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Ried

25.12.2019

Der Rieder Högelwald wird zum Erlebnispfad

Auf den Walderlebnispfad freuen sich: Peter Graser, Franz-Josef Mayer, Erwin Gerstlacher, Pentti Buchwald, Michael Esper und Melanie Prager.
Bild: Christine Hornischer

Die Gemeinde Ried will einen Anziehungspunkt für alle Altersgruppen schaffen. Das Projekt soll in weniger als einem Jahr fertig sein.

„Die Natur ist der tollste Spielplatz und das nicht nur für Kinder.“ Unter diesem Motto will die Gemeinde Ried einen Walderlebnispfad im Högelwald errichten. Und zwar im Eiltempo – die Einweihung ist für den Oktober 2020 angedacht. Dies wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen. „Die Idee kam auf, als wir sahen, wie viel Begeisterung die Wanderbroschüre von Paul Graf hervorgebracht hat“, erläuterte Bürgermeister Erwin Gerstlacher: „Auf unseren erlebnisreichen Wegen und Pfaden gibt es einfach ganz viel zu sehen.“ Der Walderlebnispfad soll ungefähr 1,5 Kilometer lang werden und an der Waldklimastation vorbeiführen. Der Umfang kann sich aber noch ändern, es handelt sich nur um erste Vorentwürfe. Für die Umsetzung des Projekts werden für den Haushalt 2020 insgesamt 7500 Euro eingerechnet. Eine genaue Planung wird aber erst im Frühjahr 2020 vorliegen.

Rieder Bürgermeister Gerstlacher beriet Erlebnispfad mit Experten

Zur Umsetzung hatte sich Gerstlacher vorab Experten ins Haus geholt. So bilden der Leiter des Walderlebniszentrums Oberschönenfeld, Pentti Buchwald, Forstoberrat Michael Esper vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Mindelheim, Peter Graser, stellvertretender Forstbetriebsleiter in Landsberg, Dr. Franz-Josef Mayer aus Ried, Melanie Prager, die Rektorin der Grundschule und Nico Bonanni, der Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten Eurasburg West einen wahren Koryphäenstab. Melanie Prager hat durch eine Umfrage unter ihren Schülern eruiert, dass die meisten Kinder sich vor allem einen Baumwipfelpfad wünschen. Aber auch die Tierbeobachtung oder ein grünes Klassenzimmer rangierten unter den meist gewünschten Einrichtungen.

Ingo Lanius von der Lebensqualität sah das Projekt sehr positiv, aber er wollte es nicht so sehr auf Kinder zugeschnitten sehen, sondern auch auf Erwachsene. Elisabeth Fischer von der Bürgergemeinschaft dachte sofort an die Senioren, die dort ebenfalls ihren Spaß haben könnten: „Ein oder zwei Sitzbänke mehr und die Sache ist geritzt.“ Sie regte an, eine Projektgruppe zu gründen, um noch mehr Synergieeffekte zu erzielen. Gerstlacher informierte, dass die Waldklimastation geöffnet werden sollte, was bei den Erwachsenen auf großes Interesse stoßen dürfte. Paul Graf von den Freien Wählern lobte, dass der Walderlebnispfad sehr gut zu der Gemeinde Ried passe: „So ein Projekt bietet sich per se für alle Altersgruppen an“. Ingo Lanius von der Lebensqualität wollte trotzdem den Beschluss auf Erwachsene hin erweitert haben. Johann Weiß von den Freien Wählern sah das eher pragmatisch: „So ein Pfad ist eh für alle da.“

Gemeinderäte in Ried möchten Glasfaserförderung für das Rathaus

Glasfaser Kurz vor Jahresende flatterte der Gemeinde Ried noch eine Möglichkeit für eine Förderung ins Haus. Die Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN für öffentliche Schulen und Krankenhäuser wurde im vergangenen September um die Erschließung von Rathäusern erweitert. Die grundlegenden Förder- und Erschließungsmöglichkeiten des Rathauses Ried wurden bereits mit der Firma Corwese GmbH, die in Sachen Telekommunikationstechnik auf ein langjähriges Know-how zurückblicken kann, abgestimmt. Die Räte beschlossen einstimmig, die Verwaltung mit der Angebotseinholung zu beauftragen.

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