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Konzert

28.04.2015

Afrikas faszinierende Klangfülle

Bei dem Mama Afrika-Konzert waren für den afrikanischen Part zuständig: Dolapo Ola, Alexandrina Simeon, Henrique de Miranda, Njamy Sitson, Bobet Nlombi und Yenisey Rodriguez.
Bild: Manuela Rieger

Njamy Sitson und seine internationale Gruppe lassen in Friedberg aufhorchen

Viele mussten in der voll besetzten Friedberger Wallfahrtskirche Herrgottsruh stehen, um der Musik aus zwei Kulturen zu lauschen. Sowohl afrikanische als auch unsere abendländische Musik hatten da ihre Berechtigung. Wobei passend zum Motto „Mama Afrika“ dem afrikanischen Teil die meiste Zeit eingeräumt wurde. Der Sänger und Percussionist Njamy Sitson hatte Melodien und Lieder aus seiner Heimat Kamerun zu bieten.

Dazu passte es, dass im Kirchenraum eine Ausstellung über das in Kenia tätige Ubuntu-Hilfswerk des Friedberger Zahnarztes Dr. Tobias Lutz zu sehen war. Lutz und seine kenianische Frau Brenda hatten wenige Tage vor dem Konzert zwei Kinder aus Kenia nach Friedberg gebracht, um sie medizinisch behandeln zu lassen (wir berichteten). Die beiden kranken Kinder zählten mit zu den Zuhörern.

Wie wunderbar vielfältig, verschiedenartig die Musik, der Gesang und die Rhythmen Zentralafrikas sind, war bei diesem Konzert mit Njamy Sitson und seiner Gruppe intensiv zu erleben. Sitson ließ die komplexe Musik Zentralafrikas mit Leichtigkeit und Feinheit in Gesang und Rhythmus lebendig werden. Dazu kamen Cello und Gitarre, Hintergrundgesang und verschiedene andere Trommelarten. Schellen waren an Sitsons Bein gebunden.

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Wer bei Musik aus Afrika nur an akustische Instrumente denkt, wurde spätestens durch den Titel „Chabeun NSI“, eines Besseren belehrt. Alle gehörten Titel sind Kompositionen von Sitson. Es ist die Art von Musik, die unweigerlich den Blutdruck runterfahren lässt und gleichzeitig die Wachsamkeit der Sinne aufs Höchste steigert.

International war die Besetzung: Gespielt haben die Cellistin Yenisey Rodriguez aus Kuba, der Brasilianer Henrique de Miranda an der Gitarre, gesungen haben die Nigerianerin Dolapo Ola, Alexandrina Simeon aus Bulgarien und der Kongolese Bobet Nlombi. Gesungen und gespielt wurde eine Ode an Nelson Mandela. Oder das impressionistische Lied Papillon, das den Flug eines Schmetterlings beschreibt und eine Ode an alle Menschen ist, die schwach aussehen, jedoch voller Würde sind. Nkonimam war ein Lied für seine große Liebe.

Im Kontrast dazu spielte die Abiturientin Ruth Eichenseher Johann Sebastian Bachs Präludium aus der Solo-Suite Nr. 1 für Cello. Später, nachdem Dr. Lutz einen kurzen Einblick in die Arbeit der Hilfsorganisation gegeben hatte, spielte die Cellistin zusammen mit Roland Plomer noch den Schwan aus dem Carneval der Tiere von Camille Saint-Saëns. Eröffnet wurde das Konzert von Roland Plomer an der Orgel mit Lumen Christi von Jean Langlais.

Am Ende noch ein Samba, zu dem Sitson das Publikum zum Mitklatschen aufforderte. Es folgte lang anhaltender Applaus.

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