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Friedberg

12.12.2019

Das sind die neuen Stände auf dem Friedberger Advent

Neu ist auf dem Friedberger Advent die Delikatessen-Manufaktur Bergler-Fischer aus Franken. Julia Rauscher hat vor der Kirche Liköre, Brände, Essig, Öl und Rosenartikel im Angebot.
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Neu ist auf dem Friedberger Advent die Delikatessen-Manufaktur Bergler-Fischer aus Franken. Julia Rauscher hat vor der Kirche Liköre, Brände, Essig, Öl und Rosenartikel im Angebot.
Bild: Ute Krogull

Plus Von „wachsenden Kalendern“ über italienische Keramik und Rosenprodukte bis zu Flammlachs: Was bieten die vier neuen Stände auf dem Friedberger Advent?

Was ist dieses Jahr neu auf dem Friedberger Advent? Wir haben uns für sie umgeschaut – rechtzeitig zur langen Marktnacht am heutigen Freitag, an der die Stände bis 22 Uhr geöffnet haben.

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Erstmals in Friedberg: Der „wachsende Kalender“

Der Stand vorne links an der Pfarrstraße ist nicht nur eine Neuigkeit für Friedberg, sondern deutschlandweit: Kalender mit einpflanzbarem Samenpapier. Drei junge Leute hatten vergangenes Jahr die Idee dazu; die erste Auflage war blitzschnell verkauft. Dieses Jahr ist das Start-up-Unternehmen aus Nürnberg auf über 40 Weihnachtsmärkten in Deutschland vertreten. In Friedberg verkauft die Studentin Laura Dabrowski die liebevoll gestalteten Varianten „Tausendsassa“ für urbane Gärtner und Anfänger, „Vergessene Sorten“ für Hüter der Sortenvielfalt und „Zwölfmalklug“ für Besserwisser und Familien.

„Wachsende Kalender“ verkauft Laura Dabrowski erstmals auf dem Friedberger Advent. Die Kalender für Hobbygärtner sind die Idee von drei jungen Leuten.

Bei einem derart ungewöhnlichen Produkt herrsche Erklärungsbedarf, hat Dabrowski erfahren. Jeder Monat beschreibe eine andere Blumen- oder Gemüsesorte, deren Samen (bio!) in das Kalenderblatt eingearbeitet sind. Am Ende des Monats kann man das Blatt, das schadstofffrei und biologisch abbaubar ist, einpflanzen. „Wenn die Leute das Konzept verstehen, geht ein breites Lächeln über ihr Gesicht“, erzählt die Studentin. Wer sich nicht gleich an den Kalender traut: Es gibt auch Karten mit Gartenmotiven, die nach demselben Prinzip funktionieren.

Das sind die neuen Stände  auf dem Friedberger Advent

Der Flammlachs - Traum eines Friedbergers

Eigentlich konnte Ulrich Holzmüller zufrieden sein. Vor seiner Brutzelhütte am Eck der Jakobskirche bilden sich immer lange Schlangen. Doch der Rinnenthaler hatte einen Traum. „Vor ein paar Jahren habe ich auf einem Festival einen Flammlachsstand gesehen“, erzählt er. Sofort war ihm klar: Das will ich auch! Gesagt, getan. Holzmüller konstruierte und baute selber einen Grill, an dem über Holzfeuer bis zu 18 Lachshälften aufgehängt werden können. Das Feuer gebe dem Lachs seinen besonderen Geschmack.

Für Uli Holzmüller aus Rinnenthal war der Flammlachsstand auf dem Weihnachtsmarkt seit Jahren ein Traum. Den Fisch gibt es in der Semmel oder als De-Luxe-Teller.
Bild: Ute Krogull

Den Fisch lässt er täglich frisch aus Norwegen importieren. Es gibt ihn in der Semmel oder auf dem Teller - bis hin zu einer De-luxe-Variante. Dazu werden unter anderem Champagner oder Champagner-Punsch gereicht. Die Semmeln werden – wie auch für die Brutzelhütte - in einer kleinen Hütte an der Kirchenmauer frisch gebacken. „Die Qualität muss stimmen“, sagt der gelernte Bankkaufmann. Die Besucher honorieren es. „Mal was anderes!“, ist vor dem Stand zu hören. Gibt es bei Holzmüller an Weihnachten dann auch Lachs? Da winkt der Rinnenthaler ab: kein Lachs, keine Würstchen. „Irgendwann reicht es.“

