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Merching

06.11.2019

Bürgermeister Walch will in Merching noch viele Projekte stemmen

Merching will kräftig in die Kinderbetreuung investieren. Dazu zählen auch die Sanierung und der Ausbau der Schule. Eine großzügige Mensa und ein Westtrakt sollen dort entstehen.
Foto: Christian Gall

Für Bürgermeister Martin Walch ist die Bürgerversammlung in Merching bereits ein kleiner Abschied. Darüber machen sich die Merchinger Sorgen.

Etwa 80 Zuhörer waren zu Martin Walchs letzter Bürgerversammlung in Merching als amtierender Bürgermeister gekommen. Und Walch zieht eine positive Bilanz. Auch wenn er sich im März 2020 nicht mehr zur Wahl stellen wird, so wird Walch bis zu letzten Minute für Merching arbeiten. Denn zahlreiche Projekte sind in Planung wie Walch und Geschäftsstellenleiter Rainer Fieber den Bürgern vorstellten.

Zunächst stand wieder der statistische Rückblick auf das Jahr 2019 auf dem Programm (siehe Infokasten). Den Blick auf die Finanzen wertete Walch mit einer kontinuierlich leicht steigenden Gewerbesteuer und vor allem einem Guthaben von fast 4 Millionen Euro als positiv. Brauchen kann Merching das finanzielle Polster mit Sicherheit: Denn auch die geplante Kreditaufnahme, die für ein neues Baugebiet oder den Kauf von Gewerbeflächen gedacht ist, unterstreicht die Pläne der Gemeinde: Auch in Zukunft wird kräftig in die Kinderbetreuung investiert werden. Das beinhaltet die Sanierung und den Ausbau der Schule mit einem Westtrakt und einer großzügigen Mensa.

Für die Kleinsten wird im Haus für Kinder gerade die Kinderkrippe erweitert, eine Fläche für einen weiteren Bau mit Kindergartenräumen wird an einem anderen Standort gesucht. Auf dem kirchlichen Gelände soll kein weiterer Anbau erfolgen. Das Feuerwehrhaus Steinach soll bis Ende Juni 2020 fertig gestellt sein und auch das Rathaus muss saniert und gegebenenfalls mit einem Anbau erweitert werden. Im Straßenbau steht für 2020 der Ausbau der Landsberger Straße an. Hier haben bereits die Planungen begonnen.

Positiv verliefen auch die Grundstücksverhandlungen zum Radweg zwischen Unterbergen und Mering auf Merchinger Flur, sodass nun konkrete Verträge mit dem Landratsamt folgen können. Intensiv musste sich die Gemeinde vergangenen Sommer mit den Blaualgen am Mandichosee (Lechstaustufe 23) auseinandersetzen. Betroffen waren am Ende die Staustufen 19 - 23, eine Sperrung des Sees verhinderte wohl weitere Unglücksfälle: Nach den verendeten Hunden, welche die Sperrung des Sees nach sich zog, kam niemand mehr zu Schaden. Dennoch werden laufend weitere Untersuchungen durchgeführt, informierte Walch. Die weitere Entwicklung, die auch witterungsabhängig zu sein scheint, ist bislang nicht absehbar.

Ab sofort werden im Gemeindegebiet auch die Maßnahmen zur Erstellung des Baumkatasters beginnen, bei denen die erfassten Bäume eine Plakette erhalten.

Merchinger Bürger melden sich zu Wort

Im zweiten Teil kamen die Bürger zu Wort: Robert Vogl stellte als Anlieger der Nebelhornstraße, die an das Baugebiet „An den Holleräckern“ grenzt, den Antrag dort für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Die Straße vermittle den Eindruck, dass sie nicht mehr zur Ortschaft gehöre. Es sei abenteuerlich, wie schnell die Autofahrer ortsauswärts Richtung Steindorf fahren. Gerade weil auch kein Gehweg mehr vorhanden ist und etwa 20 Kleinkinder leben, sei eine Verbesserung mehr als angebracht. Dies soll nun von der Gemeinde zeitnah geprüft werden, versprach Walch.

Andrea Bargon fragte nach dem neuesten Stand zur Entwicklung des 5-G-Ausbaus in Merching: Insbesondere danach, ob die Gemeinde etwas dagegen unternehmen werde: Alle 100 Meter solle dafür ein Sendemast aufgestellt werden, die mit einer erheblichen Belastung für Mensch und Umwelt verbunden sei, erläuterte sie. Von der Gemeinde sei aber nicht angedacht etwas dagegen zu unternehmen, entgegnete Walch. Man habe dies im Rat angesprochen und sich darüber informiert. Dass dies aber durchaus ein Thema sei, dass einige in der Gemeinde interessiere, gab Walch in diesem Zusammenhang auch bekannt: Er habe heute einen Anruf erhalten, in dem ein Merchinger nachfragte, ob in den neuen Lampen auch 5-G- Sender verbaut seien.

Max Stuis hakte mit der gleichen Frage wie 2018 nach: Gibt es Überlegungen zum Betreuten Wohnen? Walch konnte darauf auch nur wie im vergangenen Jahr antworten: Außer den Sozialwohnungen und der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Bürgernetz Mering gäbe es dies nicht. Für Vorschläge oder Hinweise aus der Bevölkerung für einen Raum oder eine Fläche sei man aber jederzeit offen.

Für Walch war diese Bürgerversammlung in Merching schon ein kleiner Abschied von seinem Amt: Die vergangenen zwölf Bürgerversammlungen hatte er geleitet. Immer habe er es gerne und mit Herzblut gemacht, aber es sei nun Zeit, alles in jüngere Hände zu legen, sagte er.

Termine Weitere Bürgerversammlungen finden jeweils um 19.30 Uhr am Dienstag 5. November, in Steinach, Gasthaus Huber und am Freitag 8. November, in Hochdorf, Feuerwehrhaus statt.

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