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Ehrung

17.04.2015

Arbeit ist ihr Hobby

Jüngste Gratulantin zu Maria Kagerers Geburtstag war die 100 Jahre später geborene Rosalie, die ihrer Uroma ein Bild gemalt hatte.
Bild: Heike John

Maria Kagerer aus Mering feiert ihren 106. Geburtstag

Die Hände in den Schoß legen mag Maria Kagerer überhaupt nicht. Nur an ihrem Geburtstag nimmt die Jubilarin ausnahmsweise auf einem Sessel Platz und lässt sich feiern. Das Jubiläum ist ein ganz besonderes, denn mit 106 Jahren ist die Oberpfälzerin nicht nur die älteste Einwohnerin in Mering, sondern im gesamten Landkreis. Einer so betagten und dabei noch so rüstigen Dame wie ihr hat selbst Landrat Klaus Metzger, der viel herumkommt, noch nie die Hand geschüttelt. Wie viele andere Besucher, darunter neben Freunden und Verwandten auch Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Andreas Schmid als Vertreter der Pfarrgemeinde St. Michael, fand er am Geburtstag den Weg in die Klostergasse. Dort lebt die Jubilarin bei ihrer Tochter Sieglinde Brunnhuber, die sie 2007 zu sich nahm. In ihrer ersten Zeit in Mering besuchte Maria Kagerer sogar noch regelmäßig das Tanzcafé in Schmiechen, wo sie mit ihrer Lebensfreude viele Besucher erstaunte. Vor allem den Walzer „links herum“ tanzte sie gern, wie ihre Tochter verrät. Kein Wunder also, dass sie auch ihren Mann beim Tanzen kennenlernte.

Selbst in ihrem hohen Alter ist ihr das Arbeiten noch das liebste Hobby. Sehr gerne geht sie ihrer Tochter im Haushalt zur Hand und auch beim Ederer, wo sie die Tagespflege besucht, macht sie sich oftmals nützlich. Tüchtig gearbeitet hat sie schließlich ein Leben lang und wer weiß, vielleicht ist dies auch das Geheimrezept für ihr hohes Alter. Bereits mit 20 Jahren kam Maria Kagerer in Stellung in einen Haushalt in Nürnberg, davor arbeitete sie in der kleinen Landwirtschaft ihrer Eltern mit. Sohn Werner Kagerer mit Frau Helga brachten zur Feier des Tages auch die Lieblingsnachbarn von Maria Kagerer aus Nürnberg mit. Gemeinsam mit ihnen, ihrer Tochter sowie Enkel Stefan und Urenkelin Rosalie, die hundert Jahre nach ihr geboren ist, stieß die Jubilarin mit den prominenten Gästen an. Mit Interesse wurde auch das Rosenthal-Teeservice begutachtet, das Ministerpräsident Seehofer mit Glückwünschen ins Haus sandte. Maria Kagerer ist zudem die erste Jubilarin im Landkreis, die in den Genuss einer flauschigen Wolldecke mit eingesticktem Landkreiswappen kam.

Auf ein Festessen an ihrem Ehrentag legte sie keinen Wert. „Gessen wird, was uf en Disch kummt, da moch ma keine Extrawürscht“, erklärte die Jubilarin in ihrem oberpfälzer Dialekt. Auch dies ist womöglich eine Zutat des Rezepts für ein langes Leben. „Machen Sie’s gut und bis zum nächsten Jahr, wenn ich es noch erlebe“, so verabschiedete sich scherzhaft Bürgermeister Hans-Dieter Kandler von der mit Abstand ältesten Bürgerin seiner Gemeinde.

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