Über ein Dutzend Lachshälften können bei Holzmüllers Flammlachsstand gleichzeitig gegrillt werden.
Bild: Stefan Ring

Die Delikatessen-Manufaktur kommt von Augsburg nach Friedberg

2.500 Damaszener-Rosen hegt und pflegt das Ehepaar Petra Bergler-Fischer und Dieter Fischer auf dem Grundstück eines früheren Klosters im fränkischen Schwarzenberg. Von Mai bis September werden die Blütenblätter geerntet. Ihre Rosenprodukte sowie Brände und Liköre verkauft die Delikatessen-Manufaktur Bergler-Fischer hauptsächlich auf Weihnachtsmärkten – seit einiger Zeit in Augsburg, nun erstmals in Friedberg an der Ludwigstraße. Da gibt es ausgefallene Dinge wie Rosennudeln und -salz, Orangengeist und Bierlikör sowie Bierbrand – letzterer übrigens preisgekrönt.

Neu ist auf dem Friedberger Advent die Delikatessen-Manufaktur Bergler-Fischer aus Franken. Julia Rauscher hat vor der Kirche Liköre, Brände, Essig, Öl und Rosenartikel im Angebot.
Bild: Ute Krogull

Petra Bergler-Fischer empfiehlt, je nach Geschmack, Sauerkirsche (süffig), Zwetschge (lieblich), Schlehe (herb) oder Felsenbirne (selten). Schon in ihrer Studentenzeit hat die gebürtige Augsburgerin Beerenweine angesetzt. Als sie später mit ihrem Mann – beide sind Agraringenieure – einen kleinen fränkischen Hof bewirtschaftete, suchte sie nach einem Nebenverdienst. Mit einem Familienrezept der Uroma und Obst aus dem Garten startete sie vor fast 30 Jahren ihre Manufaktur. Jetzt gibt sie selber Rezeptbücher heraus.

Über 50 Fieranten sind beim diesjährigen Adventsmarkt in Friedberg dabei. Die Leser der Friedberger Allgemeinen können jetzt abstimmen, welcher ihnen am besten gefällt.

Das sind die neuen Stände  auf dem Friedberger Advent
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Wer hat den schönsten Stand beim Friedberger Advent 2019?
Bild: Tom Trilges

Urlaubsflair in Friedberg: Der Keramikzauber

Der Stand der Familie Franz-Liebscher rechts vor der Kirche sticht beim Bummel hervor – leuchtende Farben, Zitronen, Oliven und Tomaten als Motive auf Tellern und Schüsseln schaffen gleich ein bisschen Sommerurlaubsflair. Und in der Tat begann das Geschäft der Aichacher Familie mit Urlauben, wie Anja Franz-Liebscher verrät. Immer wieder fuhren sie nach Italien, kauften diese und jene Schüssel, lernten schließlich die Besitzer einer fast 50 Jahre alten Familien-Manufaktur kennen, in welcher das Geschirr handgefertigt und handbemalt wird.

Die Familie von Anja Liebscher-Franz aus Aichach bietet handbemalte Keramik aus Italien an. „Der Friedberger Advent ist toll!“, findet sie.

Nun verkaufen sie es selber auf Weihnachtsmärkten; neben Friedberg sind es noch Aichach und Olching. Vom Friedberger Markt sei die Familie begeistert. „Er ist einfach toll und so gemütlich.“ Besonders beliebt sei bei den Besuchern die hübsch altmodische Vintage-Linie, berichtet Franz-Liebscher, aber auch das klassische Tomate-Mozzarella-Design. Die Keramik ist vierfach gebrannt, spülmaschinenfest und eigne sich gut zum sammeln, meint sie. „Und das Geschirr gefällt sogar Männern!“

Lesen Sie alles zum Friedberger Advent hier: Friedberger Advent 2019: Programm, Termine, Öffnungszeiten

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