sind Verletzungen oder schwere Krankheiten Auslöser von Sprunggelenksproblemen. Auch durch eine Fußfehlstellung, beispielsweise bei einem Knick-Senk-Fuß, treten Beschwerden auf. „Die falsche Belastung beim Auftreten sorgt für eine Sehnenentzündung, die chronisch werden kann. Dann sind die Sehnen mehr gefährdet zu reißen“, sagt Borgwardt. Schmerzhafte Entzündungen führen im weiteren Verlauf dazu, dass der Fuß noch stärker fehlbelastet wird. „Die Folgen sind ein Verschleiß der Gelenke, später Arthrose“, beschreibt die Ärztin.

Dem kann, so sagt die Expertin, bereits frühzeitig und durch kleine Verfahren entgegengewirkt werden. „Wenn man bei einem Kind eine Fußfehlstellung entdeckt und sofort durch spezielle Schuheinlagen oder Physiotherapie therapiert, ist viel geholfen.“ Tut man das nicht, hätte man bereits im Alter von rund 30 Jahren Probleme mit den Gelenken. „Und 30 ist ja nun wirklich kein Alter“, sagt die Fachfrau und lacht.

Am heutigen Donnerstag findet der Vortrag von Dr. Susann Borgwardt statt. Beginn ist um 19 Uhr in der Volkshochschule, Spindeltal 5, Raum 4, 1. Stock. Anmeldungen sind nicht nötig. Der Eintritt ist frei.

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